Liveticker USA unter Trump: Soldaten von USS Abraham Lincoln erholen sich in Pattaya | FAZ
In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.
Soldaten von USS Abraham Lincoln erholen sich in Pattaya
Nach mehr als 200 Tagen auf See und Berichten über gravierende Missstände an Bord ist der US-Flugzeugträger Abraham Lincoln in Thailand eingetroffen. Das Schiff mit rund 5000 Soldaten an Bord lief am Morgen (Ortszeit) im Hafen Laem Chabang in der Provinz Chon Buri ein, rund 20 Kilometer von der Touristenhochburg Pattaya entfernt. Die monatelange Belastung und die Zustände an Bord hatten für erhebliche Unruhe gesorgt. Das atomgetriebene Schiff war im November 2025 aus der US-Westküstenstadt San Diego ausgelaufen – zunächst für einen Einsatz im Pazifik. Infolge des Irankrieges wurde der Flugzeugträger dann aber in den Nahen Osten verlegt.
Bei Einsätzen von US-Flugzeugträgern sind zwar auch mehrmonatige Fahrten üblich, doch eine so lange Zeit ohne regulären Hafenaufenthalt ist ungewöhnlich. Berichte über Probleme mit der Wasserversorgung, verstopfte Toiletten sowie zunehmende psychische Belastung der Besatzung infolge diverser Missstände hatten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. In einigen Fällen sollen Besatzungsmitglieder nach Angaben ihrer Angehörigen versucht haben, über Bord zu springen. Das US-Militär wies die schwersten Vorwürfe zurück.
Die Seeleute und Marineinfanteristen sollen sich nun während eines fünftägigen Aufenthalts erholen, während Nachschub an Bord geholt wird. Rund 40 Busse sollen die Soldaten von Laem Chabang nach Pattaya und zurück transportieren. Sie dürfen auch auf die vorgelagerte Insel Koh Larn fahren und in Hotels übernachten. Wassersportarten wie Jetski und Parasailing sowie der Konsum von Cannabis sind ihnen untersagt. Die berühmt-berüchtigte Walking Street in Pattaya dürfen die US-Soldaten besuchen, sie müssen das Vergnügungsviertel aber bis 2 Uhr morgens verlassen, wie die „Bangkok Post“ berichtet. Die Walking Street ist eine bekannte Ausgehmeile und gilt als Zentrum der Sexindustrie in dem Ort.
Sebastian Gubernator

US-Richter ordnet Prozess gegen mutmaßlichen Attentäter an
Fast ein Jahr nach dem Tod des US-Aktivisten Charlie Kirk bei einem Attentat muss sich der mutmaßliche Mörder laut einem Richterentscheid vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft verfüge über ausreichende Beweise gegen Tyler R., erklärte der US-Richter Tony Graf im Bundesstaat Utah. „Aus diesen Gründen sowie auf der Grundlage der Aktenlage sowie der Schriftsätze der Parteien“ ordne er die Überstellung des Angeklagten zur Hauptverhandlung an. Die Richterentscheidung erfolgte nach einer vorläufigen Anhörung, in der beide Seiten ihre Argumente für oder gegen einen Prozess vorgebracht hatten. Die Staatsanwaltschaft legte Chats aus Onlinespielen und Textnachrichten vor, die ihrer Ansicht nach die Täterschaft des Verdächtigen bewiesen. Die Verteidigung konzentrierte sich vor allem darauf, Zweifel an der Gültigkeit der DNA-Spuren zu wecken, die den Angeklagten mit der Tatwaffe in Verbindung bringen.
Fabian Drahmoune
„Lake America“: Auch Apple folgt Trumps Umbenennung
Nach dem Internetriesen Google hat nun auch Apple den Lake Ontario in seiner Karten-App in „Lake America“ umgetauft und damit eine Vorgabe von US-Präsident Donald Trump übernommen. Wer in den USA auf Apple Karten nach dem Lake Ontario sucht, wird zwar zu dem See an der Grenze zu Kanada geführt – allerdings prangt dort nun der neue Name „Lake America“. Damit folgte der iPhone-Hersteller der umstrittenen Umbenennung, die Trump im Zollkonflikt mit dem Nachbarland verfügt hatte.
Der Wechsel betrifft allerdings nur Apple-Nutzer in den USA, während in Kanada weiterhin der Name Lake Ontario angezeigt wird, wie der kanadische Sender CBC berichtete. Deutschen Nutzern wird die Bezeichnung Ontariosee angezeigt. Eine ähnliche Regelung hatte auch Google für seine populäre Maps-Funktion getroffen, wo der neue Name bereits seit einigen Tagen angezeigt wird – in Deutschland sind bei Google Maps beide Namen zu sehen.
Fabian Drahmoune
Trump will amtierenden Marine-Staatssekretär Cao als Dauerlösung
Nach vielen Personalwechseln in der Führungsebene des US-Verteidigungsministeriums hat Präsident Donald Trump einen Vorschlag für eine dauerhafte Leitung der Marine gemacht. Hung Cao, der die Geschäfte bereits seit April interimsmäßig führt, soll den Posten des Marine-Staatssekretärs dauerhaft bekleiden, wie Trump auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. „Ich kann mir niemanden vorstellen, der besser geeignet wäre als er“, teilte Trump mit. Der Senat muss Trumps Vorschlag noch zustimmen.
Der frühere Unterstaatssekretär Cao war Ende April bereits kommissarisch ins Amt gekommen, nachdem John Phelan den Posten abgegeben hatte. Zu den Gründen des Wechsels machte das Ministerium damals keine Angaben. Wie die „New York Times“ berichtete, schwelten seit Monaten Spannungen zwischen Phelan und seinen beiden Vorgesetzten, Verteidigungsminister Pete Hegseth und dessen Stellvertreter Stephen Feinberg.
Fabian Drahmoune
Trump will offenbar mit neuen Pass-Regeln Geburtsrecht einschränken
Das US-Außenministerium plant, von Eltern, die einen Pass für ihre in den USA geborenen Kinder beantragen, künftig einen Nachweis über ihre eigene Staatsbürgerschaft oder ihren Einwanderungsstatus zu verlangen. Dies geht aus einem Entwurf des Ministeriums hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag. Die Maßnahme ist Teil der jüngsten Bemühungen von Präsident Donald Trump, die Vergabe der Staatsbürgerschaft per Geburt einzuschränken und zielt insbesondere auf den sogenannten Geburtstourismus ab.
Die Einschränkung des Geburtsrechtsprinzips ist eine der Prioritäten des Präsidenten im Rahmen seiner weitreichenden Verschärfung der Einwanderungsgesetze. „Präsident Trump hat unmissverständlich klargemacht, dass diese Regierung die Bedeutung und den Wert der amerikanischen Staatsbürgerschaft schützen wird, Punkt“, teilte ein Sprecher des Außenministeriums mit.
Bislang müssen Eltern bei einem Passantrag für ihre Kinder lediglich ihre Elternschaft nachweisen und einen Lichtbildausweis vorlegen. Einen landesweiten Personalausweis wie in Deutschland gibt es in den USA nicht; als Ausweisdokument dient oft der Führerschein. Anwälte haben bereits Klagen eingereicht, um den jüngsten Erlass zu blockieren. Bei einer Anhörung am Freitag äußerte sich eine Richterin skeptisch über die Anordnung.
Nach zehn Monaten auf See: Crew der „USS Abraham Lincoln“ geht in Thailand von Bord
Nach rund zehn Monaten auf See kann die Crew des wegen schlechter Bedingungen in die Kritik geratenen US-Flugzeugträgers „USS Abraham Lincoln“ nun in Thailand vorübergehend an Land gehen. Der massive Träger werde am Dienstag im Hafen der bei Touristen beliebten Stadt Pattaya im Süden des Landes anlegen, erklärte Bürgermeister Poramase Ngampiches. Pattaya ist wegen des Sextourismus berüchtigt.
Die Stadt sei vorbereitet, um die 5.000 Matrosen und Marinesoldaten in Empfang zu nehmen, teilte Gouverneur Narit Niramaiwong mit. Rund 600 Beamte sorgten für Sicherheit und weitere Unterstützung. Busse stehen bereit, um sie in die Stadt zu bringen. Am Sonntag soll der Flugzeugträger wieder ablegen.
Die Menschen seien rund 280 Tage auf See gewesen und kämen, um sich zu erholen, schrieb Bürgermeister Poramase im Onlinedienst Facebook. „Unsere Vorbereitungen konzentrieren sich auf Sicherheit und faire Preise.“ Niemand wolle den Aufenthalt ausnutzen. Weiter äußerte er dennoch die Hoffnung, dass die Soldaten während ihres Aufenthalts bis zu 100 Millionen Baht (rund 26.000 Euro) ausgeben könnten, was ein großer Gewinn für die Stadt in der Nebensaison ist.
Einst ein verschlafenes Fischerdorf hat sich Pattaya durch die Nutzung als Urlaubsort für die US-Soldaten im Vietnamkrieg in den 1960er Jahren zu einem Ziel für ausländische Touristen entwickelt. Besonders beliebt sind die Strände und das Nachtleben.
Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ war im November 2025 vom kalifornischen San Diego ausgelaufen, um im Südchinesischen Meer Dienst zu leisten. Er wurde jedoch noch vor den Ende Februar begonnenen US-israelischen Angriffen auf Iran in die Krisenregion umgeleitet. Berichte über prekäre Bedingungen und eine große psychische Belastung für die Besatzung bis hin zu Suizidversuchen hatten für heftige Kritik in den USA gesorgt.
Vanessa Angermann
Trump verkündet weitere Abkommen zur Senkung von Medikamentenpreisen
US-Präsident Donald Trump hat am Montag neue Vereinbarungen zur Senkung von Medikamentenpreisen mit mehreren Pharmaunternehmen bekanntgegeben. Zu den Konzernen gehören unter anderem die australische CSL, die indische Sun Pharmaceutical und der belgische Pharmakonzern UCB, wie Trump bei einem Treffen im Weißen Haus mitteilte. Die Unternehmen hätten zugesagt, Medikamente für das staatliche Gesundheitsprogramm Medicaid zu Meistbegünstigten-Konditionen anzubieten. Dies sei ein „enormer Rabatt, der die Kosten für die medizinische Versorgung erheblich senken dürfte“, sagte Trump.
Wie viele Medikamente die Vereinbarungen umfassen und wie hoch die Einsparungen für den Staat oder die Patienten tatsächlich ausfallen, ist jedoch unklar.
Vanessa Angermann
US-Verteidigungsstaatssekretär Dan Driscoll tritt offenbar zurück
Der unter anderem an den Verhandlungen zum Ukrainekrieg beteiligte US-Verteidigungsstaatssekretär Dan Driscoll hat offenbar seinen Rücktritt eingereicht. Das Weiße Haus bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht des „Wall Street Journal“, wonach Driscoll im Zuge von Spannungen mit Verteidigungsminister Pete Hegseth zurückgetreten sei. Die Vize-Pressesprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, widersprach dem Bericht auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht.
Driscoll habe bei „historischen Militäreinsätzen herausragende Führungsqualitäten bewiesen“, erklärte Kelly. Er habe zudem „den Fokus wieder auf Einsatzbereitschaft und Kampfkraft gerichtet, bei den Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine mitgewirkt und vieles mehr geleistet“. Dadurch habe er im Verteidigungsministerium „maßgeblich dazu beigetragen, Präsident Trumps Agenda 'Make America Strong Again' voranzutreiben“.
Supreme Court: Trump darf Ballsaal weiterbauen
Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat Präsident Donald Trump erlaubt, den Bau seines umstrittenen Ballsaals im Weißen Haus fortzusetzen. In einer 5-4-Entscheidung, bei der Chief Justice John Roberts mit den drei Nein-Stimmen der von Demokraten nominierten Richter stimmte, kam die konservative Mehrheit der Verfassungsrichter zu dem Ergebnis, dass einer Gruppe von Denkmalschützern wohl die Befugnis fehle, den Bau des Ballsaals anzufechten. Daher würde der Trump-Regierung ein irreparabler Schaden entstehen, wenn die Bauarbeiten nun gestoppt würden. Die Verfassungsrichter äußerten sich nicht dazu, ob der Präsident seine Kompetenzen überschritt, als er den Ostflügel des Weißen Hauses ohne Zustimmung des Kongresses abreißen ließ.
Schon am Freitag hatte Roberts das Urteil einer Vorinstanz vorübergehend aufgehoben, in dem ein Baustopp verfügt worden war. Trump zeigte sich danach „dankbar“ für die Entscheidung des Obersten Gerichts und lobte den geplanten Komplex aus Ballsaal und Militärbunker als „großartigsten seiner Art“.
Ein Bundesberufungsgericht in Washington hatte zuvor entschieden, dass die Arbeiten vorerst nicht weitergehen dürfen. Die Richter beanstandeten vor allem, dass Trump den weitreichenden Umbau des Weißen Hauses ohne ausdrückliche Zustimmung des Kongresses begonnen hatte. Die Regierung habe „keine uneingeschränkte Befugnis“, das Weiße Haus „neu zu gestalten, umzugestalten und umzubauen, um den persönlichen Wünschen eines Präsidenten gerecht zu werden“.
Robert Dikomeit

Keine Akkreditierung für Bloomberg beim G20-Finanzministertreffen
Vor dem G20-Finanzministertreffen in North Carolina gibt es Probleme mit der Akkreditierung einzelner Journalisten, die Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in die USA begleiten. Das Bundesfinanzministerium habe sich bei der US-Regierung intensiv für die Zulassung der Journalisten von „New York Times“ und Bloomberg zu dem Treffen eingesetzt, hieß es aus Delegationskreisen. Die Akkreditierung des Berliner Korrespondenten der „New York Times“ sei zunächst abgelehnt worden. Er habe sie dann aber doch noch erhalten. Mit Blick auf die Nachrichtenagentur Bloomberg seien die Bemühungen aber erfolglos geblieben, obwohl die Bundesregierung auf hoher diplomatischer Ebene interveniert habe. Dieses Vorgehen gegenüber einer internationalen Nachrichtenagentur sei beispiellos und aus Sicht der Bundesregierung inakzeptabel, hieß es aus der Delegation.
Finanzminister Lars Klingbeil ist auf dem Weg in die USA, um in Asheville im Bundesstaat North Carolina an dem G20-Finanzministertreffen teilzunehmen. Dort will der SPD-Politiker mit seinen internationalen Amtskollegen darüber beraten, wie die Wirtschaft wieder in Schwung kommt.
Trump droht bekannter Journalistin mit Anzeige bei der Medienaufsicht
Aus Unzufriedenheit mit der Berichterstattung über die von ihm unterstützten Kandidaten bei den anstehenden Kongresswahlen im November hat US-Präsident Donald Trump einer bekannten Fernsehjournalistin mit einer Anzeige bei der Medienaufsicht gedroht. Kristen Welker, „die unbeliebte ‚Moderatorin‘ der einst angesehenen Sendung ‚Meet the Press‘“, habe behauptet, Trumps öffentlich bekundete Unterstützung republikanischer Kandidaten habe „gemischte Ergebnisse“ erzielt, schrieb Trump am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social. „Wie kann jemand, der für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk arbeitet, so etwas behaupten? Wegen dieser vorsätzlichen Falschdarstellung wird sie bei der FCC angezeigt, damit die Behörde sie rügt oder bestraft.“
Trump geht wiederholt gegen Medienschaffende vor. Er verklagte mehrere Zeitungen, darunter das „Wall Street Journal“ und die „New York Times“, und ordnete Kürzungen der staatlichen Finanzierung öffentlich-rechtlicher Sender an. Unter seiner Präsidentschaft verschärften Ministerien und Bundesbehörden wie das Pentagon und die Bundespolizei FBI zudem die Einschränkungen für Journalisten. Die vom Trump-Vertrauten Brendan Carr geführte Medienaufsicht FCC drohte Sendern mit dem Entzug ihrer Lizenzen.
Nutzer von Google Maps in den USA sehen nun „Lake America“
In den Vereinigten Staaten finden Nutzer des Onlinekartendienstes Google Maps den kanadisch-amerikanischen Grenzsee Lake Ontario künftig unter dem Namen „Lake America“. Grund ist ein Dekret von Präsident Donald Trump, mit dem der Name des Gewässers im Zuge des eskalierten Zollstreits mit Kanada geändert wurde. Google verwies darauf, dass die Umbenennung im offiziellen geographischen Namensregister der USA (GNIS) verzeichnet sei. Da Google Maps auf dieser Grundlage aktualisiert werde, werde der Ontariosee Nutzern in den USA künftig als „Lake America“ angezeigt. In Kanada bleibe es dagegen beim Namen „Lake Ontario“. Außerhalb der USA und Kanadas würden beide Bezeichnungen erscheinen.
Google Maps hatte bereits im vergangenen Jahr nach einem Dekret Trumps an dessen erstem Amtstag den Golf von Mexiko für US-Nutzer in „Gulf of America“ umbenannt. Ruft man den Kartendienst in Deutschland auf, wird dort weiterhin „Golf von Mexiko“ angezeigt, gefolgt von „Golf von Amerika“ in Klammern.
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