Diakonin Lilli Knieriem (28) kommt für Jugendarbeit nach Bassum


Stand: 18.07.2026, 18:00 Uhr

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Freut sich vor allem auf die Jugendarbeit: Lilli Knieriem kommt als Diakonin im Aufbaujahr in die Kirchengemeinde Bassum.

Freut sich vor allem auf die Jugendarbeit: Lilli Knieriem kommt als Diakonin im Aufbaujahr in die Kirchengemeinde Bassum. © Kirchengemeinde

Lilli Knieriem beginnt am 1. August als Diakonin im Aufbaujahr in der Kirchengemeinde Bassum. Sie wird vor allem mit Konfirmanden arbeiten und die Jugendarbeit aufbauen.

Bassum – Jeder Mensch hat ja so ein Thema, das sich durch sein Leben zieht. Bei Lilli Knieriem ist es Gemeinschaft. Menschen zusammenzubringen, vor allem Kinder und Jugendliche, ein Miteinander aufzubauen, zusammen etwas auf die Beine zu stellen und sowohl Spaß zu haben als auch gegenseitigen Rückhalt. Das ist es, was die 28-Jährige aus Liebenau schon immer interessiert hat. In der Schule, im Konfi-Unterricht, in der Jugendarbeit. Nun will sie ihr Lieblingsthema auch in Bassum leben. Lilli Knieriem kommt als Diakonin im Aufbaujahr zum 1. August in die Kirchengemeinde. Darüber informiert die Kirche in einer Pressemitteilung.

„Meine Mama ist sehr engagiert in der Kirchengemeinde Liebenau im Kreis Nienburg. Dadurch bin ich schon früh zum Kindergottesdienst gegangen und habe schließlich angefangen, auch selbst mitzuhelfen“, wird die 28-Jährige darin zitiert.

Als Teamerin angefangen

Spätestens mit der Konfi-Zeit wurde daraus immer mehr. Lilli Knieriem blieb dabei, wurde Teamerin, begleitete Kinder- und Jugendfreizeiten und entwickelte gemeinsam mit dem Team der evangelischen Jugend Angebote und Aktionen. Jugendarbeit war bald ein fester Teil ihres Lebens. „Je mehr ich in diesem Bereich mit Kindern und Jugendlichen unterwegs war und je mehr Verantwortung ich übernahm, desto deutlicher habe ich gemerkt, dass es genau das ist, was ich machen möchte“, ist zu lesen.

Nach dem Abitur ging sie zunächst für ein Freiwilliges Soziales Jahr an die Paul-Moor-Schule der Lebenshilfe Sulingen. Danach folgten eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin und ein Studium der Sonderpädagogik. Daran schloss sich noch ein Fernstudium im Fach Soziale Arbeit an. Parallel dazu arbeitete sie in einer heilpädagogischen Kita-Gruppe.

Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin und Studium der Sonderpädagogik

Aber ihre Leidenschaft für den Jugendbereich, für die soziale Arbeit der Kirche und für die Gemeinschaft, die sie dort erlebte, blieb. Unabhängig davon, wie viele andere Verpflichtungen sie hatte. Immer mehr wuchs die Klarheit: „Ich möchte das nicht mehr nur im Ehrenamt machen, sondern mehr und intensiver.“

So entschied sie sich für eine nebenberufliche Weiterbildung und beginnt am 1. August als Diakonin im Aufbaujahr im Kirchenkreis Syke-Hoya. Ihre Stelle ist in der Kirchengemeinde Bassum verankert, wo sie vor allem in der Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden und in der Jugendarbeit tätig sein wird.

Partizipation liegt ihr am Herzen

Ganz neu ist die Region für Lilli Knieriem nicht. Viele Orte rund um Bassum kennt sie aus ihrer Zeit in Sulingen, die Region Hoya ist ihr durch das Engagement in der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Nienburg vertraut. Und auch erste Kontakte zu Kollegen gibt es bereits – zum Beispiel zu Pastorin Sandra Kopmann (Bassum und Nordwohlde), mit der sie künftig zusammenarbeiten wird.

Inhaltlich bringt die angehende Diakonin klare Schwerpunkte mit. „Gerade in der Jugendarbeit ist es mir wichtig, ein Gefühl von Gemeinschaft aufzubauen und zu stärken. Denn das hat mir persönlich immer sehr viel gegeben“, sagt sie.

Ein zweites Thema sei die aktive Beteiligung aller Zielgruppen: „Partizipation liegt mir sehr am Herzen. Denn ich finde, Angebote für Jugendliche können erst dann richtig gut werden, wenn die Jugendlichen selbst in den Prozess einbezogen werden.“

Und auch die Präventionsarbeit ist Lilli Knieriem laut Mitteilung ein Anliegen: „Ich bin ausgebildete Multiplikatorin für Aufklärungsarbeit und den Schutz vor sexualisierter Gewalt und gebe auch selbst Schulungen. Mir ist es wichtig, dass dieses Thema nicht nur einmal behandelt und dann abgehakt wird, sondern als fortlaufender Prozess verstanden wird.“

In ihrer Freizeit geht es selten ruhig zu: Engagement in der evangelischen Jugend, in der Jugendfeuerwehr, dazu das Orchester, in dem sie Klarinette spielt. Und zu Hause? „Da liegt fast immer irgendwo ein angefangenes Projekt rum – ob Häkeln, Basteln oder etwas Selbstgebautes.“

Die Kirchengemeinde Bassum freut sich auf die neue Kollegin. Kennenlernen können alle Interessierten Lilli Knieriem spätestens am 13. September. Beim Begrüßungsgottesdienst der Konfirmanden wird auch die 28-Jährige offiziell vorgestellt.