13 Talente rücken auf: Trainer der SG Rotenburg/Lispenhausen vor großer Herausforderung
Stand: 25.07.2026, 06:00 Uhr
Kommentare

Die SG Rotenburg/Lispenhausen geht mit einer deutlich verjüngten Mannschaft in die neue Saison der Fußball-Kreisoberliga. Trainer Nils Rüger muss die 13 Nachwuchskräfte an den körperlichen Seniorenfußball gewöhnen.
Rotenburg/Lispenhausen – Die SG Rotenburg/Lispenhausen geht mit vielen jungen Gesichtern in ihre dritte Saison in der Fußball-Kreisoberliga. Dabei steht Trainer Nils Rüger vor einer besonderen Herausforderung: Der 36-jährige Lüdersdorfer soll zahlreiche Talente aus der eigenen Jugend an den Seniorenfußball heranführen und gleichzeitig die Mannschaft weiterentwickeln. Rüger, der die Fuldastädter bereits in den letzten Partien der vergangenen Spielzeit mitbetreute, hatte zuvor die zweite Mannschaft der SG in der Kreisliga B 1 zur Meisterschaft geführt.
Die personellen Veränderungen im Kader sind dabei weniger ein Umbruch als vielmehr eine Verjüngung. Während mit Harun Dalkiran, Aarne Detlefsen, Eike Möller und Tim Reichenauer lediglich vier Akteure die Spielgemeinschaft verlassen haben, rücken insgesamt 13 Akteure aus der A-Jugend, die Platz vier in der Gruppenliga erreichte, auf. Dazu kommen mit Tom Hassenpflug, der nach einem kurzen Intermezzo beim thüringischen Kreisligisten FSV Herda zu den Rotenburgern zurückkehrt, Patrick Krestel, Max Eisel und Ole Gleim vier externe Neuzugänge. Für Rüger geht es nun darum, die Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten zu einer Einheit zu formen.

Seit dem 26. Juni bereitet sich die Mannschaft auf die neue Saison vor. Dabei setzt der Trainer auf abwechslungsreiche Einheiten wie einen Teambuilding-Nachmittag im Rotenburger Waldschwimmbad oder eine Pyloxing-Einheit sowie moderne Trainingsmethoden auf dem Platz. „Wir machen viel im spielerischen Bereich auf Großfeld“, berichtet Rüger, der einen mutigen und attraktiven Offensivfußball sehen möchte. Statt klassischer Lauftests steht intensive Ballarbeit im Mittelpunkt. „Das Spiel mit dem Ball muss besser werden“, hat der Coach erkannt. Gerade gegen spielstarke Gegner habe seine Mannschaft in der Vergangenheit phasenweise zu nervös agiert.
Als Beispiel nennt der 36-Jährige das Pokalspiel gegen Gruppenligist SG Niederaula/Kerspenhausen, in dem die Rotenburger über weite Strecken tief in die eigene Hälfte gedrängt wurden und ihren Matchplan verloren. Genau daran wird in der Vorbereitung gearbeitet – unter anderem mit vielen Spielformen und modernen Rondo-Übungen. Die ersten Testspiele lieferten bereits unterschiedliche Erkenntnisse. Auf die 1:5-Pokalniederlage folgten ein deutlicher 7:0-Erfolg gegen den A-Ligisten SG Cornberg/Rockensüß sowie ein 3:3 gegen den Schwälmer Kreisoberligisten SG Bartenwetzer.
Wechsel zur Saison 2026/27
Zugänge: Max Eisel (SG Ludwigsau), Ole Gleim (FSG Bebra), Tom Hassenpflug (FSV Herda), Patrick Krestel (SG Ludwigsau), Faraan Aslam, Max Bussmann, Vsevolod Dück, Jakob Grunz, Leon Holl, Hannes Hufmann, Nicolas Jürjens, Paul Kanngießer, Hannes Köthe, Justus Köthe, Ben Limpert, Paul Stabel, Tom Susdorf (alle eigene Jugend)
Abgänge: Harun Dalkiran (FC Real Español Bebra), Aarne Detlefsen (SG Nentershausen/Weißenhasel), Eike Möller (SG Fuldalöwen/Beisetal), Tim Reichenauer (FSG Bebra)
Trotz der vielen jungen Spieler und einer gewissen individuellen Qualität sieht Rüger die größte Stärke seiner Mannschaft weiterhin im Zusammenhalt. „Sie sind ein eingeschworener Haufen. Mit diesem Teamgeist kannst du viel erreichen“, sagt der Trainer. Die gute Stimmung innerhalb der SG soll auch den vielen Nachwuchskräften helfen, schnell im Seniorenbereich Fuß zu fassen.
„Das wird eine große Herausforderung, die Jungs einzubauen“, weiß Rüger. Gleichzeitig sieht er großes Potenzial. Einige der 13 Talente haben in der Vorsaison bereits erste Erfahrungen in der Kreisoberliga gesammelt und sich in den Vordergrund gespielt. Dazu gehören unter anderem Hannes Köthe und Faraan Aslam, auf die Rüger große Stücke hält. „Hannes spielt geradlinig Fußball und ist klar im Kopf. Faraan bringt ein gutes Tempo und einen guten Abschluss mit. Er muss sich aber noch an das körperliche Spiel im Seniorenbereich gewöhnen“, so der Coach.
Nach einer starken abgelaufenen Saison mit 58 Punkten und Platz sechs ist die Zielsetzung für die neue Spielzeit bewusst realistisch formuliert. „Es wird schwer, das zu wiederholen, da die Liga stärker als vergangene Saison ist“, sagt Rüger. Ein einstelliger Tabellenplatz soll es am Ende dennoch werden.
Bis zum Ligastart am Sonntag, 2. August, beim Hünfelder SV II bleiben der SG Rotenburg/Lispenhausen noch zwei Testspiele zur Vorbereitung: am Sonntag, 26. Juli, gegen den TSV Spangenberg und am Dienstag, 28. Juli, gegen den SV Adler Weidenhausen II.