Wildeshauser Betrugsanwalt in Untersuchungshaft: Schaden über eine Million Euro
Stand: 14.10.2026, 13:07 Uhr
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Der 49-jährige Betrugsanwalt aus Wildeshausen wurde festgenommen. Die Staatsanwaltschaft sah Fluchtgefahr und handelte jetzt.
Wildeshausen/Oldenburg – Der Wildeshauser Betrugsanwalt befindet sich in Untersuchungshaft. Er wurde am Dienstag festgenommen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Oldenburg am Mittwochmittag mit. Grundlage sei ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den Juristen.
„Dem Beschuldigten wird unter anderem gewerbsmäßiger Betrug und gewerbsmäßige Untreue mit einer Schadenshöhe von über einer Million Euro vorgeworfen. Er soll mit gefälschten Geldempfangsvollmachten Zahlungen an sich erreicht haben, um das Geld für persönliche Zwecke zu verwenden“, heißt es in der Mitteilung. Das Gesetz sieht je Tat die Verhängung einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren vor. Vor diesem Hintergrund bestehe in der Zusammenschau mit weiteren Umständen der Haftgrund der Fluchtgefahr, so die Behörde.
Es ist nicht die einzige laufende Anklage gegen den Juristen. So hat sich die Staatsanwaltschaft in diesem Jahr bereits zweimal per Pressemitteilung gemeldet und auf mehrere Vorwürfe gegen den Mann hingewiesen. Er soll mehrfach Untreue und Betrug begangen haben.
Der 49-Jährige ist bereits mehrfach wegen Untreue verurteilt worden. Zuerst zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe, dann zu einer vierjährigen Haftstrafe. Letztere ist noch nicht rechtskräftig. Der Wildeshauser hatte zwar in der Verhandlung ein Geständnis abgelegt und sich mit dem Gericht auf einen Strafrahmen geeinigt. Doch dann legte er nach dem Urteil im Herbst vergangenen Jahres Revision beim Bundesgerichtshof ein. Dort ist noch nicht abschließend entschieden worden.
Bereits seit Längerem liegt der Wildeshauser auch im Streit mit der Rechtsanwaltskammer Oldenburg. Diese versucht, ein Berufsverbot durchzusetzen. Auch dagegen wehrt sich der Jurist.