UN warnt: Dieser El Niño könnte das Wetter weltweit verändern
Panorama
Winterwetter wird global extrem: UN warnt vor monströsem „El Niño“
Hitze, Dürren und Überschwemmungen: Ein sehr warmer Pazifik dürfte für extreme Wetterlagen sorgen.
Die Welt muss sich in den kommenden Monaten regional auf extreme Hitze, Dürren und Überschwemmungen einstellen. Die Weltwetterorganisation (WMO) erwartet bis zum Jahreswechsel ein außergewöhnlich starkes Wetterphänomen El Niño.
Die Temperaturen im tropischen Teil des Pazifischen Ozeans, die das Wetter weltweit stark beeinflussen, sind bereits außergewöhnlich hoch.
El Niño 2026: Guterres warnt vor „Gefahrenzone“
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„Der El Niño nimmt vor unseren Augen Super-Ausmaße an“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres. „Die Welt befindet sich in der Gefahrenzone extremer Wetterereignisse.“
Die WMO selbst verwendet den Begriff „Super-El-Niño“, den einige Experten für besonders starke Ereignisse benutzen, allerdings nicht.
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Wetterphänomen El Niño alle zwei bis sieben Jahre
Für ihre El-Niño-Prognosen berücksichtigt die Organisation Berechnungen mehrerer Wetterdienste aus aller Welt. Das Wetterphänomen tritt auf natürliche Weise alle zwei bis sieben Jahre auf.
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El Niño wird nicht durch den Klimawandel verursacht. Der Klimawandel kann die Folgen des Phänomens jedoch zusätzlich verschärfen.
El Niño 2026: Pazifik schon deutlich zu warm
El Niño beginnt mit einer Erwärmung der Meeresoberflächen im zentral-östlichen äquatorialen Pazifik. Dort liegen die Temperaturen nach Angaben der WMO derzeit bereits 2,2 bis 2,6 Grad über dem langjährigen Durchschnitt.
Unterhalb der Meeresoberfläche waren die Abweichungen zeitweise noch deutlich größer. Im Juli und Anfang August war das Wasser dort teilweise sogar mehr als acht Grad wärmer als üblich.
El Niño 2026: Hier drohen Dürren und Starkregen
In der Region steigt durch die Erwärmung warme und feuchte Luft auf. Dadurch verändern sich Wind- und Luftströmungen rund um den Globus.
In Australien, Indonesien und im südlichen Afrika führt El Niño häufig zu Trockenheit und Dürren. An der Westküste Südamerikas, in Ostafrika und in den südlichen USA fällt dagegen oft besonders viel Regen. Europa ist von den Auswirkungen des Wetterphänomens vergleichsweise wenig betroffen.
El Niño 2026: Temperaturen über Land sollen steigen
Nach einem El-Niño-Jahr fällt die globale Durchschnittstemperatur häufig besonders hoch aus. So folgte auch das Jahr 2024 auf einen El Niño.
2024 war mit rund 1,6 Grad über dem Niveau vor der industriellen Revolution das bislang heißeste Jahr.
Auch die bisherigen Monate des Jahres 2026 waren mehrheitlich überdurchschnittlich warm. Der Juli war in Westeuropa nach 2006 der zweitwärmste seit Beginn der Messungen, wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus berichtet hatte.
Die Durchschnittstemperatur lag bei 22,48 Grad. Das waren rund 2,5 Grad mehr als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020.
El Niño 2026: WMO erwartet weltweit überdurchschnittliche Wärme
Für die Monate September bis November erwartet die WMO praktisch über allen Landflächen der Erde Temperaturen oberhalb des langjährigen Durchschnitts.
Auch die Oberflächentemperaturen im nördlichen und südlichen tropischen Atlantik liegen über dem Normalwert. Das könne die Auswirkungen des El Niño in verschiedenen Regionen verändern, teilte die WMO mit. (dpa/mp)