US-Truppen erleben „Überraschungsangriff“ aus dem Iran – Washington schlägt hart zurück


Stand: 29.07.2026, 06:21 Uhr

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Während Netanjahu von Trump im Weißen Haus empfangen wird, feuert der Iran unerwartet mitten in der Waffenruhe Raketen auf US-Truppen.

Teheran – Vier Tage lang war es still. Keine Explosionen, keine Meldungen über neue Angriffe – ein seltener Moment der Ruhe im Irankrieg 2026. Doch am Dienstagabend (Ortszeit) war es damit vorbei: Die iranischen Revolutionsgarden feuerten mehrere ballistische Raketen auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte ab.

Raketenangriff, Trump und Netanyahu

Eigentlich bestand vier Tage lang Waffenruhe im Iran. Diese wurde überraschend vom Iran gebrochen. (Montage) © Stringer/Alex Brandon/dpa

Das US-Regionalkommando Centcom meldete auf der Plattform X einen versuchten „Überraschungsangriff“ – und gab gleichzeitig Entwarnung: „Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen“, schrieb Centcom. Nach Informationen des US-Portals Axios flogen die Geschosse in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien.

Feuerpause vorbei: Iran schießt wieder auf US-Soldaten

Kurz nach der Meldung über den abgewehrten Angriff folgte die nächste Nachricht aus Washington: Die USA und Saudi-Arabien haben gemeinsam Ziele im Irak attackiert. Laut Centcom richteten sich die „Präzisionsschläge“ gegen irantreue Milizen, die von den Revolutionswächtern in Teheran angewiesen worden seien, US-Streitkräfte und die saudische Energieinfrastruktur anzugreifen. Amerikanische und saudische Kampfflugzeuge zerstörten dabei mehrere Logistik- und Waffenstandorte im Osten des Irak. Die Angriffe seien eine Reaktion auf mehr als 30 iranisch gesteuerte Drohnenangriffe innerhalb von 72 Stunden. Auch Saudi-Arabien bestätigte die Schläge: Man habe damit auf die jüngsten Drohnenattacken auf eigene Ölanlagen reagiert.

Die Eskalation kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. US-Präsident Donald Trump hatte die US-Angriffe auf Iran eigenen Angaben zufolge gestoppt, um Diplomatie eine Chance zu geben. „Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit Iran“, sagte er dem Portal Axios. Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei stellte das jedoch klar in Abrede: „Derzeit stehen wir jedoch in keinerlei Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten.“

Zeitgleich mit den neuen Angriffen empfing Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Oval Office, erstmals seit Beginn des Irankriegs im Februar. Das Treffen galt als heikel, weil beide Verbündete zuletzt unterschiedliche Ziele verfolgten: Israel will den Krieg fortsetzen, Trump setzt auf Diplomatie. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bezeichnete das Gespräch anschließend als „positiv und produktiv“. Netanjahu selbst zeigte sich begeistert: „Es war eines der besten Gespräche, die ich je mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, unserem Freund Donald Trump, geführt habe.“ Beide hätten das gemeinsame Ziel, sicherzustellen, dass Iran keine Atomwaffen baue – was Teheran bestreitet. (Quellen: dpa/AFP) (kiba)