Würden Sie so viel für den ersten Ferrari Luce zahlen?


Warum jemand fast eine Million Euro für den E-Ferrari zahlen soll

Ferrari Luce Chassis 0

Der umstrittene Elektro-Ferrari Luce kostet schon serienmäßig ein Vermögen. Für das erste Exemplar dürfte jetzt sogar der doppelte Preis fällig werden.

Bild: RM Sotheby's

17. Juli 2026, 06:00 Uhr

Wer gibt freiwillig fast eine Million Euro für einen

Ferrari Luce

aus? Eine berechtigte Frage. Schließlich musste sich der erste vollelektrische

Ferrari

seit seiner Premiere

jede Menge Kritik

anhören. Puristen vermissen den V12-Sound und das typische Ferrari-Design, andere können sich einen Italiener mit Stecker schlicht nicht vorstellen.

Und trotzdem dürfte genau dieses Auto bald den Besitzer wechseln – für eine Summe, mit der man fast zwei reguläre Luce finanzieren könnte

Bei der Monterey-Auktion von

RM Sotheby's

am 15. August 2026 wird das erste Produktionsmodell des neuen Elektro-Ferrari versteigert. Das Fahrzeug trägt die Bezeichnung "Chassis 0". Schätzwert: mehr als 1,1 Millionen US-Dollar (950.000 Euro). Ein Mindestgebot besteht nicht.

Ferrari setzt auf Kontrast

Optisch unterscheidet sich der Auktions-Luce deutlich von den späteren Serienfahrzeugen. Ferrari hat das Fahrzeug über sein exklusives Tailor-Made-Programm individualisiert. Besonders auffällig ist die speziell für dieses Auto entwickelte Lackierung "Madreperla". Der seidenmatte Weißton erzeugt je nach Lichteinfall schimmernde Reflexe, die von Grün bis Violett reichen. Dazu kommen eigens gestaltete

Felgen

und maßgefertigte weiße Bremssättel.

Ferrari Luce Chassis 0

Der Luce mit der Bezeichnung "Chassis 0" weist eine dezente Art des Flipflop-Lacks auf, der nach Lichteinfall in unterschiedlichen Farben schimmert.

Bild: RM Sotheby's

Auch im Innenraum steht alles im Zeichen des Lichts. Statt klassischem Schwarz sollen helles Leder und graue Akzente für eine besonders luftige Atmosphäre sorgen.

Ferrari Luce Chassis 0

Der gesamte Innenraum ist mit hellem Leder ausgekleidet.

Bild: RM Sotheby's

Ob der Hammer tatsächlich bei umgerechnet knapp einer Million Euro fällt oder der Preis sogar noch höher ausfällt, bleibt abzuwarten. Die Erfahrungen mit seltenen Ferrari-Auktionen zeigen jedoch, dass historische Einzelstücke oft deutlich über den Erwartungen verkauft werden.

Zum Schluss noch ein starkes Kaufargument: Sämtliche Auktionserlöse fließen in Bildungsprojekte der Ferrari Foundation. Wer hier also tief in die Tasche greift, bekommt nicht nur den ersten Elektro-Ferrari der Geschichte, sondern unterstützt zugleich einen guten Zweck.

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