Musikalischer Widerstand: Video zeigt, wie Taxifahrer in Afghanistan das Taliban-Regime austricksen
Wie afghanische Taxifahrer heimlich gegen die Taliban protestieren
Stand: 25.09.2026, 13:44 Uhr
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In Afghanistan ist Musik aus dem öffentlichen Leben verbannt. Die Taliban-Regierung geht hart gegen Verstöße vor. Trotzdem wird sie an einem Ort noch gespielt: im Taxi.
In Kabul hat Musik in der Öffentlichkeit keinen Platz mehr. Seit die Taliban 2021 die Macht übernahmen, ist sie aus Cafés, Läden und Restaurants verschwunden. Doch in einem Ort lebt sie heimlich weiter: im Taxi. Fahrer wie Roeen spielen mit einem einfachen Griff zum Lautstärkeregler ein gefährliches Spiel. Sie sind hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch nach dem Weiterleben der afghanischen Musikkultur und der ständigen Angst vor der Sittenpolizei. Taxifahrer Roeen vermisst die Zeiten, als „wir Lieder hören, tanzen und feiern konnten, ohne dass uns jemand daran hinderte“. Doch jetzt sei die Stadt „in Dunkelheit gehüllt“, schildert er in einem Interview.
Musikverbot ist nicht die einzige Einschränkung in Afghanistan
Seit der Rückkehr der Taliban an die Macht hat sich das öffentliche Leben in Afghanistan grundlegend verändert. Kinos sind geschlossen, viele Formen der Unterhaltung verboten, Frauenrechte massiv eingeschränkt. Für die Durchsetzung ihrer strengen Moralvorstellungen ist das sogenannte Tugendministerium zuständig, dessen Sittenpolizei im ganzen Land patrouilliert und Verstöße gegen die Regeln teils hart bestraft. Musik gilt den Islamisten als unislamisch und ist, abgesehen von religiösen oder patriotischen Liedern, untersagt. Für viele Afghanen ist der Verlust dieser kulturellen Freiheit ein schmerzlicher Teil eines Alltags, der zunehmend von Kontrolle und Angst geprägt ist. Wie Taxifahrer in Kabul versuchen, zumindest ihre musikalische Selbstbestimmtheit am Leben zu erhalten, zeigt das Video. (Quellen: AFP, eigene Recherche)