Republikaner warnt: Live-Hinrichtung „könnte Rekrutierungsinstrument für künftige Terroristen werden“


Stand: 13.10.2026, 14:22 Uhr

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US-Kriegsminister Pete Hegseth will die Hinrichtung des Fort-Hood-Attentäters live übertragen lassen. Dafür hagelt es auch Kritik aus den eigenen Reihen: Mike Johnson warnt im Interview vor den Folgen.

Die Ankündigung des Verteidigungsministers Pete Hegseth, die Hinrichtung des verurteilten Fort-Hood-Attentäters Nidal Hasan live zu übertragen, löste bei US-Demokraten und internationalen Kritikern weltweit Empörung aus. Der demokratische Senator Chris Murphy zeigte sich gegenüber US-Medien entsetzt und fragte in Richtung Hegseth: „Was imitiert er da, Hinrichtungen der Terrormiliz Islamischer Staat?“ Auch Republikaner distanzieren sich nun. So äußerte der Parteikollege und Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, in einem Interview mit CBS große Bedenken gegenüber der Live-Übertragung. Er sprach die Sorge aus, dass Terroristen das Video künftig als Rekrutierungsmaterial verwenden könnten. Auch andere Republikaner zeigen sich entsetzt. So schrieb der Kongressabgeordnete Austin Scott auf X, er unterstütze zwar Hasans Hinrichtung, eine Live-Übertragung sei aber etwas, das Terrororganisationen täten. „Amerika ist besser als das“, twitterte er weiter.

Hinrichtungen haben seit Trump wieder zugenommen

Der amtierende US-Präsident Donald Trump gilt als großer Verfechter der Todesstrafe. Unter ihm haben die Vollstreckungen von Todesurteilen deutlich zugenommen: 47 Menschen wurden im vergangenen Jahr hingerichtet. Das ist die höchste Zahl seit 2009. Auch dieses Jahr wurden bereits 30 Todesurteile vollstreckt. Zum Livestreamplan von seinem Verteidigungsminister Hegseth zeigte sich Trump bisher recht zurückhaltend. Gegenüber Reportern bestätigte er zwar, dass er die Übertragung abgesegnet hätte, doch betonte gleichzeitig, dass sie nicht seine Idee gewesen sei. Die Hinrichtung soll am 3. Dezember per Erschießung durch ein Militärkommando erfolgen. Ob sie dann tatsächlich auch für die Öffentlichkeit mitzuverfolgen sein wird, ist noch nicht final entschieden, so der US-Präsident. Hasan wäre in dem Fall der erste Mensch seit 1936, der öffentlich in den USA hingerichtet wird. Was Mike Johnson im Interview noch zu Hegseths Plänen sagte, zeigt das Video.