Große Wolken ziehen über die fränkische Landschaft, bauschig und weiß. Doch die Sonne scheint – beste Bedingungen also für das diesjährige Erlangener Poetenfest. Wie immer findet es im Schlossgarten statt, einem weitläufig grünen Park, dessen mächtige Eichen und Ahornbäume Kühle fächeln. Von den städtischen Finanzsorgen, die in diesem Jahr beinahe das Ende der altehrwürdigen Festivität bedeutet hätten, ist zunächst wenig zu merken. Sorgfältig hat man vor Podesten Holzbänke und Liegen, Stühle und schwarze Plastiksessel drapiert. Ältere Damen in Leinenkleidern, Familien und Studenten sitzen an Biertischen und freuen sich auf das hochkarätige Programm.