NDR-Warnstreik: Drohen am Mittwoch wieder Programmausfälle?


Im Norden

Die Gewerkschaft Verdi ruft für den 19. August 5300 Mitarbeitende des NDR zum Streik auf.
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Verdi ruft 5300 NDR-Mitarbeitende zum Streik auf. Was sie fordern und welche Auswirkungen der Streik am Mittwoch haben kann.

Für Mittwoch hat die Gewerkschaft Verdi 5300 feste und freie Beschäftigte des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zum Warnstreik aufgerufen. Anlass ist die anstehende siebte Verhandlungsrunde am 21. August. 

Der Streik findet in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an allen Standorten von Mittwoch, 19. August, 0 Uhr, bis Donnerstag, 20. August, 1.30 Uhr statt. In Mecklenburg-Vorpommern ruft die Gewerkschaft nicht zum Streik auf, um die wichtige Berichterstattung vor den Landtagswahlen am 20. September 2026 nicht zu gefährden. In den anderen Bundesländern können Einschränkungen im Programm jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Zuletzt hatte die Geschäftsleitung des NDR jährliche Steigerungen der Gehälter und Honorare unterhalb der Inflationsrate bei einer Laufzeit von 35 Monaten angeboten. Der Gewerkschaft reicht dies aber nicht. Verdi fordert für die Beschäftigten u. a. sieben Prozent Honorar- und Gehaltserhöhungen, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. 

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Verdi sieht Gefahr für Mitarbeiter des NDR

Ein weiterer zentraler Streitpunkt in den Tarifverhandlungen sind die vom NDR geplanten Versetzungsregeln. In einer engeren Zusammenarbeit mit der ARD will die Rundfunkanstalt über die eigenen Sendergrenzen flexibler werden. Verdi sieht darin eine Gefahr für die Arbeitnehmenden: „Je einfacher Versetzungen auf schlechter bezahlte Jobs werden, desto attraktiver wird es für den Arbeitgeber, sich von vergleichsweise teurem Personal im eigenen Haus zu trennen“, so Vorstandsmitglied Jörg Hilbert.

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„Wenn der NDR beim Geld auf die Bremse tritt und gleichzeitig Verschlechterungen durchsetzen will, darf er sich über die Wut der Kolleg*innen nicht wundern“, sagt Björn Siebke der Co-Verhandlungsführer für Verdi. Mit dem Warnstreik wollen die Beschäftigten vor der siebten Verhandlungsrunde den Druck auf die NDR-Geschäftsleitung erhöhen. (pli)