Bikesharing und Ladesäulen: Hier soll erster Mobilitätspunkt entstehen


Stand: 15.08.2026, 06:00 Uhr

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Geretsried - Mobilitätspunkt

Auf dieser Fläche an der B11 werden MVV-Bikesharing sowie E-Ladepunkte inklusive Carsharing eingerichtet. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Die Stadt will fünf Mobilitätspunkte bauen. Der erste ist beschlossen. Er wird mit Leihrädern, Ladesäulen und überdachten Radständern ausgestattet.

Geretsried – Die Stadt Geretsried will den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtern und hat dafür beschlossen, Mobilitätspunkte im Stadtgebiet zu errichten (wir berichteten). In der jüngsten Beupa-Sitzung (Ausschuss für Bau, Entwicklung, Umwelt und Planung) hat das Gremium einstimmig die Umsetzung des ersten Mobilitätspunkts Geretsried Mitte beschlossen.

Geretsried errichtet ersten Mobilitätspunkt am Rathaus

Bei den Mobilitätspunkten handelt es sich um Stationen, die Angebote wie Carsharing-Autos, Leihräder oder Elektroroller an Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs bündeln. Zusätzlich zu den Mobilitätspunkten hat der Stadtrat auch die Einführung des MVV-Bikesharing (Geretsried gehört zum MVV-Gebiet) beschlossen. Die Bikesharing-Standorte sollen von Beginn an so gestaltet werden, dass sie die Anforderungen an einen Mobilitätspunkt erfüllen, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Für die erste Mobilitätsstation, die auf Höhe Rathaus/B11 entstehen soll, ist eine MVV-Stele vorgesehen. Ebenso wird neben der B11 eine Fläche für Bikesharing errichtet. Es soll außerdem eine Ladesäule mit vier Ladeplätzen geben, die von der 17er Oberlandenergie betrieben wird. Zudem sind überdachte Radabstellanlagen auf der Böhmwiese geplant.

In Stein will die Stadt ebenfalls eine MVV-Stele errichten, dazu eine Fläche für Bikesharing. Die Bekanntmachungstafel neben der Bushaltestelle fällt dann weg. Ein Carsharing-Fahrzeug und E-Ladesäulen für alle Bürger sind noch in der Prüfung. Ähnlich gestaltet es sich in Gelting. Neben Stele und Bikesharing-Fläche soll eine Bike-and-Ride-Abstellanlage hinter das Bushäuschen, Roller können davor abgestellt werden. Auch hier werden ein Carsharing-Fahrzeug und eine E-Ladesäule für alle Bürger geprüft. Am Stern sind eine Stele und eine Bikesharing-Fläche geplant. In der Böhmerwaldstraße erfolgt die Planung im Rahmen der Sanierung der Ortsdurchfahrt.

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Alle fünf Standorte erfüllen die Mindestanforderungen des MVV mit mindestens zwei Mobilitätsangeboten. Neben dem ÖPNV wird jeweils mindestens ein weiteres Mobilitätsangebot bereitgestellt. Im Haushalt sind 45.000 Euro für den Ausbau der Mobilitätsstationen eingestellt sowie Mittel für überdachte Radabstellanlagen eingeplant.

„Sobald wir für das Carsharing für die Standorte Stein und Gelting neue Punkte geprüft haben, legen wir sie Ihnen noch mal getrennt vor“, sagte Bürgermeister Patrik Kohlert (GL). Ihm war primär wichtig, grünes Licht von den Mitgliedern des Fachausschusses zu erhalten, damit die Stadt ihre vertraglichen Pflichten erfüllt und das MVV-Bikesharing eingerichtet werden kann. Vorgesehen ist die Einführung im März 2027.

Neben der Umsetzung des Mobilitätspunkts Mitte wurde die Verwaltung beauftragt, die baulichen Voraussetzungen für die übrigen Punkte im Jahr 2026 herzustellen. Der weitere Ausbau der einzelnen Standorte erfolge schrittweise und richte sich nach den verfügbaren Haushaltsmitteln sowie der Akzeptanz und Nutzung.

Elmar Immertreu (GL) erkundigte sich nach Schnellladesäulen. Die seien Aufgabe des Anbieters, erklärte Kohlert. Eventuell könnte am Rathaus eine hinkommen. Wolfgang Möckel (FW) betonte: „Die Energiewende funktioniert sicher nicht ohne Schnelllader. Da solle man unbedingt nachziehen.“ Felix Leipold (FW) merkte an, dass die digitalen Anzeigen an den Bushaltestellen häufig nicht funktionieren würden. „Wir denken jetzt schon den nächsten Schritt, dabei funktionieren die Basics nicht.“

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