Wie bestreiten die Königsfamilien eigentlich ihren Unterhalt?
Stand: 11.09.2026, 18:25 Uhr
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Ein Dutzend Länder in Europa gönnen sich bis heute Monarchien - doch die Königshäuser sind alles andere als ein Schnäppchen. Welche Königsfamilie am meisten kostet und wie die Royals ihren Unterhalt bestreiten, wird hier verraten.
Adelsfans kommen in Europa dank der zwölf noch existierenden Monarchien voll auf ihre Kosten, wenn es um Royals-News geht – dabei ist „Kosten“ ein Stichwort, das auch abseits der Klatschspalten Fragen aufwirft. Die opulenten Paläste, in denen die Königsfamilien residieren, der riesige Tross an Mitarbeitenden und der Prunk und Glamour, der die Royals im Alltag umgibt, will schließlich bezahlt werden – doch wer kommt für den Unterhalt der Königshäuser auf? Und wie viel verdienen Europas Royals eigentlich?
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Wie bestreiten Europas Royals eigentlich ihren Lebensunterhalt?
Zu bezahlen gibt’s bei den Royals eine Menge: Nicht nur die zahlreichen Angestellten, die im Dienste der Krone dafür sorgen, dass alles reibungslos läuft, wollen ihre Gehälter bekommen. Auch die vielen Reisen im In- und Ausland, die die Royals in Ausübung ihrer offiziellen Pflichten unternehmen, kosten eine hübsche Stange Geld. Nicht zuletzt wollen die historischen Paläste, in denen die Königsfamilien residieren, in Schuss gehalten werden – zudem verschlingen die Sicherheitsvorkehrungen für Europas Könige und Königinnen einen Batzen Geld.

Nahezu allen europäischen Königshäusern ist gemein, dass sie ihren Unterhalt aus verschiedenen Geldtöpfen bestreiten. Zum einen können die meisten Monarchien auf eine Reihe historischer Besitztümer von unschätzbarem Wert zurückgreifen, zum anderen spülen diverse private Einkünfte aus Immobilien- und Grundbesitztümern Geld in die royalen Kassen. Nicht zuletzt können die Royals in Europa auch auf staatliche Zuwendungen bauen, die als Apanage aus der Steuerkasse dafür sorgen, dass den Königsfamilien nicht das Geld ausgeht.
So viel kosten die Königshäuser das Volk an Steuergeldern
Im direkten Vergleich der Königshäuser tun sich immense Unterschiede auf, denn nicht in jedem Land müssen die Steuerzahlenden gleich viel für ihre Monarchien berappen. Spanien beispielsweise gibt sich mit einem Kernbudget von gerade einmal 8,4 Millionen Euro pro Jahr für die Königsfamilie betont bescheiden.
Norwegens Hof erhielt 2025 rund 27 Millionen Euro, während Belgiens Monarchie auf etwa 43 Millionen Euro kommt. Die Niederlande liegen 2026 mit offiziell 60,8 Millionen Euro an der Spitze. Großbritannien finanziert seinen Palastbetrieb über den sogenannten Sovereign Grant, Schweden über eine parlamentarisch bewilligte Apanage. Doch die offiziellen Zahlen erzählen nur die halbe Wahrheit.
Die Konten der Royals - Kein Königshaus in Europa ist so teuer wie das niederländische
Denn in sämtlichen Monarchien laufen erhebliche Kosten über die Etats einzelner Ministerien – von Polizeischutz über Palastsanierungen bis zu Staatsreisen. Im Fall der spanischen Königsfamilie schätzen Kritiker die tatsächliche Belastung auf über 100 Millionen Euro jährlich, obwohl offiziell nur 8,4 Millionen ausgewiesen werden. Auch in Belgien versteckt sich mehr als die Hälfte der Gesamtkosten in föderalen Ressorthaushalten.
Die Niederlande verfahren ähnlich: Sicherheit, Schlösser und Dienstreisen zahlen verschiedene Ministerien zusätzlich. Beim Privatvermögen dominiert das Haus Oranien-Nassau mit schätzungsweise über einer Milliarde Euro, während Spaniens König Felipe VI. lediglich rund 2,6 Millionen besitzt. Steuerlich genießen fast alle Royals Sonderkonditionen – die britischen Monarchen zahlen freiwillig Einkommensteuer, die niederländischen Bezüge bleiben komplett steuerfrei.