3.000 Schritte führen dieses Mal zur Feuerwehr
Stand: 12.07.2026, 19:00 Uhr
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Die Ortsfeuerwehr Diepholz kann das 1978 errichtete „Haus der Feuerwehr“ nicht mehr für alle Aufgaben nutzen, ein Neubau ist geplant. Einen Blick hinter die Kulissen der Diepholzer Feuerwehr konnten die Teilnehmer der Aktion „3.000 Schritte“ werfen.
Diepholz – Die Aktion „3000 Schritte“ stellt üblicherweise die Themen Gesundheit und Fitness für Senioren in den Mittelpunkt. Doch beim vergangenen Treffen stand der Sicherheitsgedanke auf der Tagesordnung und dabei speziell das Thema Feuerwehr. Da aber die Wege zu den Ortsfeuerwehren Heede, Sankt Hülfe oder gar Aschen und wieder zurück wohl mehr als 3.000 Schritte bedeutet hätten, führte die Strecke kurzerhand vom Rathaus zur Ortsfeuerwehr Diepholz.
Dort wurde die Gruppe, die von Polizeioberkommissarin Johanna Hoffmeister sowie Sabrina Lampe und Andreas Müller von der Verkehrswacht geleitet wurde, von Fabian Pöttker, dem stellvertretenden Ortsbrandmeister, empfangen. „Wir gehen einmal durch das gesamte Gebäude“, erklärte Fabian Pöttker zu Beginn und betonte: „Wir als Feuerwehr stoßen hier mittlerweile an die Grenze unserer Kapazitäten.“
1978 wurde das Gebäude errichtet, das nun nicht mehr allen Ansprüchen gerecht werden kann. „Seit drei Jahren laufen intensive Planungen für ein neues Gerätehaus“, teilte der stellvertretende Ortsbrandmeister mit. Wie es konkret weitergehen wird, sei noch nicht abzusehen, berichtete er weiter. Die Fertigstellung des Zentralklinikums in Borwede sei zu bedenken, anschließend die weitere Gestaltung des jetzigen Geländes des Diepholzer Krankenhauses, das als neuer Standort der Feuerwehr geplant werde.

Doch dann rückten für die Besuchergruppe die Fahrzeuge der Diepholzer Feuerwehr in den Blick: die Drehleiter, über die nicht jede Ortsfeuerwehr verfügt, dann der Gerätewagen Gefahrgut, der Gerätewagen Logistik. Es folgten die Atemschutzwerkstatt, die Fahrzeugwaschhalle, die Umkleideräume.
„Einige Spinde sind leer“, erfuhren die Senioren. „Denn einige Kameraden sind jetzt beim Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehren“, erläuterte Fabian Pöttker. Er berichtete über aktuell 78 Aktive, 45 Kinder der Kinderfeuerwehr im Alter von sechs bis zehn Jahren und über 40 Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren in der Jugendfeuerwehr. Besonders bei den Kindern sei die Nachfrage zum Mitmachen groß, sagte er. Nachwuchsprobleme gebe es in Diepholz nicht.
Und auch das wurde immer wieder betont: „Ohne Ehrenamt geht es nicht.“ Bei aller Bewunderung für die Technik und die Ausstattung mit Besprechungsraum, Küche, Raum für die Einsatzleitung und Versammlungssaal würdigen die Senioren das Engagement der Kameradinnen und Kameraden, die ihre Freizeit für das Gemeinwohl opfern. Wie mag das sein, wurde überlegt, wenn man zu Hause ist und vielleicht während der Nachtruhe der Alarm ausgelöst wird? Oder wenn ein Kamerad während der Arbeit zum Einsatz gerufen wird? Und wie ist die Betreuung während eines Einsatzes oder danach?
Wenn auch die 3.000 Schritte – mitgezählt haben wir nicht – dieses Mal nicht ganz erreicht wurden, so waren Fitness und geistige Frische dennoch ein Thema. Eine kleine Ballübung gehörte zum Programm. Alle Senioren stellten sich im Kreis auf, ein Ball wurde geworfen. „Zwei vor, einer zurück“, rief Andreas Müller. „Nun drei vor, zwei zurück.“ Ganz einfach – wenn man sich denn richtig konzentrierte. Auch das Spiel mit dem Händeklatschen, dem Klatschen auf die Oberschenkel, dem Rufen der Zahlen eins, zwei, drei, zu dem Sabrina Lampe einlud, war scheinbar recht einfach – zumindest für einige Teilnehmer. Die anderen haben vielleicht noch auf dem Heimweg überlegt, was sie denn falsch gemacht hatten.
Bereits im vierten Jahr finden die „3.000 Schritte“ statt. Der Erfolg gibt den Veranstaltern recht. Die Stadt Diepholz fungiert als Kooperationspartner der Polizeiinspektion Diepholz. Darüber hinaus sind der Niedersächsische Turner-Bund, die Sportgemeinschaft Diepholz, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub sowie die Verkehrswacht Grafschaft Diepholz beteiligt.
Die weiteren Termine sind immer am ersten Dienstag eines Monats: 4. August und 1. September, jeweils um 16 Uhr am Rathaus. Die Dauer beträgt etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung wird erbeten unter der Telefonnummer 05441 / 9090 oder per E-Mail unter [email protected].