Wer betreibt die neue Arena für Events und Sport in Frankfurt? – Messe steigt mit SGE in den Ring


Stand: 16.09.2026, 14:00 Uhr

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So könnte eine Multifunktionsarena nahe dem Waldstadion aussehen.

So könnte eine Multifunktionsarena nahe dem Waldstadion aussehen. © HH Vision

Die Messe Frankfurt hat Interesse am Betrieb der geplanten Arena für Sport und Events bestätigt. Dieses hat auch Eintracht Frankfurt bereits gezeigt.

Die Messe Frankfurt zeigt Interesse, die geplante Multifunktionsarena am Waldstadion zu betreiben. Das hat das Unternehmen, das zu 60 Prozent der Stadt Frankfurt und zu 40 Prozent dem Land Hessen gehört, am Montag bestätigt. Wolfgang Marzin, der Vorsitzende der Messe-Geschäftsführung, hatte gegenüber der „FAZ“ davon gesprochen, „den Hut dafür in den Ring zu werfen, sobald das Ausschreibungsverfahren eröffnet ist“. Die Messe, die etwa die Festhalle und das Kongresszentrum Cap Europa betreibt, verfüge über „langjährige Erfahrung im Betrieb komplexer Veranstaltungsorte und bei der Durchführung unterschiedlichster Formate“, sagte Marzin am Montag der Frankfurter Rundschau.

Der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hatte schon vor zwei Jahren Interesse bekundet. „Wenn die Halle am Stadion kommt, sind wir bereit, sie zu betreiben und uns am Ausschreibungsverfahren zu beteiligen. Die Synergien wären sicherlich enorm“, sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann damals der FR.

Multifunktionsarena am Deutsche Bank Park – Neue Heimspielstätte für Löwen und Skyliners

Die Frankfurter Stadtverordneten haben im Februar vergangenen Jahres nach jahrelanger Suche nach Standorten und Investoren beschlossen, dass eine Multifunktionsarena mit bis zu 15.000 Plätzen auf dem Parkplatz P9 am Waldstadion gebaut werden soll. Die Stadt will die Halle, die knapp 260 Millionen Euro kosten soll, selbst finanzieren und dann an einen Betreiber vergeben. Die Miet- oder Pachteinnahmen sollen die Investition refinanzieren.

In der Arena sollen der Basketballbundesligist Frankfurt Skyliners und der Eishockeybundesligist Löwen Frankfurt ihre Heimspiele austragen. Dort soll es aber auch etwa Shows und Konzerte geben können. Für das Angebot der Festhalle sieht die Messe Frankfurt dennoch keine Bedrohung. Diese sei „ein einzigartiger, denkmalgeschützter Ort mit großer historischer, kultureller und emotionaler Bedeutung“. Ihr Profil als „besondere Adresse für Konzerte, Shows, Kongresse und gesellschaftliche Anlässe“ bleibe erhalten. Entscheidend wäre „eine kluge, aufeinander abgestimmte Positionierung beider Häuser“, sagt Messe-Geschäftsführerin Christine von Schildt auf FR-Anfrage.

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Die Messe hält in der Betreiberfrage grundsätzlich auch eine Zusammenarbeit mit einem Partner, also etwa Eintracht Frankfurt, für möglich. Der erfolgreiche Betrieb einer solchen Halle verlange das Zusammenspiel unterschiedlicher Kompetenzen, sagt von Schildt.

Die städtische Gesellschaft SSF hat Ende Juli nach einem europaweiten Teilnahmewettbewerb das weltweit tätige Architekturbüro Populous mit der Generalplanung der Arena beauftragt. Realisieren soll das Großprojekt ein Totalunternehmer. Wie genau die Arena aussehen soll, wird in einem Architektenwettbewerb geklärt.