Vorsicht beim Parken an Flughafen in NRW: Polizei warnt vor Gefahr


Stand: 31.07.2026, 18:07 Uhr

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Die Sommerferien in NRW haben begonnen. Wer mit dem Auto zum Flughafen fährt, sollte bei der Wahl des Parkservices genau hinschauen. Die Polizei warnt.

Düsseldorf – Koffer packen, Reisepass griffbereit, Auto am Flughafen abgeben – für viele Urlauber klingt das nach dem perfekten Start in die Ferien. Gerade weil die Bahn in diesem Sommer wieder mit Verspätungen und überfüllten Zügen kämpft, fahren viele Reisende selbst zum Flughafen. Doch an einem Flughafen in Nordrhein-Westfalen lauert eine Gefahr, vor der die Polizei nun ausdrücklich warnt: Dubiose Park-&-Fly-Anbieter, die Kundenfahrzeuge während der Abwesenheit ihrer Besitzer missbräuchlich nutzen. So könnte der Traumurlaub in einem Horrortrip enden.

Etihad Airways erhöht seine Flüge vom Düsseldorfer Flughafen nach Abu Dhabi.

Nach dem Urlaub erwartete ein Niederländer eine böse Überraschung (Symbol). © IMAGO / dieBildmanufaktur

Das Prinzip klingt praktisch: Reisende übergeben ihr Auto am Flughafen an einen Dienstleister, der es für die Dauer der Reise gegen eine Gebühr auf einem vereinbarten Stellplatz abstellt. Doch in Ratingen, unweit des Düsseldorfer Flughafens, häufen sich die Fälle, in denen Kunden ihr Fahrzeug mit unerklärlich hohem Kilometerstand oder sogar mit Unfallschäden zurückbekamen.

Dubiose Anbieter: Vorsicht beim Parken am Flughafen Düsseldorf

Besonders aufsehenerregend: Ein Niederländer kehrte aus seinem Urlaub zurück und musste feststellen, dass sein Citroën von Mitarbeitern des Parkservices für Privatfahrten genutzt worden war – mit erheblichem Schaden. Kein Einzelfall, wie die Polizei betont.

Bei einem Schwerpunkteinsatz im Mai 2026 kontrollierten Polizei und Zoll in Ratingen mehrere Fahrzeuge. Das Ergebnis war alarmierend: 26 Autos standen nicht wie vereinbart im Parkhaus, sondern wild im öffentlichen Straßenraum. Sieben Shuttle-Transporter fuhren Kunden zum Flughafen – ohne jede Genehmigung. Ein Fahrer stand unter Drogeneinfluss, ein Betreiber soll einen Kunden genötigt haben, und mehrere Anbieter verstießen gegen Mindestlohnvorschriften.

Die Polizei gibt klare Empfehlungen: Vor der Fahrzeugübergabe Fotos von Zustand und Kilometerstand machen. Seriöse Anbieter parken in registrierten Parkhäusern – nicht auf der Straße. Misstrauen ist angebracht bei ungewöhnlich günstigen Preisen oder undurchsichtigen Firmenstrukturen. Wer nach der Rückkehr Schäden oder Ungereimtheiten feststellt, sollte Anzeige erstatten.