Unverschämte Abzocke: 5,05 Euro für Espresso an Raststätte sorgt für heftige Reaktionen
„Unverschämter“ Preis für einen Espresso bringt Autofahrer zur Weißglut
Stand: 31.08.2026, 21:10 Uhr
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Ein Kassenbon aus Österreich sorgt für Empörung: An einer österreichischen Raststätte kostet ein kleiner Espresso mehrere Euro. Autofahrer reagieren wütend.
München – Autobahn-Raststätten sind für viele Reisende eine praktische Anlaufstelle: kurz rechts rausfahren, die Beine vertreten, etwas trinken und anschließend die Fahrt fortsetzen. Besonders ein kleiner Kaffee gehört für viele zu dieser kurzen Pause dazu. Vom Espresso erwarten Kunden dabei meist keinen großen Luxus, aber zumindest einen überschaubaren Preis – schließlich ist das Getränk in wenigen Schlucken getrunken und der Aufenthalt oft nach kurzer Zeit beendet. Doch bei einem Stopp in Österreich sollte sich erst beim Blick auf die Rechnung zeigen, wie teuer dieser kleine Koffein-Moment tatsächlich werden kann.

Denn die Preise an Raststätten sorgen immer wieder für Diskussionen. Ein aktueller Kassenbon aus Österreich heizt die Debatte nun erneut an: Darauf ist ein kleiner Espresso für 5,05 Euro ausgewiesen. Damit liegt der Preis weit über dem, was Kaffeetrinker selbst in teuren europäischen Metropolen gewohnt sind: In Wien etwa kostet eine Melange oder ein Cappuccino in vielen Kaffeehäusern zwischen fünf und sechs Euro.
Hoher Preis an Raststätte: 5,05 Euro für „Espresso klein“
Der Bon stammt laut eines Facebook-Posts vom Autobahnrestaurant Graz-Kaiserwald der österreichischen Kette Landzeit. Unabhängig überprüfen lässt er sich nichtEr trägt das Datum 28. August 2026 und weist um 11.54 Uhr den Artikel „Espresso klein“ aus. Daneben steht der Preis: 5,05 Euro.
Wer den Espresso gekauft hat, ist auf dem Beleg nicht ersichtlich. Auch lässt sich aus dem Foto allein nicht ablesen, ob das Getränk im Restaurant getrunken oder mitgenommen wurde. Fest steht nur: Für den kleinen Kaffee wurden laut Bon 5,05 Euro berechnet.
„Unverschämte Abzocke“: Deutliche Kritik in den Kommentaren
In den zum Beitrag ausgewählten Reaktionen fällt der Ton deutlich aus. „Ich finde 5,05 für einen Espresso einfach eine unverschämte Abzocke“, schreibt ein Nutzer.
Eine weitere Kommentatorin verweist auf eine Alternative in der Nähe: „War schon immer extrem teuer, das nächste mal zur gegenüberliegenden Tankstelle, der Café ist dort auch viel besser und günstiger.“ Ein anderer Nutzer berichtet von eigenen Erfahrungen an einer Raststation und fasst sie mit den Worten „Echt extrem“ zusammen.
Mehrere Reaktionen richten sich damit nicht nur gegen den einzelnen Preis, sondern gegen das Preisniveau an Autobahnraststätten insgesamt. Dennoch ist das Frustpotenzial hoch: Bereits in der Vergangenheit beklagten Touristen in Österreich Espresso-Preise von 3,50 Euro als „außer Kontrolle“.
Teurer Epresso: Ähnliche Kritik an Landzeit-Raststätten
Der aktuelle Bon steht nicht allein in der öffentlichen Debatte über teure Raststätten-Kaffees. Im März 2025 berichtete das Nachrichtenportal „Heute“ über einen anderen Landzeit-Standort: An der Raststätte Schottwien an der Südautobahn kostete ein Espresso ebenfalls 5,05 Euro. Ein Unternehmer reagierte damals mit der Frage „Sind die wucki?“ und verglich den Preis mit einem Espresso in Italien. Tatsächlich ist der Kontrast zum südlichen Nachbarland enorm: An italienischen Autobahn-Raststätten kostete ein Espresso an der Theke im Jahr 2025 durchschnittlich nur 1,46 Euro.
Auch die „Kronen Zeitung“ griff im Oktober 2025 die Preise im Landzeit-Autobahnrestaurant Graz-Kaiserwald auf. In dem Bericht war von 5,40 Euro für einen Espresso und 7,95 Euro für eine Cola Zero die Rede. Landzeit-Geschäftsführer Wolfgang Rosenberger bezeichnete das Angebot gegenüber der Zeitung als „gastronomisches Erlebnis“. Dieses Streben nach „Erlebnis-Gastronomie“ an der Autobahn ist ein Trend, der auch andere Standorte betrifft: So eröffnete etwa an der A1 bei Ybbs ein italienischer Sternekoch eine Raststätte, die zwar kulinarisch glänzen will, aber ebenfalls wegen hoher Preise in der Kritik steht.
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Landzeit verweist auf besondere Kosten
In dem von „Heute“ berichteten Fall erklärte die Landzeit-Zentrale die Preiskalkulation mit vorgegebenen Öffnungszeiten, Zahlungen an die Autobahngesellschaft ASFINAG, der bereitgestellten Infrastruktur und der ganzjährigen Öffnung der Restaurants. Diese Faktoren würden aus Sicht des Unternehmens die höheren Preise an den Raststätten erklären.
Eine gesonderte aktuelle Stellungnahme von Landzeit zu dem vorliegenden Kassenbon liegt aktuell nicht vor. Für Autofahrer bleibt damit vor allem der Blick auf die Preisliste: Der Bon weist für einen kleinen Espresso 5,05 Euro aus – und sorgt damit erneut für reichlich Gesprächsstoff. (Quellen: Heute.at, Kronen Zeitung, eigene Recherche) (str)