Umbau der Kasseler Zentralmensa: Ab Montag läuft wieder alles nach Plan


Stand: 30.08.2026, 06:00 Uhr

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Universität Kassel, Ab Montag startet die Küche der Zentralmensa nach sechsmonatigem Komplettumbau - wir gucken mal, was neu ist.Konstantin WackbarthFoto: Andreas Fischer

Küche auf Senfgelb: Ab Montag startet die Küche der Zentralmensa nach sechsmonatigem Komplettumbau, im Bild Koch und Teamleiter Konstantin Wackerbarth. Neben Küchengeräten ist auch der senfgelbe Boden neu. © Fischer, Andreas/Andreas Fischer

Die Küche der Zentralmensa auf dem Uni-Campus wurde sechs Monate lang umgebaut. Ab Montag (31. August) läuft wieder alles nach Plan und es gibt auch wieder eine zweite Beilage.

Kassel – Der Umbau der Küche steckt den Mitarbeitern der Zentralmensa auf dem Uni-Campus in den Beinen. Für jede vergessene Kelle oder jede neue Schüssel gebratenes Hähnchenfleisch musste das Küchenpersonal in den vergangenen sechs Monaten runter in den Keller gehen, denn dort wurde während des Küchenumbaus gekocht. Viele Hundert Schritte zusätzlich kamen da pro Mitarbeiter und Arbeitstag zusammen. Jetzt ist der Umbau abgeschlossen, seit Mitte der Woche wurde probegekocht, und ab Montag läuft wieder alles nach Plan.

Universität Kassel, Ab Montag startet die Küche der Zentralmensa nach sechsmonatigem Komplettumbau - wir gucken mal, was neu ist.Andi ArdiansyahFoto: Andreas Fischer

Neue Kessel: Andi Ardiansyah zeigt die neuen Kessel, in denen gekocht und gebraten werden kann. © Fischer, Andreas/Andreas Fischer

Ab sofort stehen die sieben Köche der Zentralmensa auf neuem, senfgelbem Fußboden, der sich wie grobes Schmirgelpapier anfühlt. Diese Rutschfestigkeit dient der Sicherheit der Mitarbeiter. Bei der Farbwahl waren sie mit beteiligt, wie Konstantin Wackerbarth, Teamleiter in der Zentralmensa, berichtet. Die alten grauen Betonfliesen waren nicht nur rutschig, sondern vor allem nicht mehr wasserdicht, was zu Schäden im Untergeschoss geführt hatte. Der Boden musste ausgetauscht und grunderneuert werden. Die Baukosten betrugen eine Million Euro.

Mensa in der Kunstuni

Auch die Mensa in der Kunsthochschule war eine Baustelle. Dort musste eine neue Spülanlage eingebaut werden. Nach einem Monat Bauzeit sollen die Arbeiten bis zum Freitag, 4. September, beendet sein, kündigt Christa Ambrosius, Geschäftsführerin des Studierendenwerks, an. Dann wird es wieder eine vollwertige Mittagsmahlzeit aus der Küche geben und nicht mehr nur einen Snack aus dem Automaten.

Es war daher ein Aufwasch, die Ausstattung der Küche gleich mit zu verbessern: Jetzt stehen eine neue Topfspüle in der Küche, die sich über eine ganze Raumwand erstreckt, und drei neue Riesen-Kessel zum Kochen und Braten. Die alten waren 40 Jahre alt.

Der Mensa-Umbau bei laufendem Betrieb war eine logistische Herausforderung. Mit der Zusammenarbeit mit den Handwerkern ist Bruno Vieira vom Liegenschaftsmanagement des Studierendenwerks sehr zufrieden. Die Bauzeit habe sich nur um vier Wochen verlängert. Und vonseiten der Küche ist Konstantin Wackerbarth erleichtert, dass alles so gut geklappt hat: „Wir konnten die Mensa jeden Mittag um halb zwölf öffnen.“

Die Küchen an der Wilhelmshöher Allee und am Uni-Standort in Oberzwehren haben das Zentralmensa-Team stark unterstützt und alle Speisen mit langer Garzeit, beispielsweise Gulasch oder auch Tomatensoße, gekocht. Diese mussten dann per Lkw zum Campus am Hopla transportiert werden. „Alles war immer pünktlich fertig“, sagt Koch Wackerbarth.

Pünktlich zum Neustart gibt‘s ab Montag auch wieder eine zweite Beilage. „Manche hatten die sehr vermisst“, sagt Christa Ambrosius, Geschäftsführerin des Studierendenwerks. Und weil die Bowls in der Mensa-Hopper-Bude vor der Zentralmensa während des Umbaus so gut angenommen wurden, soll es sie auch weiterhin geben. Hierfür wird das Café International im Institut der Geisteswissenschaften (Kurt-Wolters-Straße 5) wieder eröffnet. Es war seit der Coronapandemie geschlossen und wird nun probeweise für zwei Jahre Bowls, Kuchen und Getränke anbieten.

Und was machen nun Koch Wackerbarth und seine Kollegen ohne die vielen Schritte in den Keller? „Es waren für jeden zwischen 12.000 und 15.000 Schritte täglich zusätzlich“, sagt der Teamleiter, „und jetzt müssen wir wohl privat wieder mehr Sport machen.“