Die Staaten der Welt müssen Russlands kriminelle Rekrutierung unterbinden


Fabian Sommavilla

Die Staaten der Welt müssen Russlands kriminelle Rekrutierung unterbinden

Es ist mühsam, aber wichtig, die globale Betrugsmasche, mit der Ahnungslose in den Tod gelockt werden, zu unterbinden

Kommentar

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Fabian Sommavilla

In diesem Bild ist eine Person zu sehen, die an einer Zeremonie teilnimmt. Die Szene spielt im Freien bei kaltem Wetter, erkennbar an den Mänteln und Winterhüten der Umstehenden. Der Hintergrund ist verschwommen.
Wladimir Putin lässt lieber Ausländer für seinen Krieg sterben, als die eigenen Leute in den Krieg schicken zu müssen.

Wladimir Putin hat Angst vor dem Kontrollverlust. Die Sorge, dass die Stimmung im Land kippt und damit auch sein Lebenswerk bröckeln könnte. Einer abermaligen Mobilmachung aufgrund der ausbleibenden Erfolge im Ukrainekrieg wohnt genau diese Gefahr inne. Putin weiß das. Auch deshalb meidet er sie bisher wie der Teufel das Weihwasser.

Schon die erste Teilmobilmachung nach den ukrainischen Rückeroberungen im September 2022 führte zur Flucht hunderttausender wehrpflichtiger Männer. Schnell ging das brutale Kreml-Regime daher zu Zwangsrekrutierungen in besetzten Gebieten über. Man professionalisierte aber auch abermals die offiziellen Rekrutierungsmaßnahmen, bot hohe Geldsummen an. Auch in Nordkorea holte man sich Hilfe.

In den Tod gelockt

Besonders perfide ist die Betrugsmasche, mit der Tausende aus Afrika, Asien und Lateinamerika unter falschen Arbeitsversprechungen nach Russland gelockt wurden. Viele glaubten an einen Ausweg aus der Armut und landeten als Kanonen- und Drohnenfutter an der Front. Aber nur so kann Russland die kolportierten 40.000 Verluste monatlich kompensieren.

Die Online-Rekrutierungen folgen einer globalen Betrugsmasche, die auch westliche Infrastruktur, Server und KI-Tools nutzt. Diese Spuren datenforensisch ausfindig zu machen und lahmzulegen ist mühsam, aber möglich. Es ist nicht nur unsere moralische, sondern auch eine rechtliche Pflicht, dies zu tun, weil die Anwerbung für fremde Armeen in anderen Ländern fast überall verboten ist. (Fabian Sommavilla, 19.9.2026)

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