Tokenmaxxing: US-Militär übertreibt es mit KI-Nutzung


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In den USA steht Angehörigen des Militärs die KI-Plattform Ask Sage zur Verfügung, für die ein Jahresbudget von 100 Millionen Token angeschafft wurde. Doch das war nach wenigen Wochen aufgebraucht – woran das Militär nicht ganz unschuldig ist.

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KI-Nutzung im US-Militär

KI-Nutzung im US-Militär eskaliert. (Symbolbild: DC Studio/Shutterstock)

Der Tokenmaxxing-Trend, also die exzessive Nutzung von KI-Token als Nachweis von angeblich effizientem Arbeiten, schien eigentlich schon wieder am Abflauen zu sein. Viele Tech-Firmen haben der KI-Verschwendung mittlerweile einen Riegel vorgeschoben – zu teuer und zu unproduktiv.

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US-Militär verbraucht 100 Millionen Token

Das US-Militär hat jetzt seinen eigenen Tokenmaxxing-Vorfall zu verarbeiten, wie Wired berichtet. Das für die KI-Nutzung angeschaffte Jahresbudget von 100 Millionen Token, das den Angehörigen des Forschungs- und Entwicklungskommandos (Devcom) zur Verfügung stand, war innerhalb von einem Monat aufgebraucht.

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In einer entsprechenden Mitteilung, aus der Wired zitiert, heißt es, dass die erst im Mai 2026 abgeschafften Limits für die KI-Nutzung mit Mitte Juni 2026 wieder eingeführt werden müssen. Zwar halte die US-Armee an der KI-Nutzung auf dem aktuellen Niveau fest. Ob das Token-Budget aber im Herbst 2026 noch einmal erneuert werde, sei unklar.

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Multimodale KI-Plattform Ask Sage

Den Angehörigen des US-Militärs steht die multimodale KI-Plattform Ask Sage zur Verfügung. Diese kann auf verschiedene KI-Modelle wie Alphabet Gemini, Metas Llama und OpenAIs ChatGPT zugreifen. Ask Sage kommt laut US-Armee vor allem im Bereich Personalwesen zum Einsatz, etwa um Aufgaben, Erfahrungen und Hintergründe von Armeeangehörigen auf dem Laufenden zu halten.

Wired zufolge sollen Armeeangehörige pro Monat jeweils mindestens 200.000 Token zugewiesen bekommen haben. Dabei entspricht ein einzelner Token etwa 3,7 Zeichen. Zu dem rasanten Token-Verbrauch maßgeblich beigetragen haben dürfte, dass Mitarbeiter:innen, die Ask Sage nicht oft genug verwendeten, von ihren Vorgesetzten per E-Mail zu einer stärkeren Nutzung angehalten wurden.

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Wie viel die US-Armee für das 100-Millionen-Token-Paket bezahlt hat, ist nicht bekannt. Übermäßig viel dürfte es aber nicht gewesen sein. Dass der Verbrauch noch viel höher liegen kann, zeigen zwei Beispiele.

Token-Verbrauch kann deutlich höher sein

So soll das US-Verteidigungsministerium während der 38 Tage dauernden Operation „Epic Fury“ im Iran rund 20 Milliarden Token verbraucht haben, wie das Portal Breaking Defence schreibt. Ganze 60 Milliarden Token haben Meta-Mitarbeiter:innen laut einem Bericht von The Information im Laufe des Monats April 2026 verbraucht.

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So arbeitet Deepseek – und das macht es anders als andere KI-Modelle

Bei Meta sollen sich zu diesem Zeitpunkt Mitarbeiter:innen ein Rennen um den höchsten Token-Verbrauch geliefert haben. Die Person an der Spitze soll allein über 280 Milliarden Token verwendet haben.

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