Hartes Urteil über St. Pauli vor dem Liga-Start


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FC St. Pauli

„Sind auch zufrieden, wenn Sie Achter werden“: Ex-HSV-Profi lästert über St. Pauli

Simon Terodde (r., mit HSV-Sportchef Claus Costa) traut dem FC St. Pauli in dieser Saison nicht viel zu,
Witters

Die TV-Experten Felix Kroos und Simon Terodde trauen dem Kiezklub nicht viel zu. Wie sie ihre Einschätzung erklären – und wen sie vorne sehen.

In einer Woche geht es wieder los. Mit der Partie zwischen dem VfL Bochum und Hertha BSC startet die Zweitliga-Saison 2026/27. In einer Presserunde von RTL und Sky äußerten sich die Experten Felix Kroos und Simon Terodde zu ihren persönlichen Eindrücken in Bezug auf die einzelnen Klubs. Natürlich war auch der FC St. Pauli Thema. Viel wird dem Kiezklub nicht zugetraut.

Es war nicht überraschend, dass sich Felix Kroos und Simon Terodde in einem Punkt einig waren. Der VfL Wolfsburg müsse schon viel falsch machen, um nicht aufzusteigen, befanden die beiden Ex-Profis, die als TV-Experten für RTL und Sky die Saison betreuen werden. „Wenn ich sehe, wen die alles geholt haben“, staunte Terodde angesichts der Transfer-Ausgaben von weit mehr als 20 Millionen Euro für Fabian Reese (Hertha), Muhammed Damar (Hoffenheim), Fraser Hornby (Darmstadt), Hauke Wahl (St. Pauli), Robert Glatzel (HSV) und viele mehr. „Das gab es in den letzten Jahren so nicht.“ Kroos sah das genauso, mahnte aber auch: „Eigentlich können sie nur verlieren, weil alle mit ihnen rechnen. Das ist auch ein gewisser Druck.“

St. Pauli laut Terodde mit achtem Platz zufrieden 

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Genau diesen nimmt das Duo beim FC St. Pauli nicht wahr. „Da ist es nicht wichtig, ob man dann Zehnter wird“, urteilte Ex-HSV-Stürmer Terodde. „Die sind auch zufrieden, wenn sie einen guten Fußball spielen und Achter werden.“ Viel mehr traut er dem Kiezklub nicht zu. „Wenn ich mich in den letzten Wochen mit der 2. Liga beschäftigt habe, war bei mir nie im Kopf, dass St. Pauli oben mitspielen könnte.“

Simon Terodde spricht mit Mikrofon vor der Veltins-Arena in Gelsenkirchen.
Simon Terodde ist von St. Paulis Trainerwahl überrascht.
picture alliance/dpa/Revierfoto | Revierfoto

Terodde outete sich zwar als Befürworter, nach einem Abstieg nicht am alten Trainer festzuhalten. Von daher konnte er die Trennung von Alexander Blessin nachvollziehen, „aber dass die Wahl dann auf Marcel Rapp gefallen ist, war für mich schon überraschend. Klar, der hat mit Kiel mal den Aufstieg geschafft, aber das letzte Jahr bei Holstein war nicht so berauschend. Er ist dann ja auch im Abstiegskampf entlassen worden.“

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Mit dem neuen Coach beschäftigte sich Felix Kroos gar nicht, vielmehr schilderte er seinen Gesamteindruck. „Von den drei Absteigern sehe ich St. Pauli als schwächsten“, sagte er. Führungsspieler seien gegangen, etwas weggebrochen, „und ich glaube, dass sie durch den Abstieg eine negative Stimmung mit in die neue Saison nehmen werden“.

Kroos sieht auf St. Pauli Unruhe wegen Irvine zukommen

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Zwar sei mit Branimir Hrgota ein guter Transfer getätigt worden, „aber wenn ich mir den Kader so ansehe, dann steht St. Pauli für mich für nichts“. Dazu käme dann noch so etwas wie die unklare Zukunft von und das Gerede um Jackson Irvine: „Das sind jetzt schon Unruhen, die du nicht brauchst.“ Er habe kein so gutes Gefühl. „Ich bin ich da nicht so überzeugt, ehrlicherweise, dass sie aufsteigen. Jetzt reden wir nicht von Abstiegskampf, aber es wird meiner Meinung nach eher eine Saison, die langweilig wird.“

Was die nach Wolfsburg ambitioniertesten Mannschaften angeht, so hatten die beiden Experten unterschiedliche Auffassungen – außer bei einem Klub: Der 1. FC Heidenheim hat vor allem ob der Omnipräsenz von Coach Frank Schmidt für Kroos und Terodde gute Chancen, um die Rückkehr in die Beletage mitzuspielen. Terodde brachte noch seinen Ex-Verein VfL Bochum (mit Ex-Kiezkicker Karol Mets) ins Spiel, Kroos traut dem 1. FC Magdeburg den großen Wurf zu.

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