"Marine One" mit Trump an Bord kommt Passagierjet nahe | USA-News


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Hubschrauber mit Trump an Bord kommt Passagierjet nahe

Von C. Siemer, S. Cleven, M. Küper, F. Michalski, C. Cöln, J. Hartung, J. Seiferth, A. Janzen, T. Wanhoff, J. Fischer, M. Kloft


Aktualisiert am 06.08.2026 - 00:59 UhrLesedauer: 21 Min.

Der US-Präsident kritisiert die Profite der Ölkonzerne. Die "Marine One" kommt einem Passagierjet gefährlich nahe. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Donnerstag, 6. August

Trumps "Marine One" kommt Passagierjet nahe

Ein Militärhubschrauber mit Präsident Donald Trump an Bord soll einem Passagierjet über der US-Hauptstadt Washington, D.C. sehr nahe gekommen sein. Wie die "New York Times" (NYT) berichtet, habe der Abstand unter einer Meile, etwa 1,6 Kilometer, gelegen. Der Vorfall soll sich am Dienstag zugetragen haben. Zuvor soll es Kommunikationsstörungen zwischen den Fluglotsen im Kontrollturm des Ronald-Reagan-Airports und der Hubschrauberbesatzung gegeben haben. Trump war auf dem Weg zur Andrews-Airbase.

Die Besatzung teilte drei Mal dem Tower mit, dass sie jetzt mit der "Marine One" abhebt, wie auf der Webseite atc.com zu hören ist. Doch die Lotsen bekamen dies offenbar nicht mit. Der Präsidenten-Hubschrauber sei dann in den Flugpfad eines Flugzeuges der Envoy Air geraten. Das Weiße Haus erklärte, Trump sei nicht in Gefahr gewesen, man solle aber enger mit den Flugbehörden zusammenarbeiten. Die Flugbehörde FAA sagte der NYT, es habe einen Moment der Unterbrechung gegeben.

Mittwoch, 5. August

Bewaffneter auf Trump-Golfplatz festgenommen

Zwei Tage vor einem geplanten Besuch von US-Präsident Donald Trump ist auf einem ihm gehörenden Golfplatz in Kalifornien ein bewaffneter Mann festgenommen worden. Der 38-Jährige sei von zivilen Bundesagenten beobachtet worden, wie er über das in der Nähe von Los Angeles gelegene Golfplatzgelände gelaufen sei und sich dabei verdächtig verhalten habe, erklärte am Dienstag (Ortszeit) die Polizei. Am Abend wollte Trump den Golfklub besuchen.

Der Mann wurde den Angaben zufolge am Sonntag festgenommen, als er "über das Gelände des Golfplatzes ging, Fotos und Videos aufnahm und den Anschein erweckte, als würde er die Aktivitäten zur Sicherheitsplanung beobachten". Bei ihm und in seinem Auto seien eine Pistole und Patronen gefunden worden. Der 38-Jährige stamme aus der nahegelegenen Stadt Downey.

Der "Trump National Golf Club" liegt in Ranchos Palos Verdes in der Nähe von Los Angeles. Dort wollte Trump am Dienstagabend an einem Dinner seiner Republikanischen Partei teilnehmen.

Dienstag, 4. August

Neuer US-Geheimdienstkoordinator Clayton vereidigt

Der neue US-Geheimdienstkoordinator Jay Clayton hat sein Amt angetreten. Der 60-jährige Jurist wurde am Dienstag im Beisein von Präsident Donald Trump von Finanzminister Scott Bessent vereidigt, wie ein Video des Weißen Hauses zeigt. Clayton hat damit die Aufsicht über die insgesamt 18 US-Geheimdienste. Zu ihnen gehören der Auslandsgeheimdienst CIA und die Bundespolizei FBI. "Jay Clayton wird offiziell als US-Direktor der nationalen Nachrichtendienste vereidigt", schrieb Trumps Kommunikationsberaterin Margo Martin zu dem Video. Trump applaudiert dem Juristen auf der Aufnahme.

Clayton war zuletzt Bundesanwalt im südlichen Bezirk des Bundesstaates New York. Der US-Präsident hatte ihn im Juni nominiert, nachdem es eine Kongressrevolte gegen seinen unerfahrenen Wunschkandidaten Bill Pulte gegeben hatte. Der 38-jährige Immobilienexperte Pulte hatte Trump geholfen, gegen politische Widersacher vorzugehen.

Aber auch Clayton geriet zuletzt in die Kritik. Er hatte noch als Bundesanwalt Journalisten der "New York Times" vorgeladen, die über Sicherheitsmängel bei Trumps neuem Präsidentenflugzeug berichtet hatten, das Katar den USA geschenkt hatte. Nach einer juristischen Beschwerde der Zeitung zog die Bundesanwaltschaft die Vorladung wieder zurück.

"Führende Kraft": Trump-Regierung lobt Deutschland

Die USA haben sich kurz nach dem Start der Überprüfung ihrer Truppenpräsenz in Europa überraschend positiv über Deutschlands Verteidigungsstrategie geäußert. "Durch sein Handeln positioniert sich Deutschland als eine der führenden Kräfte der konventionellen Verteidigung Europas", schrieb Unterstaatssekretär Elbridge Colby, die Nummer Drei in der Hierarchie des Pentagon, auf der Plattform X nach einem Treffen mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer.

Er verwies dabei auf "Deutschlands historische und höchst lobenswerte neue Militärstrategie", ohne Einzelheiten zu nennen. Der Plan samt der Zusage des sogenannten Fünf-Prozent-Ziels würde eine Neuausrichtung der Nato erheblich beschleunigen und die Abschreckungsfähigkeiten des Bündnisses stärken.

Auf Drängen von US-Präsident Donald Trump hatten die Alliierten im vergangenen Jahr vereinbart, spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und Sicherheit auszugeben. Davon sollen 3,5 Prozent klassische Verteidigungsausgaben sein, weitere 1,5 Prozent können etwa in Infrastruktur fließen. Deutschland will das Fünf-Prozent-Ziel bis 2029 erreichen.

Trump: Exxon & Co verdienen zu viel

Donald Trump kritisiert inmitten der hohen Spritpreise auch in den USA große Ölkonzerne wie Chevron und Exxon Mobil. Die Unternehmen würden zu viel Geld verdienen. "Das gefällt mir nicht", sagt Trump vor Reportern. Er fordert die Branche auf, dazu beizutragen, die Kraftstoffpreise niedrig zu halten. Die Preise sind weltweit und auch in den USA derzeit relativ hoch. Einer der Gründe dafür ist der von den USA und Israel begonnene Krieg gegen den Iran. Im November gibt es Zwischenwahlen in den USA und die hohen Preise kommen auch bei vielen Wählern von Trumps Republikanern nicht gut an.