Alle 20 BMW Art Cars: Welche sind die berühmtesten?


Welches Art Car ist am berühmtesten?

Collage aus BMW Art Cars: BMW 3.0 CSL Alexander Calder, BMW M3 GT2 Jeff Koons und BMW M1 Gruppe 4 Andy Warhol

Zum ersten Mal sind alle 20 BMW Art Cars in einer Ausstellung vereint – in München. Das neuartige AUTO BILD-Ranking zeigt, welche am berühmtesten sind!

Bild: picture alliance / DPPI media und BMW; Collage: KI

29. Juli 2026, 06:00 Uhr

Nur 34 Tage lang werden sie vereint sein: Vom 29. Juli bis zum 31. August 2026 stehen alle 20

BMW

Art Cars gemeinsam in der BMW Welt in München. Jeder kann die Ausstellung besuchen, täglich zwischen 9 und 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Ihr Titel: "BMW Art Cars – 20 Artists, 50 Years of Innovation. Reunited at BMW Welt".

Welche der 20 BMW, die von renommierten Künstlern zu Kunstwerken gemacht wurden, begeistern die meisten Menschen? Welche sind am populärsten? Messen kann man das nicht – oder?

BMW Art Cars im Ranking: Alle 20 Kunstautos von Calder bis Mehretu

Drei BMW Art Cars von oben in einer Ausstellung, an der Wand eine große 50

50 Jahre BMW Art Cars, das ist der Anlass für eine ganze Reihe von Ausstellungen rund um die Welt, die in der Schau in München gipfelt.

Bild: BMW

AUTO BILD versucht mit einem neuen Verfahren, eine Reihenfolge zu ermitteln. Wir ermitteln einen Index, nach dem wir die Beliebtheit der BMW Art Cars sortieren.

So funktioniert der AUTO BILD-Popularitätsindex

So funktioniert der AUTO BILD-Popularitätsindex

Frage

Antwort

Was misst der Popularitätsindex?

Er bewertet die digitale Sichtbarkeit der 20 BMW Art Cars – also nicht, welches Auto den Menschen am besten gefällt.

Welche Popularitätssignale fließen ein?

Berücksichtigt werden die Auffindbarkeit in Suchmaschinen, die Menge und Qualität redaktioneller Berichte, die Präsenz auf Kunst-, Museums- und Sammlungsseiten, die Verbreitung von Bildern und Videos sowie die Resonanz auf Social Media. Hinzu kommen die Bekanntheit von Künstler und Fahrzeug, die Motorsportgeschichte und die Frage, wie stark das jeweilige Art Car von BMW aktuell präsentiert wird – etwa in Ausstellungen, Filmen oder Sonderkollektionen.

Wie entsteht die Punktzahl?

Die Signale werden bewertet, gewichtet und zu einem Gesamtwert zusammengeführt. Der Spitzenreiter erhält 100 Punkte; die Werte der übrigen Autos zeigen ihren Abstand zum Sieger. Für Recherche und Berechnung haben wir KI zu Hilfe genommen.

Ist das eine repräsentative Beliebtheitsumfrage?

Nein. Der Index misst Aufmerksamkeit und Auffindbarkeit im Netz, nicht persönliche Vorlieben.

Welche Verzerrungen sind möglich?

Neue Art Cars profitieren von aktueller Berichterstattung und Social Media, ältere von jahrzehntelang gewachsener Bekanntheit. Auch die unterschiedliche Berühmtheit der Künstler und die Kommunikationsarbeit von BMW beeinflussen das Ergebnis.

Wie verbindlich ist die Rangfolge?

Sie ist eine begründete Momentaufnahme, keine unumstößliche Wahrheit. Besonders bei kleinen Punktabständen liegen benachbarte Plätze praktisch dicht beieinander.

Und hier sind die Ergebnisse, vom kaum beachteten Kunstwerk bis hin zum Superstar auf Rädern:

Platz 20: BMW 535i von Matazo Kayama (1990)

BMW Art Car Collection 2012 London, BMW 535i von Matazo Kayama (1990)

BMW 535i (E34) von Matazo Kayama: 29 Punkte. Außerhalb Japans das wohl unbekannteste Art Car.

Bild: BMW

Über den Wagen sind solide Einzeldarstellungen auffindbar, darunter BMW-Material, ein Spezialbeitrag und Modellautoangebote. Eine breite eigenständige Medienresonanz ist dagegen kaum erkennbar.

Matazo Kayama an seinem BMW Art Car BMW 535i

Matazō Kayama (1927 bis 2004) war ein japanischer Maler und Professor an der Kunsthochschule Tokio.

Bild: BMW

Fun Fact: Kayamas

5er

sieht aus, als sei er lackiert – tatsächlich arbeitete der japanische Künstler auch mit traditionellen Techniken und Materialien, die an japanische Lackkunst und Blattmetall erinnern. So trifft fernöstliches Kunsthandwerk auf eine deutsche Business-Limousine.

Platz 19: BMW M3 GTR von Sandro Chia (1992)

BMW Art Car Collection 2012 London: BMW M3 GTR von Sandro Chia (1992)

BMW M3 GTR von Sandro Chia (1992): 32 Punkte. Unter Kennern bekannt, geringe eigenständige Medienpräsenz.

Bild: BMW

Chias

BMW M3

GTR fällt mit seinen vielen bunten Gesichtern sofort ins Auge. Das macht ihn fotogen und Social-Media-tauglich; der Künstlername dürfte außerhalb der Kunstszene jedoch weniger Zugkraft entwickeln als das spektakuläre Auto.

BMW zeigte den Wagen 2025/26 prominent in einer Sonderausstellung zum 50. Geburtstag der 3er-Reihe.

Sandro Chia am Art Car BMW M3 GTR

Der Maler und Konzeptkünstler Sandro Chia, geboren 1946, stammt aus Italien und lebt seit den 1980er-Jahren auch in New York.

Bild: BMW

Fun Fact: Unter Chias vielen Gesichtern steckt kein gewöhnlicher BMW M3. Basis ist ein einmaliger Rennsport-Prototyp für das geplante Klasse-1-Reglement der DTM. Das Rennprojekt wurde aufgegeben – und der kostspielig entwickelte Prototyp stattdessen zum Kunstwerk.

Platz 18: BMW M3 Gruppe A von Michael Jagamara Nelson (1989)

BMW M3 Gruppe A von Michael Jagamara Nelson (1989)

BMW M3 Gruppe A (E30) von Michael Jagamara Nelson: 36 Punkte. Visuell stark, namentlich relativ schwer auffindbar.

Bild: BMW

Der BMW M3 ist optisch äußerst auffällig, leidet bei Suchanfragen jedoch schon an den unterschiedlichen Schreibweisen des Namens: Mal wird er Jagamara geschrieben, mal Jagamarra und mal Jakamarra. Die unterschiedlichen Schreibweisen verteilen das gemessene Suchvolumen auf mehrere Namensvarianten. Selbst die Quellen verwenden verschiedene Varianten.

Michael Jagamara Nelson / Michael Nelson Jakamarra am BMW E30

Der Maler Michael Jagamara Nelson (1946 oder 1949 bis 2020), auch Michael Nelson Jakamarra genannt, gestaltete das 196 Quadratmeter große Mosaik am australischen Parlament. Er stammte von australischen Ureinwohnern ab.

Bild: BMW

Fun Fact: Nelson verstand das Auto als Landschaft aus der Vogelperspektive. In seinen komplexen traditionellen Mustern verstecken sich unter anderem Wasser, ein Känguru und ein Opossum.

BMW Art Cars: Die wichtigsten Fragen und Antworten

BMW Art Cars: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Frage

Antwort

Was sind BMW Art Cars?

BMW Art Cars sind Fahrzeuge, die von international bekannten Künstlern als Kunstwerke gestaltet wurden. Die Reihe existiert seit 1975.

Wie viele BMW Art Cars gibt es?

Zur offiziellen BMW Art Car Collection gehören 20 Fahrzeuge aus den Jahren 1975 bis 2024.

Welches war das erste BMW Art Car?

Ein BMW 3.0 CSL, den Alexander Calder 1975 gestaltete. Das Auto startete anschließend bei den 24 Stunden von Le Mans.

Welches ist das jüngste BMW Art Car?

Der BMW M Hybrid V8 von Julie Mehretu aus dem Jahr 2024.

Welche sind die bekanntesten BMW Art Cars?

Als Ikonen gelten vor allem die Fahrzeuge von Alexander Calder, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Julie Mehretu und Jeff Koons.

Welche BMW Art Cars fuhren in Le Mans?

Unter anderem die Art Cars von Calder, Stella, Lichtenstein, Warhol, Holzer, Koons und Mehretu starteten beim berühmten 24-Stunden-Rennen.

Sind BMW Art Cars immer Rennwagen?

Nein. Die Sammlung umfasst Rennwagen, Serienautos, Sportwagen, Luxuslimousinen und experimentelle Prototypen.

Wo sind 2026 alle BMW Art Cars gemeinsam zu sehen?

Vom 29. Juli bis 31. August 2026 werden erstmals alle 20 BMW Art Cars zusammen in der BMW Welt in München ausgestellt.

Kostet die BMW-Art-Car-Ausstellung Eintritt?

Nein. Der Eintritt ist frei. Führungen können kostenpflichtig sein.

Platz 17: BMW M3 Gruppe A von Ken Done (1989)

BMW Art Caar BMW M3 Gruppe A von Ken Done (1989)

BMW M3 (E30) Gruppe A von Ken Done: 39 Punkte. Vor allem in Australien präsent.

Bild: picture alliance / imageBROKER

Das Fahrzeug bekommt durch Australien und aktuelle Reminiszenzen Rückenwind: Beim Zwölf-Stunden-Rennen von Bathurst 2026 startete das Team WRT mit einem BMW

M4

GT3 EVO, dessen Sonderlackierung Ken Dones BMW M3 Art Car von 1989 zitierte – kein offizielles Art Car, sondern eine Hommage. Die Nachfrage nach dem Original ist aber eher regional.

Ken Done am BMW Art Car BMW M3 Gruppe A

Der Maler und Designer Ken Done (geboren 1940) arbeitete für Unicef und gestaltete für die Weltausstellung in Brisbane (Australien) die Fassade des UN-Pavillons Children of the World.

Bild: BMW

Fun Fact: Done und Nelson gestalteten 1989 unabhängig voneinander zwei Exemplare desselben Rennwagen-Typs. Done wollte dabei nicht etwa ein kompliziertes Kunstprogramm abbilden, sondern nach eigener Aussage die Freude an der Geschwindigkeit und die Brillanz der Maschine ausdrücken.

Platz 16: BMW Z1 von A. R. Penck (1991)

BMW Art Car BMW Z1 von A. R. Penck (1991)

BMW Z1 von A. R. Penck: 41 Punkte. Bekanntes Modell, aber vergleichsweise wenig Berichterstattung.

Bild: BMW

Pencks roter

BMW Z1

verbindet ein begehrtes Kultauto mit seiner unverwechselbaren Zeichen- und Strichmännchensprache. Der seltene Roadster hilft bei der Aufmerksamkeit – trotzdem bleibt Penck im internationalen Vergleich ein eher europäischer Künstlername.

A. R. Penck an seinem BMW Z1 Art Car

Der deutsche Maler, Grafiker, Bildhauer und Jazzmusiker A. R. Penck (1939 bis 2017, eigentlich Ralf Winkler) wurde 1980 aus der DDR ausgebürgert. 1995 wurde in Dresden eine 2,5 Tonnen schwere Bronzeplastik von ihm aufgestellt.

Bild: BMW

Fun Fact: Penck war der erste deutsche Künstler in der offiziellen Art-Car-Reihe. Seine urtümlich wirkenden Strichfiguren und Zeichen trafen ausgerechnet auf den futuristischen Z1 mit Türen, die elektrisch in den Seitenschwellern verschwinden.

Platz 15: BMW 730i von César Manrique (1990)

BMW Art Car BMW 730i von César Manrique (1990)

BMW 730i (E32) von César Manrique: 44 Punkte. Große regionale Bekanntheit, mäßige globale Auto-Reichweite.

Bild: BMW

Manriques BMW 730i ist farbenfroh, schwungvoll und ausgesprochen fotogen. Seine Bekanntheit als prägender Künstler Lanzarotes dürfte allerdings nicht immer auf die Suche nach seinem BMW durchschlagen; zudem war der

7er

ausschließlich Ausstellungsstück und kein Rennwagen.

César Manrique signiert sein BMW Art Car BMW 730i

Der spanische Maler und Bildhauer César Manrique Cabrera (1919 bis 1992) ist vor allem Lanzarote-Urlaubern bekannt, denn in seiner Heimat ließ er moderne Gebäude aus traditionellen Materialien erbauen.

Bild: BMW

Fun Fact: Manriques 7er sollte aussehen, als gleite er mühelos und ohne Widerstand dahin. Wirklich überprüfen ließ sich das allerdings nicht: Der BMW war ausschließlich als Ausstellungsstück vorgesehen und wurde weder im Straßenverkehr noch im Rennen eingesetzt.

Platz 14: BMW 635 CSi von Ernst Fuchs (1982)

BMW Art Car BMW 635 CSi von Ernst Fuchs (1982)

BMW 635 CSi (E24) von Ernst Fuchs: 46 Punkte. Im deutschsprachigen Raum stärker als international.

Bild: Christoph Börries / AUTO BILD

Fuchs' BMW 635 CSi trägt mit "Feuerfuchs auf Hasenjagd" einen einprägsamen eigenen Titel und bietet kräftige Farben sowie eine klare Bildergeschichte. Das Wortspiel mit seinem Nachnamen ist in anderen Sprachen erklärungsbedürftig.

Ernst Fuchs arbeitet an seinem BMW Art Car BMW 635 CSi

Der österreichische Maler, Grafiker, Bildhauer, Komponist und Autor Ernst Fuchs (1930 bis 2015) gilt als einer der Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Bild: BMW

Fun Fact: Dieses Art Car besitzt einen richtigen Werktitel, "Feuerfuchs auf Hasenjagd". Im BMW-Archiv finden sich sogar Aufnahmen, auf denen Fuchs den Wagen 1982 bei einer Veranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des deutschen "Playboy" signiert.

Platz 13: BMW M6 GT3 von Cao Fei (2017)

Cao Fei an ihrem BMW Art Car BMW M6 GT3

Die chinesische Medienkünstlerin Cao Fei (geboren 1978) verknüpft Videokunst mit 3D-Animationen und arbeitet mit Virtueller Realität.

Bild: BMW

Cao Feis schwarzer

BMW M6

GT3 wirkt auf normalen Fotos zunächst erstaunlich zurückhaltend: Das eigentliche Werk umfasst auch Video und Augmented Reality mit farbigen Lichtströmen. Dieses digitale Konzept ist kunsthistorisch stark, lässt sich aber in klassischen Bildern und Suchtreffern schwerer vermitteln. Eine aktuelle Kollektion von BMW und Puma verschafft dem Art Car zusätzliche Sichtbarkeit.

Fun Fact: Wer nur das mattschwarze Auto betrachtet, sieht nicht das ganze Kunstwerk. Dazu gehören ein Film und eine Augmented-Reality-Anwendung, die virtuelle farbige Lichtwirbel um den Wagen erscheinen lässt. Man lädt die App von Cao Fei (nur für iPhone und iPad) und betrachtet das Auto nur durch die Kamera des Gerätes – dann sieht man bunte Bänder neben und vor allem über dem Auto, die die Farbe wechseln. Je näher man an den Bändern ist, desto cooler der 3D-Effekt. Das erste digitale Art Car der Sammlung.

Platz 12: BMW M6 GTLM von John Baldessari (2016)

BMW Art Car BMW M6 GTLM von John Baldessari (2016)

BMW M6 GTLM (F13) von John Baldessari: 51 Punkte. Rennsportlich attraktiv, als Art Car eher Spezialistenstoff.

Bild: BMW

Baldessaris BMW M6 GTLM ist mit großen Farbflächen, einem roten Punkt und dem Schriftzug äußerst plakativ. Rennwagenoptik und einfache Bildidee funktionieren auch auf kleinen Smartphone-Fotos; zusätzliche Aufmerksamkeit brachte 2025 die Präsentation an der Neuen Nationalgalerie in Berlin.

John Baldessari arbeitet an seinem BMW Art Car BMW M6 GTLM

Der US-amerikanische Konzept- und Medienkünstler John Baldessari (1931 bis 2020) gestaltete 2017 ein 176 Quadratmeter (!) großes Bild für die Wiener Staatsoper.

Bild: BMW

Fun Fact: Nummer 19 kam vor Nummer 18: Baldessaris Art Car wurde bereits 2016 enthüllt, Cao Feis offiziell als Nummer 18 geführtes Auto erst 2017. Baldessari machte es sich denkbar einfach und schrieb dem Rennwagen groß "FAST" auf die Seite – falls jemand den Zweck des Geräts übersehen hatte.

Platz 11: BMW H2R von Olafur Eliasson (2007)

BMW Art Car BMW H2R von Olafur Eliasson (2007)

BMW H2R von Olafur Eliasson: 55 Punkte. Berühmter Künstler, außergewöhnliches Installationsobjekt. Die Eisskulptur verdeckt größtenteils das Auto darunter, hier sehen wir das Lenkrad.

Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD

Eliassons vereister BMW H2R ist das vielleicht radikalste Werk der Sammlung – eher Rauminstallation als bemaltes Auto. Die spektakuläre Inszenierung weckt Neugier, der Aufwand der Präsentation begrenzt aber die öffentliche Sichtbarkeit: Seit der Premiere 2007 wurde das vollständige "eingefrorene" Werk laut BMW bisher nur dreimal öffentlich gezeigt, jetzt in der BMW Welt in München zum vierten Mal.

Olafur Eliasson 2008 mt dem damaligen BMW-Chef Norbert Reithofer an der Eisskulptur

Olafur Eliasson (Mitte) 2008 mit dem damaligen BMW-Chef Norbert Reithofer.

Bild: picture alliance / Associated Press

Fun Fact: Der isländisch-dänische Künstler Eliasson entfernte die Karosserie des Wasserstoff-Rekordwagens; die Außenhülle ersetzte er durch eine Haut aus zwei übereinanderliegenden Metallnetzen, die von mehreren Eisschichten überzogen sind. Die vollständige eingefrorene Installation steht in einem tiefgekühlten Ausstellungsraum. Jetzt (2026) in München dürfen sich höchstens fünf Menschen gleichzeitig darin aufhalten.

Ólafur Elíasson arbeitet mit einer elektrischen Säge an der Eisskulptur

Ólafur Elíasson (geboren 1967), dänischer Künstler isländischer Herkunft, bearbeitet das Eis mit einer Säbelsäge. Er lebt seit 1994 in Berlin. Er erschafft vor allem große Installationen im öffentlichen Raum, zum Beispiel in München, Hamburg und Greifswald.

Bild: BMW

Platz 10: BMW 525i von Esther Mahlangu (1991)

BMW Art Car BMW 525i von Esther Mahlangu (1991)

BMW 525i (E34) von Esther Mahlangu: 58 Punkte. Hoher Wiedererkennungswert durch Ndebele-Muster.

Bild: picture alliance / Photoshot

Mahlangus BMW 525i punktet mit kräftigen Farben, klaren geometrischen Mustern und einer starken Geschichte: 1991 gestaltete sie als erste Frau und erste afrikanische Kunstschaffende ein offizielles BMW Art Car. Retrospektiven und neuere BMW-Projekte halten sowohl den Wagen als auch ihre Ndebele-Bildsprache aktuell.

Esther Mahlangu an ihrem BMW Art Car BMW 525i

In der Tradition des Ndebele-Volks bemalen die Frauen die Hausfassaden mit geometrischen Mustern. Die südafrikanische Malerin Esther Mahlangu (geboren 1935) malte sie auch auf den BMW 5er, auf ein Flugzeug, einen Fiat 500, auf Schuhe und Gefäße.

Bild: picture alliance / Associated Press

Fun Fact: Weil eine Autokarosserie für sie ein ungewohnter Malgrund war, übte Mahlangu zunächst an einer einzelnen BMW-Tür.

Platz 9: BMW V12 LMR von Jenny Holzer (1999)

BMW Art Car BMW V12 LMR von Jenny Holzer von schräg vorn

BMW V12 LMR von Jenny Holzer: 61 Punkte. Spektakuläres Le-Mans-Auto, spröderes Erscheinungsbild.

Bild: picture alliance / imageBROKER

Holzers weißer BMW V12 LMR ist optisch kühler als die farbenfrohen Konkurrenten, wird durch Sätze wie "PROTECT ME FROM WHAT I WANT" aber sofort wiedererkennbar. Konzeptkunst, klare Typografie und Le-Mans-Rennwagen ergeben ein starkes Gesamtpaket – allerdings weniger bunt und damit auf Social Media nicht ganz so laut.

Jenny Holzer signiert ihr BMW Art Car BMW V12 LMR

Jenny Holzer (geboren 1950) ist eine US-amerikanische Konzept- und Medienkünstlerin. International bekannt wurde sie mit provokanten Textarbeiten und LED-Installationen im öffentlichen Raum; 1990 vertrat sie die USA auf der Biennale von Venedig und erhielt den Goldenen Löwen.

Bild: BMW

Fun Fact: Phosphoreszierende Konturen an Holzers Rennwagen ließen die Schrift im Dunkeln nachleuchten.

Platz 8: BMW 635 CSi von Robert Rauschenberg (1986)

BMW Art Car BMW 635 CSi (E24) von Robert Rauschenberg

BMW 635 CSi (E24) von Robert Rauschenberg: 65 Punkte. Stark im Kunstbetrieb, weniger im Auto-Mainstream.

Bild: BMW

Ein Sonderfall: Robert Rauschenbergs 635 CSi besitzt eine stärkere Position, als man aus reiner Auto-Perspektive vermuten könnte. Das Fahrzeug wird von der Rauschenberg Foundation dokumentiert und wurde in vielbesuchten Kunstausstellungen präsentiert.

Robert Rauschenberg arbeitet an seinem BMW Art Car BMW 635 CSi

Robert Rauschenberg (1925 bis 2008) war ein US-amerikanischer Maler, Grafiker und Objektkünstler. Er gilt als Wegbereiter der Pop Art und wurde durch seine "Combines" berühmt, in denen er Malerei mit Alltagsgegenständen verband.

Bild: BMW

Das hebt ihn im kulturellen Bereich weit nach oben. Bei einem ausschließlich autobegeisterten Publikum würde er vermutlich hinter Holzer, Mahlangu oder Baldessari zurückfallen.

Fun Fact: Anders als viele BMW Art Cars war Rauschenbergs 635 CSi kein Le-Mans-Rennwagen, sondern ein Seriencoupé. Auf seine Karosserie brachte der Künstler fotografische Motive – das Auto wirkt dadurch eher wie eine rollende Collage als wie ein klassisch bemalter Wagen.

Platz 7: BMW M Hybrid V8 von Julie Mehretu (2024)

BMW Art Car BMW M Hybrid V8

BMW M Hybrid V8 von Julie Mehretu: 67 Punkte. Das jüngste und aktuellste Art Car.

Bild: picture alliance / Cover Images

Julie Mehretus M Hybrid V8 bekommt einen deutlichen Aktualitätsbonus:

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Modellauto BMW Art Car Julie Mehretu

Modellauto BMW Art Car Julie Mehretu

Modellautos BMW Art Car Julie Mehretu

Aber: Der Wagen hat noch keinen über Jahrzehnte gewachsenen kulturellen Nachhall. Deshalb landet er nicht automatisch unter den ersten fünf. Eine Momentaufnahme nur für 2024 bis 2026 dürfte ihn deutlich weiter oben zeigen; eine historische Gesamtbetrachtung eher auf den Plätzen sechs bis acht.

Julie Mehretu an ihrem BMW Art Car

Julie Mehretu (geboren 1970) ist eine in Äthiopien geborene US-amerikanische Malerin. Ihre großformatigen, vielschichtigen Abstraktionen gehören zu den bedeutendsten Werken der Gegenwartskunst.

Bild: BMW

Fun Fact: Mehretu entwarf nicht einfach ein separates Muster für den Rennwagen. Die Grafik entstand aus ihrem großformatigen Gemälde "Everywhen" – und wenige Wochen nach der Fertigstellung fuhr das Kunstwerk bereits beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Platz 6: BMW 3.0 CSL von Frank Stella (1976)

Frank Stella mit der Maquette und dem originalen BMW Art Car

Frank Stella (1936 bis 2024) war ein US-amerikanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Als Vertreter des Minimalismus und der Hard-Edge-Malerei wurde er bereits mit 23 Jahren durch seine "Black Paintings" bekannt.

Bild: BMW

Stellas BMW 3.0 CSL ist kunsthistorisch wichtig und unverwechselbar. Seine schwarz-weiße Rastergrafik ist auf Social Media weniger "laut" als die farbigen Autos der direkten Konkurrenten. BMW hält umfangreiches historisches Film- und Interviewmaterial zu seinem 3.0 CSL vor.

BMW Art Car BMW 3.0 CSL (E9) von Frank Stella

BMW 3.0 CSL (E9) von Frank Stella: 69 Punkte. Grafisch markant und kunsthistorisch stark.

Bild: Fred Roschki / AUTO BILD

Fun Fact: Das schwarze Linienraster erinnert nicht zufällig an technisches Zeichenpapier – Stella wollte die Formen des Autos wie auf einer überdimensionalen Bauzeichnung sichtbar machen. Auf seinem extrem schnellen CSL wirkt das fast wie Millimeterpapier mit Turbolader.

Platz 5: BMW 850 CSi von David Hockney (1995)

David Hockney an seinem BMW Art Car BMW 850 CSi

BMW 850 CSi (E31) von David Hockney: 74 Punkte. Weltstar trifft Traumcoupé.

Bild: picture alliance / United Archives

Hockney profitiert stark von seinem weltweiten Künstlernamen – und vom 850 CSi, einem der begehrtesten BMW der 1990er-Jahre. Das Auto ist allerdings als Renn- oder Popkulturmotiv weniger präsent als Warhol, Calder, Lichtenstein und Koons.

David Hockney bemalt den BMW 8er, ein Dackel ist dabei

David Hockney (1937 bis 2026) zählt zu den bedeutendsten britischen Künstlern der Gegenwart. Berühmt wurde er mit seinen farbenfrohen Gemälden kalifornischer Swimmingpools; seit den 2000er-Jahren arbeitet er auch intensiv mit digitalen Zeichen- und Maltechniken.

Bild: BMW

Fun Fact: Hockney malte den

8er

so, als könne man durch seine Karosserie hindurchsehen: Motor, Ansaugung, Fahrer und sogar ein Dackel auf dem Rücksitz erscheinen außen auf dem Auto. Für seine eigenen Dackel erhielt Hockney laut supercarnostalgia.com zudem einen 850 CSi mit einem speziellen Sitz, von dem aus die Hunde aus dem Fenster schauen konnten.

Platz 4: BMW M3 GT2 von Jeff Koons (2010)

BMW Art Car BMW M3 GT2 von Jeff Koons

BMW M3 GT2 von Jeff Koons: 80 Punkte. Modernes, extrem fotogenes und berühmtes Rennauto.

Bild: BMW

Der M3 GT2 hat alles, was online hilft: ein aggressives Rennfahrzeug, leuchtende Farben, einen international bekannten Künstler und eine Lackierung, die auch als kleines Vorschaubild schon knallt.

Jeff Koons am Heck seines BMW Art Car BMW M3 GT2

Jeff Koons (geboren 1955) ist ein US-amerikanischer Künstler, dessen Werke regelmäßig Rekordpreise erzielen. Bekannt wurde er vor allem durch überdimensionierte Edelstahlskulpturen wie die Serie "Balloon Dog", von denen Exemplare auch in Deutschland ausgestellt wurden.

Bild: BMW

Fun Fact: Die Startnummer 79 war eine Verbeugung vor Warhols M1 von 1979. Der Koons-BMW fuhr 2010 in Le Mans, lag zeitweise auf dem sechsten Rang, fiel jedoch mit einem technischen Defekt aus.

Platz 3: BMW 320i Turbo von Roy Lichtenstein (1977)

BMW Art Car BMW 320i Turbo (E21) von Roy Lichtenstein

BMW 320i Turbo (E21) von Roy Lichtenstein: 86 Punkte. Pop-Art-Ikone mit Rennerfolg.

Bild: Fred Roschki / AUTO BILD

Der Lichtenstein-BMW ist möglicherweise das harmonischste Paket aus berühmtem Künstler, sofort erkennbarem Stil, spektakulärem Rennwagen und echter Motorsportgeschichte. Er wurde 1977 in Le Mans Neunter insgesamt und Zweiter in der IMSA-Kategorie. Das Werkverzeichnis der Roy Lichtenstein Foundation dokumentiert ihn als eigenständige Arbeit; eine Art-Car-Spezialseite bezeichnet ihn ausdrücklich als eines der populärsten Fahrzeuge der Sammlung.

Roy Lichtenstein im Atelier mit Bildern, er arbeitet an der Maquette zum BMW Art Car BMW 320i turbo

Roy Lichtenstein (1923 bis 1997) war ein US-amerikanischer Maler und einer der Hauptvertreter der Pop Art. Sein Markenzeichen waren großformatige Bilder im Stil von Comics mit den typischen Ben-Day-Rasterpunkten.

Bild: BMW

Fun Fact: Die berühmten Rasterpunkte sind nur ein Teil der Geschichte. Die gelben Linien stellen eine auf- und untergehende Sonne dar – passend zum Tag-und-Nacht-Rhythmus des 24-Stunden-Rennens von Le Mans, bei dem der BMW tatsächlich startete.

Platz 2: BMW 3.0 CSL von Alexander Calder (1975)

Schwarzweißfoto: Alexander Calder an seinem BMW Art Car BMW 3.0 CSL

Alexander Calder (1898 bis 1976) war ein US-amerikanischer Bildhauer. Weltberühmt wurde er als Erfinder der filigranen beweglichen Skulpturen, der sogenannten Mobiles; eine seiner Großplastiken steht vor dem UNESCO-Hauptsitz in Paris.

Bild: BMW

Knapp vor Lichtensteins Dreier-BMW: Der Calder-BMW liegt sehr weit vorn, weil er das erste Art Car überhaupt war – praktisch das Ur-Art-Car. Die Calder Foundation führt ihn als eigenes Werk; zugleich war er der Ausgangspunkt der gesamten Reihe.

BMW Art Car BMW 3.0 CSL (E9) von Alexander Calder

BMW 3.0 CSL (E9) von Alexander Calder: 91 Punkte. Das historische Original.

Bild: picture alliance / DPPI media

Fun Fact: Die ganze Art-Car-Geschichte war ursprünglich gar nicht als Serie geplant. Initiator Hervé Poulain wollte schlicht mit einem von einem Künstler gestalteten Rennwagen in Le Mans antreten – Calders bunter CSL wurde beim Publikum sehr populär, und BMW machte weiter.

Uuuund Platz 1: BMW M1 Gruppe 4 von Andy Warhol (1979)

Andy Warhol am Heck des BMW Art Car BMW M1, während er das Auto bemalt

Andy Warhol (1928 bis 1987) war ein US-amerikanischer Künstler, Filmemacher und Mitbegründer der Pop Art. Ikonen wie Marilyn Monroe, Elvis Presley oder die Campbell's-Suppendose machten ihn zu einem der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Bild: BMW

Das Warhol-Auto bringt gleich mehrere Popularitätsverstärker zusammen:

BMW Art Car BMW M1 Gruppe 4 von Andy Warhol

BMW M1 (E26) Gruppe 4 von Andy Warhol: 100 Punkte. Der klare Gesamtsieger.

Bild: BMW

Auch BMW hält den Warhol-M1 für den üblichen ersten Gedanken beim Stichwort Art Car. Damit dürften sie nicht falschliegen.

BMW Art Car Ausstellung

Die Kombination aus dem Über-BMW mit Lamborghini-Geschichte, einem der berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts und den spektakulären Auftritten in Kunst und Motorsport ist bisher ungeschlagen.

Bild: BMW

Fun Fact: Warhol bemalte den echten M1 selbst – und war, so wird kolportiert, nach 28 Minuten fertig. Eigentlich wollte er sogar noch schneller sein; das anwesende Filmteam soll ihn gebeten haben, sich mehr Zeit zu lassen.

Das ganze AUTO BILD-Ranking der BMW Art Cars

Hier noch einmal zusammengefasst:

Schon in den 80er-Jahren war es schwierig, alle existierenden BMW Art Cars zusammenzubringen – dabei waren es nur sechs. Hier fehlt der BMW 6er von Ernst Fuchs. Von links nach rechts: Rauschenberg, Lichtenstein, Warhol, Stella, Calder.

Bild: BMW

BMW Art Car World Tour: Der lange Weg zur Ausstellung mit allen 20

Seit März 2025 haben die Art Cars fleißig Kilometer gesammelt – nicht auf eigener Achse, sondern in Transportboxen. Denn seitdem werden sie auf fünf Kontinenten ausgestellt, im Rahmen der "BMW Art Car World Tour". Anlass war der 50. Jahrestag des ersten BMW Art Cars.

Mit 60 Stationen in mehr als 30 Ländern erreichten die reisenden BMW Art Cars bereits mehr als zwei Millionen Besucher, berichtet BMW. Einzelne Autos standen in Johannesburg, Hongkong, Istanbul, Dubai, Izmir, Shanghai, Bodrum (Türkei), Rovinj (Kroatien), Cernobbio (Italien), München, Le Mans, Breslau, Berlin, The Hamptons (USA), St. Salvator (Österreich), Dingolfing, London, Chengdu (China), Madrid, Budapest und Marrakesch. Zwei oder mehr Art Cars gemeinsam gab's in Wien, Zürich, Stockholm, Bratislava, München, Båstad (Schweden), Den Haag, Pebble Beach (USA), Warschau, Istanbul, Zoute (Belgien), Toulouse, Brescia (Italien), Mailand und

Paris

.

Eine der Ausstellungen im Rahmen der Art Car World Tour: "Fine Art on Wheels" im Louwman Museum in Den Haag 2025. Sie zeigte acht BMW Art Cars. In der Mitte: der von Alexander Calder gestaltete BMW 3.0 CSL.

Bild: BMW

Aber alle 20 zusammen? Das gab's noch nie. Erst jetzt, in der Ausstellung "BMW Art Cars – 20 Artists, 50 Years of Innovation", haben Auto-Freunde und Kunstfans die Möglichkeit, alle auf einmal zu sehen.

Vom Vergaser bis zum Wasserstoffauto: 50 Jahre BMW als Kunstwerk

BMW betont: "Die Sammlung bildet […] einen Querschnitt durch die Kunstgeschichte der letzten fünf Jahrzehnte: Minimalismus, Pop-Art, magischer Realismus, Abstraktion, Konzeptkunst und Digitale Kunst."

Wir als AUTO BILD fügen hinzu: Es ist auch ein Querschnitt der Autos aus fünf Jahrzehnten, vom Vergaser bis zum Wasserstoff-Prototyp, vom Dreier bis zum Achter BMW, von der Alltagslimousine bis zum Rennwagen. Eine recht bunte Mischung, dank Kunst noch viel bunter.

Die Reise zur Ausstellung wurde unterstützt von BMW. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.

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