Außergewöhnlich schöner Kurort mit vielen Palmen: Dieser Ort in Niedersachsen versetzt viele in Staunen
Stand: 11.09.2026, 06:31 Uhr
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Ein Ort in Niedersachsen ist äußerst attraktiv und überzeugt durch eine jahrhundertealte Kurtradition. Ein Garten befindet sich im Mittelpunkt des Geschehens.
Mitten im niedersächsischen Weserbergland befindet sich ein Ort, der Besucher in südliche Gefilde versetzt: Bad Pyrmont. Der traditionsreiche Kurort zählt zu den attraktivsten Deutschlands und überzeugt mit einer besonderen Mischung aus jahrhundertealter Heilkraft und mediterranem Ambiente. Seit über 450 Jahren sprudeln hier Quellen aus der Erde, die bereits die Germanen als Wunder verehrten.
Einer der attraktivsten Kurorte Deutschlands befindet sich mitten in Niedersachsen
Der besondere Höhepunkt ist der bekannte Palmengarten im historischen Kurpark. Seit 1913 gedeihen hier über 500 Palmen und subtropische Gewächse unter freiem Himmel – die größte Palmenfreianlage nördlich der Alpen. Die älteste Palme namens „Leo“ zählt über 300 Jahre und verleiht der 5.000 Quadratmeter großen Anlage eine nahezu magische Atmosphäre. Zwischen Hibiskus, Trompetenblumen und Bananenstaudengewächsen wähnen sich Besucher wie in einem südländischen Paradies, wie auf der Natur- und Wanderseite raemple.de vermerkt ist.
Der 17 Hektar große Kurpark im Weserbergland – in dem auch ein besonderer Pfad zu gleich drei Festungen führt – wurde 2019 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet und zählt als einer der schönsten Gärten Europas, wie vom Park selbst mitgeteilt wird. Vierzehn Gärtner pflegen die Anlage, die von Staudenbeeten über Rosengärten bis hin zu verschlungenen Pfaden vielfältige Elemente bietet.
Bemerkenswerte Historie von Bad Pyrmont: Das bietet die Stadt
Bad Pyrmont blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. 1556/57 erlebte der Ort schon das sogenannte „Wundergeläuf“, als bis zu 10.000 Menschen aus ganz Europa Heilung suchten, wie von der Stadt berichtet wird. Im 17. und 18. Jahrhundert avancierte Pyrmont zum Fürstenbad der europäischen Elite. Zar Peter der Große, König Georg I. von England, Friedrich der Große und Johann Wolfgang von Goethe zählten zu den namhaften Kurgästen.
Goethe verbrachte 1801 fünf Wochen in Bad Pyrmont und machte Experimente mit dem Kohlendioxid aus der bekannten Dunsthöhle – der einzigen ihrer Art in Europa. Die historische Hauptallee, 330 Meter lang und 30 Meter breit, bezeichnet man als „älteste Fußgängerzone der Welt“, da dort bereits seinerzeit Kutschen und Pferde verboten waren.
Heute verwendet das niedersächsische Staatsbad sieben unterschiedliche Heilquellen mit verschiedenartig zusammengesetzten Wässern für Bäder und Trinkkuren. Im Weserbergland befinden sich übrigens auch sieben Schlösser auf engem Raum.