Was vor ein paar Jahren unsagbar schien, sei heute salonfähig, heißt es oft. Aber stimmt das? Zu Besuch bei Friseur Bernd Rzepka im „SalonFähig“ in Amberg.
D er Tag beginnt mit einem Schreck. Das Licht ist weg. „Manche Frisuren kann ich mit geschlossenen Augen schneiden“, sagt Bernd Rzepka. „Das wäre dann jetzt der Moment, es auszuprobieren.“ Er lacht. Man sollte den Dingen mit Humor begegnen, das ist Rzepkas Devise. Der Friseur wird dann aber doch schnell wieder ernst, wie er da so im Halbdunkeln hinter dem hölzernen Kassentisch steht, das volle Terminbuch aufgeschlagen. Die erste Kundin soll gleich um 9 Uhr kommen, die nächste um 9.30 Uhr. Und dann ist auch noch die Journalistin zu Besuch, um ihn bei der Arbeit zu begleiten. Ausgerechnet an so einem Tag funktionieren die Lampen nicht.