Vor Spiel bei Fortuna Düsseldorf: Die Kurve des 1. FC Saarbrücken zeigt nach unten


Vor Spiel bei Fortuna Düsseldorf Die Kurve des 1. FC Saarbrücken zeigt nach unten

Saarbrücken · Der Fußball-Drittligist holte aus den letzten fünf Spielen nur fünf Punkte und trifft am Samstag auf den Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf. Die große Frage vor dem Spiel: Wie gut hat der FCS bei der Lehrstunde gegen den MSV Duisburg aufgepasst?

16.10.2026 , 20:00 Uhr

FCS-Trainer Argirios Giannikis steht an der Seitenlinie und lässt enttäuscht den Kopf hängen.

FCS-Trainer Argirios Giannikis steht an der Seitenlinie und lässt enttäuscht den Kopf hängen.

Foto: IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Ralf Brueck

Eine Stimmungswende könnten sowohl der Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken als auch der kommende Gegner Fortuna Düsseldorf gerade erleben. Und die Ausgangslage könnte vor dem Gastspiel des FCS an diesem Samstag (14 Uhr) beim Zweitliga-Absteiger nicht unterschiedlicher sein.

Giannikis warnt vor dem „Aufstiegsfavorit Nummer eins“

Die Blau-Schwarzen sind mit neun Punkten aus den ersten vier Spielen gut in die Saison gestartet, die Fortuna hingegen schwach mit nur vier Zählern aus vier Partien. Doch in den vergangenen fünf Spielen fingen sich die Düsseldorfer, holten zehn Punkte und scheinen in Fahrt zu kommen. Der FCS hingegen schwächelte und sammelte nur fünf Zähler ein. Damit stehen beide Teams vor dem Abschluss der englischen Woche bei exakt 14 Punkten.

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Foto: 1. FC Saarbrücken

„Düsseldorf ist der größte Verein in der Liga. Und Aufstiegsfavorit Nummer eins“, erklärt FCS-Trainer Argirios Giannikis, dessen Teams sich von der 2:4-Heimniederlage gegen den MSV Duisburg von vor vier Tagen erholen muss. Die „Lehrstunde“, wie Außenverteidiger Niko Bretschneider nach der Niederlage sagte, sorgte für einen großen Dämpfer. Die leisen Hoffnungen, tatsächlich ganz oben mitzuspielen, haben sich erst einmal zerschlagen. Und prompt machten im Umfeld Gerüchte die Runde über Unstimmigkeiten zwischen Trainer Giannikis und einzelnen Spielern.

Nach spätem Sieg – kommt die Fortuna jetzt richtig in Fahrt?

Ganz anders sieht es bei der Fortuna aus. Die Düsseldorfer stehen als Überraschungs-Absteiger vom Start weg unter Aufstiegsdruck. Und vor dem Gastspiel bei Preußen Münster stand Trainer Alexander Ende bereits massiv unter Siegzwang. Die Rheinländer feierten am Mittwochabend einen späten 2:1-Auswärtssieg und bewahrten Ende womöglich vor der Entlassung. „Ich habe draußen einen Herzinfarkt bekommen, weil er so lange gewartet hat“, sagte Ende über Eric Hottmanns Siegtreffer in der 92. Minute. Der Stürmer ließ sich bei seinem Schuss aufs eigentlich leere Tor viel Zeit, um ganz sicherzugehen, dass die Kugel aus spitzem Winkel auch reingeht. Doch Hottmann traf und sorgte für große Jubelstürme bei der Fortuna – und für die Wende bei Ende? „Der Druck war immer da“, betonte der Trainer: „Die Erwartungshaltung ist groß, der Verein ist groß, die Sehnsucht ist groß. Das merkt man auch.“

Beim FCS ist die Erwartungshaltung traditionell immer hoch. Und nach der deutlichen Niederlage gegen Duisburg geht es für Giannikis darum, „den Lerneffekt versuchen mitzunehmen“. Der Trainer sieht das Spiel am Samstag in der Merkur-Spiel-Arena vor mehr als 30.000 Zuschauern als „nächsten Schritt“ in der Entwicklungskurve seines Teams. Düsseldorf sei „eine Mannschaft, die eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugend hat, die spielstark ist, die variabel agiert. Das werden wir versuchen einzudämmen“.

Staff hat „richtig Bock“ auf Düsseldorf

Verzichten muss der Trainer wieder auf Mittelfeldspieler Patrick Sontheimer, der mit einem Infekt weiter ausfällt. Ausgerechnet gegen das Topteam Duisburg feierte der erst 19-jährige Zac Shuaib sein Startelfdebüt. Doch auch er konnte wie Sebastian Vasiliadis zuvor beim 0:0 bei Fortuna Köln nicht überzeugen. Gegen Düsseldorf dürfte Shuaib aber wieder in der Startelf stehen. „Er hat seine Auf und Abs gehabt im Spiel. Ich habe ihn ziemlich stark gesehen im Laufe der zweiten Halbzeit, wo er auch seine Zweikämpfe gewonnen hat, wo er auch Chancen eingeleitet hat“, sagt Giannikis: „Er ist ein sehr spannender Junge, der viel laufen kann, der am Ball sehr gut ist, der aber natürlich weiter reifen muss in Körperlichkeit und in taktischer Ausführung unserer Muster.“

Ein anderer junger Spieler, der bislang immer in der Startelf stand, ist Stürmer Alexander Staff. Der 18-Jährige betont, die Niederlage gegen die Zebras sei „abgehakt“ und Düsseldorf ein „großer Name“. Auf den Staff „richtig Bock“ hat. Dann wird sich auch zeigen, wie gut der FCS bei der Lehrstunde gegen Duisburg aufgepasst hat – und wie sich die Stimmung im Team und im Umfeld weiter entwickelt.