Vulkan-Chaos auf Sizilien: Flughafen gesperrt – das müssen Reisende jetzt wissen
Ätna spuckt Lava: Flughafen Catania bleibt bis Sonntag gesperrt
Stand: 27.09.2026, 07:30 Uhr
Kommentare
Der Ätna auf Sizilien ist erneut ausgebrochen und wirbelt meterhohe Aschewolken in den Himmel. Der Flughafen Catania stellt den Betrieb komplett ein.
Palermo – Am Samstag (26. September) regnete Asche auf Sizilien herab. Europas aktivster Vulkan, der Ätna, zeigte sich von seiner unberechenbaren Seite. Glutrote Lava schoss aus dem Krater, dunkle Aschewolken stiegen bis zu vier Kilometer hoch auf. Es ist der zweite Ausbruch innerhalb kurzer Zeit. Die Folgen für Reisende sind erheblich.

Der Catania Fontanarossa Airport, Italiens fünftgrößter Flughafen nach Passagierzahlen, hat sämtliche Flugbewegungen eingestellt. Die Sperrung gilt bis Sonntag, 12:00 Uhr Ortszeit, wie hurriyet.com.tr berichtet. Schon vor der vollständigen Schließung mussten die Behörden die stündliche Landekapazität stark reduzieren. Mindestens zehn Maschinen der Fluggesellschaft ITA Airways wurden zu benachbarten Airports umgeleitet.
Wegen Vulkanausbruch: Flughafen Catania komplett lahmgelegt
Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie INGV bestätigte anhaltende vulkanische Aktivität am Ätna. Die aufsteigenden Aschepartikel in Kombination mit widrigen Wetterbedingungen zwangen die Zivilluftfahrtbehörden zum Handeln. Der Luftraum-Sektor C1 über Sizilien wurde für den gesamten Flugverkehr gesperrt.
Eine weitreichende Maßnahme, die viele Reisende hart trifft. Urlauber mit gebuchten Flügen nach oder von Catania sollten umgehend Kontakt zu ihrer Airline aufnehmen. Viele Fluggesellschaften bieten kostenlose Umbuchungen oder Erstattungen an. Bei Flügen, für die die EU-Fluggastrechte gelten, ist das sogar Pflicht, wie die Europäische Union (EU) informiert. Während der Wartezeit muss die Airline außerdem angemessene Versorgung wie Getränke und Mahlzeiten sowie nötigenfalls eine Hotelunterkunft stellen.
Wer bereits auf Sizilien ist, sollte seine Rückreisepläne überprüfen und gegebenenfalls alternative Routen über die Flughäfen Palermo oder auf dem italienischen Festland in Betracht ziehen. Die Situation am Ätna bleibt dynamisch und kann sich jederzeit kurzfristig ändern. (Quellen: hurriyet.com.tr, Institut für Geophysik und Vulkanologie INGV, Europäische Union) (sp)