Antriebe: Klimabilanz von Plug-in-Hybriden wird immer schlechter
Antriebe: Klimabilanz von Plug-in-Hybriden wird immer schlechter
Dass Plug-in-Hybride nicht so klimafreundlich sind wie behauptet, ist bekannt. Der Abstand zwischen Prüfstandwert und realem CO2-Ausstoß wird allerdings immer größer, zeigt eine neue Studie.
Plug-in-Hybrid: Die Batterie wird selten geladen. Foto: dpa
Berlin. Die Lücke zwischen den offiziellen und den tatsächlichen CO₂‑Emissionen von Plug-in-Hybriden wird immer größer. Laut einer Auswertung neuer EU-Daten durch die Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) lagen die realen Emissionen von 2024 erstmals zugelassenen Fahrzeugen im Schnitt bei 145 Gramm CO2 je Kilometer. In der offiziellen WLTP-Messung waren es lediglich 24 Gramm. Ein Jahr zuvor standen noch 138 Gramm in der Praxis 28 Gramm im Test gegenüber.
Damit entwickelten sich Norm- und Praxiswerte zuletzt in entgegengesetzte Richtungen: Von 2023 auf 2024 sanken die offiziellen Angaben zu den Klimagasemissionen um rund 15 Prozent, während der reale Ausstoß um fünf Prozent zunahm. Die Differenz zwischen beiden Werten wuchs dadurch innerhalb eines Jahres von 110 auf 121 Gramm je Kilometer.
Auch längerfristig wird die Abweichung größer. Bei 2021 zugelassenen Plug-in-Hybriden lagen die realen Emissionen nach früheren T&E-Auswertungen noch beim rund 3,5-Fachen des offiziellen Werts, 2022 beim Vierfachen und 2023 beim knapp Fünffachen. Für die 2024er-Fahrzeuge beträgt der Faktor nun rund sechs. Die Entwicklung hält damit seit Beginn der EU-Praxismessungen 2021 ununterbrochen an.

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