Stich blamiert sich mit Knallhart-Urteil – Zverev zeigt es der deutschen Tennis-Ikone mit US-Open-Sieg


Zverev straft deutsche Tennis-Ikone Stich wohl Lügen

Stand: 15.09.2026, 13:58 Uhr

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Michael Stich zweifelte nach dem Wimbledon-Finale öffentlich an Alexander Zverev. Nun könnte der US-Open-Champion die Prognose der deutschen Tennis-Ikone eindrucksvoll widerlegen.

New York – Es war ein Satz, der saß. Nach der Niederlage von Alexander Zverev im Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner ließ Michael Stich, Deutschlands letzter Wimbledon-Champion, eine knallharte Einschätzung los. Der 57-Jährige empfahl dem Hamburger zwar eine Auszeit – doch sein härtestes Urteil traf den Kern von Zverevs großem Traum. Wenige Wochen später sieht die Lage für Stich ausgesprochen ungemütlich aus.

Alexander Zverev hat gut lachen und lässt die deutsche Tennis-Ikone Michael Stich alt aussehen.

Alexander Zverev hat gut lachen und lässt die deutsche Tennis-Ikone Michael Stich alt aussehen. © Frank Franklin II/Frank Molter/dpa

Denn Zverev hat geliefert. Beim Wimbledon-Finale im Juli hatte Stich bei Prime Video noch erklärt: „Hart gesagt: Er wird dieses Jahr eh nicht mehr Nummer eins. Das ist sehr unwahrscheinlich.“ Der Pinneberger riet dem 29-Jährigen stattdessen zur Pause und zur Reflexion. Zverev aber entschied sich für den Angriff – und gewann wenige Wochen später die US Open in New York gegen Ben Shelton mit 6:3, 7:6, 5:7, 6:2.

Zverev in der Weltrangliste: Rückstand auf Sinner schmilzt auf 1810 Punkte

Damit ist Stichs Prognose ins Wanken geraten. Durch den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere innerhalb von nur drei Monaten – nach den French Open im Juni – hat Zverev seinen Rückstand auf den Weltranglistenersten Jannik Sinner von einst mehr als 5.000 Punkten auf 1.810 Zähler zusammenschmelzen lassen. Zur Einordnung: Sinner fehlte unter anderem in New York verletzungsbedingt und verlor dadurch 1.300 Punkte vom Vorjahr. Zverev nutzte die Gunst der Stunde – und wie.

Boris Becker, der einzige Deutsche, der bislang die Weltranglistenspitze erklomm, zeigte sich bei sporteurope.tv überzeugt: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Zverev die Nummer eins wird.“ Die Rechenspiele sprechen für den Hamburger: Sinner muss bei den verbleibenden Turnieren des Jahres – Peking, Shanghai, Wien, Paris-Bercy und den ATP Finals – insgesamt 3.550 Punkte verteidigen, Zverev hingegen nur etwa 1.000. Läuft alles optimal, könnte Zverev bereits am 18. Oktober erstmals in seiner Karriere ganz oben in der Weltrangliste stehen.

Zverev selbst blieb nach seinem Triumph in New York bemerkenswert geerdet. „Wenn alle gesund sind, ist Jannik immer noch vorne. So einfach ist das“, sagte der 29-Jährige. Und: „Ich werde für den Rest des Jahres konzentriert bleiben und alles dafür tun, die Resultate so zu zeigen, dass ich die Chance habe, Nummer eins zu sein.“ Worte, die Entschlossenheit verraten – ohne Arroganz.

Genau diese Mischung aus Hunger und Demut dürfte Stich eines Besseren belehren. Natürlich profitiert Zverev auch von Sinners Verletzungsmisere – das schmälert die Leistung des Hamburgers jedoch nicht. Wer zwei Grand-Slam-Titel in einer Saison gewinnt, hat sich das Recht auf den Thron verdient. Stich hatte nach Wimbledon geraten, die Weltranglistenspitze abzuhaken. Zverev hat das offenbar anders gesehen und könnte – während Boris Becker über seine Kritiker schimpft – Stich schon in wenigen Wochen endgültig widerlegen. (ck)