Zehnjährige Lia Omar aus Hoya kämpft zum dritten Mal gegen Krebs: Familie startet Spendenaufruf


Stand: 23.09.2026, 19:00 Uhr

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Die zehnjährige Lia Omar muss sich erneut einer Chemotherapie unterziehen. Dadurch soll der bösartige Wilms-Tumor schrumpfen, um die Komplikationen bei einer nachfolgenden Operation zu reduzieren.

Die zehnjährige Lia Omar muss sich erneut einer Chemotherapie unterziehen. Dadurch soll der bösartige Wilms-Tumor schrumpfen, um die Komplikationen bei einer nachfolgenden Operation zu reduzieren. © Omar

Mit fünf Jahren erkrankte Lia Omar erstmals an Krebs – jetzt ist er zurück, diesmal an den Nerven im Rückenbereich. Die Familie hat eine Spendenkampagne gestartet.

Hoya – Das Schicksal der zehnjährigen Lia Omar aus Hoya ist nur schwer in Worte zu fassen. Als sie gerade einmal fünf Jahre alt war, erkrankte sie das erste Mal an Krebs. Für die Familie brach eine Welt zusammen. Doch Lia schaffte es und bekämpfte die Krankheit. 2023 dann jedoch der Schock: Der Krebs kam zurück. Aber das Mädchen blieb stark, bewältigte all die Strapazen ein weiteres Mal. Die Omars waren überglücklich und voller Hoffnung, dass sie fortan ein ganz normales Leben führen könnten. Voller Zuversicht kauften sie vergangenes Jahr ein Haus und freuten sich auf ihre Zukunft. Doch wieder kam es anders: Nach einem Kontrolltermin im August 2026 stellten die Ärzte bei Lia erneut einen bösartigen Wilms-Tumor fest, dieses Mal an den Nerven im Rückenbereich.

Spenden

Wer der Familie helfen möchte, kann sie mit einer Spende unter www.gofundme.de und den Stichworten „Lia Erkrankt zum 3mal an krebs“ unterstützen.

„Alles steht wieder Kopf“, beschreibt Dreifachmutter Gülistan Omar ihre aktuelle Situation. Gerade erst waren Lias Haare wieder dicht und schön gewachsen. Nun fallen sie ihr wieder aus. „Das ist schmerzhaft“, sagt Gülistan mitfühlend. Auch kann das Mädchen aktuell nicht in die Schule gehen. Stattdessen verbringt sie viel Zeit im Krankenhaus oder zu Hause. Die Mediziner möchten dem Tumor erneut mit einer Chemotherapie den Kampf ansagen. Diese erfolgt dieses Mal ambulant. Der Tumor soll zunächst schrumpfen, um Komplikationen bei einer nachfolgenden Operation zu reduzieren. Anschließend ist eine mehrwöchige Bestrahlung in Essen geplant. Gülistan steht ihrer Tochter bei all dem stets zur Seite, kann deswegen aktuell keinem Beruf nachgehen. Auch ihr Mann Abdul fehlt aufgrund von Lias Erkrankung öfter auf der Arbeit.

Dem gegenüber stehen die laufenden Kosten, die die Familie zu tragen hat. Dabei geht es laut Gülistan Omar etwa um die Fahrten ins Krankenhaus, die bei den derzeitigen Spritpreisen enorm kostspielig sind. Darüber hinaus isst Lia das Krankenhausessen nicht, daher sorgen ihre Eltern für schmackhafte Leckereien. Überdies möchten sie ihrer Tochter mit Spielsachen und Unternehmungen Licht in dieser dunklen Zeit schenken. Sofern es für sie gesundheitlich möglich ist, wollen sie dem Mädchen beispielsweise Zoo- oder Kinobesuche ermöglichen. Lias großer Wunsch sei es, so ihre Mutter, nach ihrer Therapie ins Disneyland zu fahren. Aber auch das kostet viel Geld. Da die Omars all dies nicht gänzlich aus eigenen finanziellen Mitteln stemmen können, haben sie eine Spendenkampagne über die Plattform www.gofundme.de ins Leben gerufen. Über 4.000 der gewünschten 10.000 Euro sind auf diese Weise bereits zusammengekommen (Stand: 23. September). Ob Lia den Krebs auch dieses Mal bekämpfen kann, ist nicht vorauszusehen. „Wir glauben daran, dass sie geheilt wird“, zeigt sich Mutter Gülistan zuversichtlich. Auch die Ärzte hätten der Familie diesbezüglich Hoffnung gemacht.