Der Marienplatz bebt: Tausende feiern beim Bürgerfest bis zur Geisterstunde


Stand: 26.07.2026, 17:00 Uhr

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Bürgerfest Wolfratshausen am 25. Juli 2026 - Ließ den Marienplatz beben: die Band Gaudibox.

Ließ den Marienplatz in Wolfratshausen beben: die Band Gaudibox. © Peter Herrmann

Beim Bürgerfest in Wolfratshausen feierten am Samstag Tausende Besucher zwölf Stunden lang. Die Coverrockbands Merged und Gaudibox sorgten bis kurz vor Mitternacht für Partystimmung.

Wolfratshausen – Südländische Begeisterung und ebensolche Temperaturen prägten am Samstag (25. Juli) die Stimmung in der Altstadt und entlang des Loisachufers. Während Vereine und Institutionen an 48 Ständen zu Aktionen einluden, überboten sich Musik- und Tanzgruppen auf zwei Bühnen bis kurz vor Mitternacht mit ihren Showeinlagen.

Einen passenderen Rahmen für die am Samstagmorgen im Rathaus offiziell vollzogene Städtepartnerschaft mit Manzano hätten sich auch die italienischen Gäste nicht wünschen können. Die Blaskapelle „Corpo Bandistico“ marschierte schon mittags durch die zu diesem Zeitpunkt schon gut gefüllte Innenstadt und überraschte später an verschiedenen Standorten mit Pop-up-Konzerten.

Der Marienplatz bebt: Tausende feiern beim Bürgerfest bis zur Geisterstunde

Wolfratshausen Bürgerfest

Die Blaskapelle „Corpo Bandistico“ aus der italienischen Partnerstadt Manzano begeisterte das Publikum. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Für viele Mädchen und Buben war zunächst die Kletterwand der Wolfratshauser Bergwacht am westlichen Loisachufer hinterm Rathaus die erste Anlaufstation. Gesichert mit Gurten, kraxelten sie in beeindruckendem Tempo in die Höhe. Wer sich nicht sofort in die Schlange einreihen wollte, griff zu Farbkreide und bemalte den Platz vor dem alten Pumpenhäuschen, der Vereinssitz der Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger.

Der Flößerheilige Nantovinus und der Erzengel Michael nach dem Rechten

Schweißtreibend ging es beim Schwertkampf des hiesigen Burgvereins an der alten Floßlände zu. Die Protagonisten schlüpften in schwere Ritterrüstungen, die nur wenig Luft zum Atmen ließen. Später legten dort Tanzpaare in mittelalterlicher Tracht eine heiße Sohle aufs staubige Parkett. In Sichtweite schauten der Flößerheilige Nantovinus und der Erzengel Michael nach dem Rechten. Tobias Zengerle und Michael Hanak von der Loisachtaler Bauernbühne schlüpften in diese Kostüme, um für ihren Fotopoint zu werben. Familien folgten diesem Aufruf nur zu gerne und holten sich einmalige Erinnerungsbilder.

Ein anderes Souvenir fertigte das Team des Jugendhauses La Vida an. Dass die Nachfrage nach der Tasche mit der Siebdruck-Beschriftung des Bürgerfest-Logos zunächst überschaubar war, störte Jugendhausleiter Max Aichbichler nicht. „Wir wollten einfach mal etwas Neues probieren und schauen, wie’s ankommt“, gab er sich gelassen.

Wolfratshausen Bürgerfest

Hände hoch und mitsingen: Der Nachwuchs der Musikschule Wolfratshausen zeigte sein Können. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Deutlich mehr Magnetwirkung entwickelten der Ponyreitstand und die Aktionsplattform der Feuerwehr an der alten Floßlände. Eine Mutter aus Mainz besuchte auf Empfehlung eines Einheimischen die Flößerstadt. „Er erzählte uns, dass beim Bürgerfest besonders viel geboten ist und wir da unbedingt hinmüssen“, so die Touristin gegenüber unserer Zeitung.

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Ich habe von allen nur positives Feedback erhalten.

Nach Fernost entführte der Partnerschaftsverein Iruma: Im Japanischen Garten malte Rieko Takahashi Schriftzeichen, die zum Vornamen der Besucher passten. Dass nebenbei auch Spenden für einen Japan-Flug des Kinderchors zusammenkamen, freute den Vereinsvorsitzenden Ludwig Gollwitzer besonders.

Nachdem die Vereine am frühen Abend ihre Stände abgebaut hatten, verwandelten sich die Markstraße und das westliche Loisachufer hinter dem Rathaus in pulsierende Partyzonen. Die Coverrockbands Merged und Gaudibox ließen es bis gegen Mitternacht derart krachen, dass die tanzende Menge einen vorübergehenden Regenschauer als angenehme Abkühlung empfand.

Dementsprechend positiv fiel die Bürgerfestbilanz von Vereinen, Besuchern und Bands aus. „Ich habe von allen nur positives Feedback erhalten“, freute sich der städtische Kulturmanager Andreas Kutter.