„Der Schmutz muss weg“: Deutsche Bahn startet XXL-Waschprogramm – doch das größte Problem bleibt


Stand: 30.08.2026, 16:50 Uhr

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Die Deutsche Bahn verlängert ihr Sauberkeitsprogramm: Bis 2030 fließen 210 Millionen Euro in saubere Züge, Bahnhöfe und mehr Sicherheit für Fahrgäste im Bahnalltag.

Frankfurt – Die Deutsche Bahn (DB) will nach Informationen der Bild am Sonntag zufolge bis 2030 insgesamt 210 Millionen Euro in ein „XXL-Waschprogramm“ für sauberere Bahnhöfe und Züge sowie mehr Sicherheit investieren. Damit werde das bestehende Sofortprogramm gegen Schmutz und Vandalismus verlängert, berichtete die Zeitung in einer Vorabmeldung. „Sauberere Züge und Bahnhöfe, mehr Sicherheit und mehr Komfort sollen nicht die Ausnahme sein, sondern unser neuer Standard“, sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der Zeitung.

Die Deutsche Bahn will bis 2030 zusätzlich 210 Millionen Euro in sauberere Züge und Bahnhöfe investieren. Bahn-Chefin Evelyn Palla fordert: „Der Schmutz muss weg.“

Die Deutsche Bahn will bis 2030 zusätzlich 210 Millionen Euro in sauberere Züge und Bahnhöfe investieren. Bahn-Chefin Evelyn Palla fordert: „Der Schmutz muss weg.“ © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Unter anderem soll demnach die Zahl der Reinigungskräfte, die in Fernzügen Toiletten säubern, auf 220 verdoppelt werden. Die Teams sollen den Angaben zufolge wöchentlich rund 52.000 Bordtoiletten reinigen. ICE- und IC-Züge sollen im Werk Berlin-Rummelsburg in bis zu zehnstündiger Handarbeit intensiv gereinigt werden. „Der Schmutz muss weg“, sagte Palla.

Deutsche Bahn verdoppelt Zahl der Reinigungskräfte in Fernzügen

Die Bahn hatte im Februar bereits ein Sofortprogramm für mehr Komfort im Fernverkehr vorgestellt. Mit zusätzlichen Reinigungskräften sowie mobilen Wartungsteams sollten unter anderem Toiletten, Teppiche und Bordgastronomie zuverlässiger sauber und funktionsfähig gehalten werden. Für dieses Programm waren zunächst rund 20 Millionen Euro vorgesehen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte die Maßnahmen im Zuge seiner Strategie zur Verbesserung der Bahn eingefordert.

Nach Angaben der Bild am Sonntag sank die Zahl der Störungen an Bordtoiletten inzwischen um 25 Prozent. 44 mobile Handwerkerteams sollen Schäden schneller beheben. Die weiterhin hohe Verspätungsquote im Fernverkehr bleibt davon allerdings unberührt.

Auch an den Bahnhöfen hat die Bahn ihre Ausgaben für Sauberkeit und Reparaturen bereits erhöht. Allein 2026 stellt der Konzern nach eigenen Angaben mehr als 50 Millionen Euro zusätzlich für entsprechende Maßnahmen bereit. 1.400 Bahnhöfe sollten in diesem Jahr einen besonders gründlichen Frühjahrsputz bekommen – doppelt so viele wie im Vorjahr. Bundesweit sind zudem rund 200 neue Beschäftigte in den mobilen Handwerkerteams vorgesehen, die unter anderem beschädigte Scheiben, Graffiti und defekte Ausstattung schneller beseitigen sollen.

Beim größten Ärgernis vieler Fahrgäste bleibt der Handlungsdruck allerdings enorm. Im Juli waren nach Bahn-Angaben nur 52,6 Prozent der Fernverkehrszüge betrieblich pünktlich, die Reisendenpünktlichkeit lag bei 55 Prozent. Bis 2030 will die DB die betriebliche Pünktlichkeit im Fernverkehr auf 69 bis 72 Prozent steigern. Dafür sollen unter anderem 24 hoch belastete Korridore und rund 2.500 Kilometer Schienennetz saniert werden. (Quellen: Bild am Sonntag/BILD, Deutsche Bahn) (mare)