Achtung, Autofahrer: Der nächste "Blitzermarathon" beginnt


Die zweite Blitzerwoche des Jahres beginnt

Achtung, in diesen Bundesländern gibt es sehr viele Tempokontrollen!

Tempolimit 30 - Blitzer blockiert Wanderweg in der Kurve

Eine Blitzerwoche im Frühjahr ist nicht genug: Jetzt, im Sommer, findet die zweite "Speed Week" in Deutschland statt. Ein großes Flächenland nimmt nicht teil – ein Stadtstaat führt sogar an einem Tag einen Blitzer-Marathon durch!

Bild: Fotostand / Reiss

29. Juli 2026, 06:00 Uhr

Gewitterwarnung für den Tacho: Bei der zweiten Blitzerwoche des Jahres 2026 wird die Polizei in vielen Bundesländern intensive Tempokontrollen unternehmen. Die Kontrollwoche beginnt am kommenden Montag, 3. August, und endet am darauffolgenden Sonntag, 9. August.

Grundlage ist die "Operation Speed" des europäischen Verkehrspolizei-Netzwerks "Roadpol". Die Idee: An einem bestimmten Termin im Jahr kontrolliert die Polizei mit geballter Kraft, um bei Autofahrern maximale Aufmerksamkeit zu erreichen.

2026 Roadpol Speed Week Blitzerwoche Tempokontrolle Radarfalle Blitzfalle

Dieser Autofahrer hat aktuell eine Geschwindigkeit von 73 km/h drauf – das zeigt das Lasermessgerät der Polizei an.

Bild: Heiko Becker

2012 gab es die erste Blitzerwoche in Nordrhein-Westfalen. Inzwischen gibt es sogar zwei Blitzerwochen pro Jahr – die erste findet im Frühjahr statt und hat traditionell an einem einzelnen Tag einen besonderen Höhepunkt, den "Speed Marathon". Vor wenigen Jahren ist auch die zweite "Speed Week" während der Sommerferien hinzugekommen.

Hier die Liste der Bundesländer, die in der Blitzerwoche vom 3. bis 9. August 2026 mit von der Partie sind:

Polizeikontrolle Blitzer

Während der Blitzerwoche nutzt die Polizei jedes verfügbare Instrumentarium, z. B. auch Videowagen und Laserpistolen (Bild). Hinzu kommen oft auch die Messtrupps der Kommunen.

Bild: DPA

27. Juli 2026 Roadpol Speed Week Blitzerwoche Tempokontrolle Radarfalle Blitzfalle Verkehrskontrolle

Während der Speed Week finden vielerorts Verkehrskontrollen statt. Wer herausgewunken wird, muss auch die Fahrzeugpapiere vorzeigen.

Bild: Michael Bihlmayer

Wer nimmt nicht an der 2. Speed Week 2026 teil?

Warum die Verkehrszeichenerkennung nicht immer hilft

Was kann man als Autofahrer tun, wenn die Speed Week naht? Der beste Trick: Angepasst fahren und dabei auf die Beschilderung achten. Denn die Verkehrszeichenerkennung im Auto arbeitet nicht zu 100 Prozent korrekt – und im Zweifel wird die Ausrede, im Display habe kein Tempolimit gestanden, nicht anerkannt.

Achtung: Wer sich per

Blitzer-App gegen Radarfallen

absichern will, handelt rechtswidrig! Diese Apps nützen bei der Blitzerwoche vom 3. bis 9. August 2026 ohnehin nichts, weil die Radarfallen zuvor nicht bekannt gegeben werden.

Mit Blitzern ist überall zu rechnen: Auch direkt hinter einem Ortsschild oder einer Geschwindigkeitsbegrenzung darf bereits eine Radarfalle oder Laserpistole platziert werden. In den meisten Bundesländern gilt eine Messtoleranz von 5 km/h, doch vor besonders schützenswerten Einrichtungen (z. B. Schulen) darf auch strenger gemessen werden.

Was soll der Blitzermarathon? Die Ordnungshüter wollen mit der geballten Feuerkraft der Radar- und Laserfallen den Autofahrern bewusst machen, dass auf den Straßen nicht das Recht des Stärkeren (Motors) gilt. Aber: Wo ist der Lerneffekt? Geht es nicht darum, möglichst viele zu erwischen? Ich meine: Nein, genau in der Aufmerksamkeit liegt der Nutzen! Es geht ums Aufpassen. Der Blitzermarathon ist PR für die Straßenverkehrsordnung – zweimal im Jahr werden alle Kraftfahrer daran erinnert, dass die lebenswichtigen Temporegeln für alle gelten.

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