Zeugen entdecken Waldbrand aus der Luft – Polizei mit Wärmebildkamera im Einsatz
Stand: 04.08.2026, 22:53 Uhr

Ein Waldbrand bei Gernsheim hielt am Dienstag die Feuerwehr in Atem. Eine Flugzeugbesatzung entdeckte die Rauchsäule, ein Polizeihubschrauber half bei der Suche nach Glutnestern.
Gernsheim – Ein Feuer im Stadtwald bei Gernsheim-Allmendfeld (Kreis Groß-Gerau) hat am Dienstagnachmittag, 4. August, die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Gegen 17 Uhr rückten die Einsatzkräfte aus – alarmiert unter dem Stichwort „Waldbrand und Rauchentwicklung im Stadtwald“. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur 5Vision.News am Dienstagabend.
Aufgefallen war das Feuer nicht von unten, sondern von oben: Die Deutsche Flugsicherung meldete den Brand, nachdem ein Flugzeug beim Überfliegen des Gebiets eine Rauchentwicklung bemerkt hatte. Schon auf der Anfahrt war die aufsteigende Rauchsäule für die Einsatzleitung gut zu erkennen.
Brand im Stadtwald bei Gernsheim
Vor Ort stellten die Kräfte fest, dass ein Abschnitt von zehn bis 20 Metern in Flammen stand. Insgesamt war eine Fläche von rund 200 Quadratmetern betroffen. Nach dem Ablöschen wurde das Gebiet laut Meldung gründlich nachbearbeitet und trockengelegt.
Für die Wasserversorgung während der Löscharbeiten arbeitete die Feuerwehr mit Hessenwasser zusammen und nutzte das Beregnungssystem örtlicher Landwirte. Dadurch habe ausreichend Wasser zur Verfügung gestanden, so Bornhofen.
Zusätzlich war ein Polizeihubschrauber im Einsatz, der die Kräfte am Boden aus der Luft unterstützte. Bornhofen erläuterte, die Maschine sei angefordert worden, weil sie mit ihrer Wärmebildkamera von oben gezielt die Brandstellen ausmachen und die Bodenkräfte dorthin lotsen könne. Der Hubschrauber bestätigte schließlich, dass die Feuerwehr bereits die richtige Stelle gefunden hatte – und es keine weiteren Brandstellen im Wald gab.
Hitze fordert Einsatzkräfte
Die hohen Temperaturen stellten die Einsatzkräfte vor zusätzliche Belastungen. Die Feuerwehr habe frühzeitig für Getränke gesorgt und die Kameradinnen und Kameraden regelmäßig abgelöst, auch mithilfe der Klimaanlagen in den Einsatzfahrzeugen, schreibt 5Vision.News. Zudem habe die Stadt bereits im Vorfeld in eine zweite Garnitur spezieller, dünnerer Schutzkleidung investiert, die für den Einsatz bei Vegetationsbränden zugelassen ist.
Wäre das Feuer größer ausgefallen, hätte man laut Bornhofen auf Kräfte aus Nachbarkommunen zurückgreifen können. Auch der Landkreis sei mit entsprechenden Konzepten, Fahrzeugen und Technik für solche Szenarien gerüstet – gebraucht wurde das an diesem Tag jedoch nicht. Wie es zu dem Brand kam, ist bislang unklar.