Entscheidung um endgültiges Karriereende bei Olympiasieger gefallen – Ehefrau reagiert erleichtert
Stand: 11.09.2026, 06:31 Uhr
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Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl wird seine Karriere doch fortsetzen. Seine Ehefrau Nina reagierte auf die Entscheidung fast erleichtert.
München – Nach Wochen der Ungewissheit ist die Entscheidung gefallen: Doppel-Olympiasieger Benjamin Karl setzt seine Snowboard-Karriere fort und verzichtet vorerst auf den Wechsel in den Radsport. Der 40‑Jährige hatte nach seinem Olympiasieg 2026 in Italien zunächst verkündet, seine Wintersportlaufbahn zu beenden und als Radprofi durchzustarten. Nun folgt der überraschende „Rücktritt vom Rücktritt“: Karl bestreitet auch die kommende Weltcup-Saison und peilt die Heim-WM im Montafon an.

Für Familie Karl ist diese Kehrtwende offenbar eine gute Nachricht, besonders für Ehefrau Nina. Zuletzt hatte das Paar für Diskussionen gesorgt, nachdem Karl im Podcast „Mindgames“ offen über Ehespannungen gesprochen hatte. Nina hatte nach rund 20 Jahren, in denen sie seine Karriere mitgetragen und die Töchter versorgt hatte, mehr Zeit für sich eingefordert. Karls Aussagen zu Care-Arbeit und Geschlechterrollen hatten einen Shitstorm ausgelöst.
Olympiasieger packt aus
Nina reagierte auf die Kehrtwende aber keineswegs enttäuscht. Karl hatte sich im Sommer bei einem Radsturz am Wörthersee das Schlüsselbein gebrochen. „Dann sagte ich mir: ‚Benni, wie viele Watschen brauchst du noch?‘“, schilderte er der Tiroler Tageszeitung. Um drei Uhr nachts sei er aufgewacht und habe Nina von seinen Comeback-Plänen erzählt.
„Die reagierte fast erleichtert, dass ich beim Snowboarden bleibe“, erzählte der Doppel-Olympiasieger. Nina habe ihm geraten, noch eine Nacht darüber zu schlafen, doch für Karl stand der Entschluss bereits fest: „Ich darf den geilsten Job der Welt machen, das wurde mir in dem Moment bewusst.“
Seine Entscheidung begründete Karl laut ORF mit einem Gefühl, das sich über den Sommer verstärkt habe: „Dass ich ganz einfach ein Snowboarder bin, der gerne Rad fährt.“ Mitte September startete er in Landgraaf die Vorbereitung mit dem ÖSV-Team auf die WM‑Saison. Zum Ehe-Zwist äußerte sich Karl versöhnlich: „Was mich aber freut, ist, dass Nina und ich immer wieder einen gemeinsamen Weg finden. Dafür bin ich auch dankbar.“ (smr)