Wann Sie 2027 weniger netto bekommen – und ab welchem Gehalt es Sie wirklich trifft


Stand: 30.09.2026, 07:30 Uhr

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Zu sehen ist eine Einkommensteuererklaerung

Viele Menschen könnten 2027 weniger netto bekommen. Entscheidend sind Gehalt, Sozialabgaben und Steuerklasse. So rechnen Sie nach. ©  IMAGO / Schöning

Viele Menschen werden 2027 weniger netto bekommen – aber betrifft es auch Sie? Woran es liegt und wie Sie nachrechnen können.

Wie viel bringt Ihnen die Steuerreform 2027 wirklich – und bringt sie Ihnen überhaupt etwas? In manchen Fällen bekommen Sie nächstes Jahr nämlich weniger netto.

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Dieser Artikel liegt IPPEN.MEDIA im Zuge einer Kooperation mit Finanztip, Deutschlands führendem Geldratgeber, vor – das Original zu diesem Beitrag „Wann Du 2027 weniger netto bekommst“ stammt aus dem wöchentlichen Finanztip Newsletter vom 25. September 2026.

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Damit Sie das für sich prüfen können, haben wir die geplanten neuen Beitragsbemessungsgrenzen bereits in unseren Rechner aufgenommen. Kalkulieren Sie jetzt durch, ob Sie 2027 mehr oder weniger rausbekommen. Und erledigen Sie dann eine wichtige Sache, um zu sparen.

Wer 2027 weniger rausbekommt

Die gute Nachricht: Bis 6.000 Euro brutto holen Sie 2027 voraussichtlich mehr raus. Ab rund 6.000 Euro brutto haben Sie nach unserer Berechnung 2027 in allen Steuerklassen auf jeden Fall weniger auf dem Konto, wenn Sie keine Kirchensteuer zahlen.

Mehr Netto gibt es darüber nur mit Kindern, wegen des höheren Kindergelds. Aber manchmal reicht auch das nicht aus, z. B. bei diesem Ehepaar mit 2 Kindern:

Dass weniger netto rausspringt, liegt an der jetzt veröffentlichten, geplanten Änderung der Beitragsbemessungsgrenzen. Also die Summen, ab denen Ihr Beitrag für Rente und Krankenversicherung nicht mehr steigt, wenn Sie mehr verdienen.

Die höheren Sozialversicherungsbeiträge fressen die Steuerersparnis schon ab einem Bruttogehalt von 6.000 Euro komplett auf.

So hoch sind die geplanten Bemessungsgrenzen

Bei der Krankenkasse und der Pflegeversicherung soll Ihr Beitrag 2027 erst ab 6.375 Euro brutto im Jahr nicht mehr steigen (2026: 5.812,50 Euro). Bei der Rente und der Arbeitslosenversicherung soll die Grenze auf 8.850 Euro brutto steigen (2026: 8.450 Euro).

Damit steigt die Grenze bei der Krankenversicherung deutlich stärker als üblich. Denn zusätzlich zur standardmäßigen Anpassung wurde sie um 300 Euro erhöht. Damit sollen Gutverdiener stärker zur Finanzierung der angeschlagenen Krankenkassen beitragen und Beitragserhöhungen für alle gebremst werden.

Die Inflation wird nicht ausgeglichen

Und dazu kommt noch die Inflation – denn die Bundesregierung wird zum ersten Mal in elf Jahren die sog. kalte Progression nicht ausgleichen.

Heißt: Freibeträge und Steuersätze passen sich nicht an die Inflation an. Ihr Geld wird also weniger wert, selbst wenn Sie etwas mehr verdienen.

Wieso jedes Gehalt noch schrumpfen könnte

Tatsächlich könnte Ihr Netto 2027 aber noch stärker schrumpfen. Aktuell gehen wir in unserem Rechner von 2,9 Prozent Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung aus. Ihr Beitragssatz kann aber höher liegen – und die Krankenkassenbeiträge könnten mit dem Jahreswechsel noch steigen.

Zwar sollen die Beiträge stabilisiert werden, das wird aus unserer Sicht aber schwer werden. Dann haben Sie weniger netto. Egal wie viel Sie verdienen.

Bereiten Sie sich deshalb schon mal vor, und schauen Sie, ob Sie 2027 mehr oder weniger netto bekommen – ganz einfach mit unserem Brutto-Netto-Rechner.

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