Wie lebendig ist völkisches Denken noch? Experten diskutieren im NS-Dokuzentrum Maxvorstadt


Stand: 23.07.2026, 12:57 Uhr

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München

In der Maxvorstadt diskutieren Experten im NS-Dokumentationszentrum über völkisches Denken gestern und heute. (Symbolbild) © IMAGO / imagebroker

Das NS-Dokumentationszentrum in der Maxvorstadt lädt zur Diskussion über völkisches Denken ein – mit Experten aus Journalismus und Film.

Maxvorstadt – Das NS-Dokumentationszentrum München lädt zu einer Podiumsdiskussion über die völkische Weltanschauung ein. Wie die Stadt München mitteilt, findet die Veranstaltung unter dem Titel „Bedrohlich aktuell: Die völkische Weltanschauung“ am 30. Juli um 19 Uhr am Max-Mannheimer-Platz 1 statt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Journalisten und Filmemacher beleuchten völkisches Denken in der Maxvorstadt

Zu Gast sind der Filmemacher Florian Hoffmann, der für das ZDF aktuell an einem Spielfilm über die gegenwärtige völkische Bewegung arbeitet, die Investigativjournalistin Andrea Röpke, die seit Jahrzehnten zum Thema Rechtsextremismus recherchiert, sowie der Journalist Simon Wörz, der als Teil des Kollektivs Lagune 11 für den Podcast Seelenfänger esoterische Milieus und völkisches Denken aufdeckt. Das Gespräch leitet Dr. Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des NS-Dokumentationszentrums mit der Städtischen Galerie im Lenbachhaus.

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Brücke von der Geschichte zur Gegenwart

Die völkische Weltanschauung entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Deutschen Kaiserreich und stand von Beginn an im Zeichen von Antisemitismus und Rassismus. Ab dem Ersten Weltkrieg entwickelte sie ein starkes Aggressionspotenzial und bereitete den ideologischen Boden für Nationalsozialismus und Holocaust. Die heutige völkische Bewegung nutzt Themen wie Umweltbewusstsein und Migration sowie Verbindungen in esoterische und naturheilkundliche Szenen, um ihre Ideologien zu verbreiten. Das NS-Dokumentationszentrum ist barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer zugänglich. (Quelle: Landeshauptstadt München)