Van Aert gewann bei Vuelta verkürzte Hitze-Etappe, Kritik an Austragung


Radsport

Van Aert gewann bei Vuelta verkürzte Hitze-Etappe, Kritik an Austragung

Das Teilstück in Andalusien war aufgrund großer Hitze nur 110 Kilometer lang

Belgischer Radfahrer in grünem Trikot jubelt mit erhobenen Armen als Sieger der 15. Etappe der Vuelta a España 2026, gefolgt von zwei weiteren Fahrern im Ziel.
Am schnellsten im Ziel: Wout van Aert.

Palma del Río – Der Belgier Wout van Aert hat die aufgrund von großer Hitze verkürzte 15. Etappe der Vuelta für sich entschieden. Der 31-Jährige gewann das hügelige Teilstück von Palma del Rio nach Cordoba (110 km) im Sprint einer Fünfer-Ausreißergruppe. Die Spitze der Gesamtwertung blieb vor dem letzten Ruhetag unverändert. Felix Gall ist weiterhin 2:06 Minuten hinter dem Spanier Enric Mas Zweiter. Nur vier Sekunden hinter dem Osttiroler lauert der viermalige Vuelta-Champion Primož Roglič.

Der Rest ist bereits deutlicher abgehängt. Gall ist damit weiterhin auf einem guten Weg zum nächsten Podestplatz bei einer Grand Tour. Seinen ersten hatte er im Mai beim Giro d'Italia als Zweiter hinter Jonas Vingegaard erobert. In Spanien warten in der Schlusswoche ein für den im Kampf gegen die Uhr schwachen Gall schwieriges Einzelzeitfahren auf flachem Terrain, danach aber auch noch zwei auf ihn zugeschnittene Bergetappen.

"Was machen wir hier?"

Punktetrikot-Träger Van Aert feierte in Andalusien zwei Tage nach dem Erfolg in Loja seinen zweiten Tageserfolg bei der laufenden Spanien-Rundfahrt. Sein Visma-Teamkollege Matthew Brennan war bereits dreimal erfolgreich. Für Van Aert war der Sieg vor dem Italiener Alessandro Romele (Astana) und Landsmann Thibau Nys (Lidl) der insgesamt fünfte Vuelta-Etappenerfolg, bei der Tour de France hält er bei bereits zehn Etappentriumphen. Das Hauptfeld mit Gall und Co. erreichte das Ziel bei Temperaturen von über 40 Grad rund drei Minuten nach der Spitze.

Nach dem Rennen gab es auch Kritik. "Wir haben hier im Schnitt 41 Grad, zu Beginn des Anstiegs waren es 44 Grad. Da fragt man sich schon: 'Was machen wir hier eigentlich?'", sagte der Brite Matthew Brennan vom Team Visma und fügte an: "Es würde mich nicht wundern, wenn heute Abend einige Leute mit Hitzschlag im Krankenwagen nach Hause gebracht werden müssten."

Nach dem letzten Ruhetag am Montag warten noch zwei Bergankünfte und ein Einzelzeitfahren vor dem Vuelta-Finale am 13. September in Granada. (APA, sid, 6.9.2026)

Forum: 24 Postings

Ihre Meinung zählt.

Die Kommentare im Forum geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Benutzer:innen können diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.