Dreierpacker Zoma schießt Nürnberg gegen Dresden zum Sieg


Mohamed Ali Zoma bejubelt 1:0

Erfolg gegen Dynamo Dresden Dreierpack: Zoma schießt Nürnberg im Alleingang zum Sieg

Stand: 09.08.2026 • 16:12 Uhr

Der 1. FC Nürnberg hat zum Start in der 2. Fußball-Bundesliga einen Sieg gegen Dynamo Dresden eingefahren. Matchwinner war Mohamed Ali Zoma - was jetzt aber zum Problem werden könnte.

Beim 3:0 (2:0)-Sieg am Sonntag im Max-Morlock-Stadion machte der italienische Stürmer alle drei Treffer für den FCN (9./45.+3/75.).

Bitter für die Nürnberger: Die Begehrlichkeiten an Zoma wird das steigern. Der wird aktuell von zahlreichen europäischen Vereinen umworben und könnte vor Ende des Transferfensters noch wechseln - wobei der "Club" natürlich gut beraten wäre, seinen Unterschiedsspieler zu halten. Doch zunächst überwiegt die Freude über den Auftaktsieg, während die als Geheimfavorit gehandelten Dresdener noch viel Arbeit vor sich haben.

Nürnbergs Klose lobt, Dresdens Stamm hadert

"Wir wissen, welche Stärken er hat, dass er Tore aus dem Nichts machen kann", sagte Nürnbergs Trainer Miroslav Klose am ARD-Mikrofon über Zoma, lobte aber das gesamte Team. Zur Zukunft seines Stürmers sagte Klose: "Der Junge ist klar im Kopf. Und er weiß, was er hier hat."

Dresdens Coach Thomas Stamm erklärte: "In den wichtigen Punkten und entscheidenden Momenten war Nürnberg klar besser. Das war verdient, auch in der Höhe."

Dresden verpasst Blitzstart, Nürnbergs Zoma trifft früh

Bis zur ersten Chance dauerte es gerade mal zwölf Sekunden. Da setzte sich Dresdens Ben Bobzien auf der linken Seite durch und legte den Ball in den Rückraum auf Jakob Lemmer, doch dessen Schuss strich am Tor vorbei. Auch in der Folge blieb das Tempo hoch, beide Teams suchten schnell den Weg nach vorne.

Ein frühes Tor lag also in der Luft, und die Nürnberger machten es dann auch. Nach schönem Zusammenspiel mit Fin Becker nahm Zoma auf dem linken Flügel Fahrt auf, zog unwiderstehlich in die Mitte und schloss aus zwölf Metern satt und flach ab - 1:0 für den "Club".

Neuformierte "Club"-Abwehr harmoniert

Dresden war um eine schnelle Antwort bemüht, doch zunächst scheiterte Lemmer und dann war Nürnbergs Neuzugang Fynn Otto bei einer Hereingabe mit einer perfekt getimten Grätsche im letzten Moment vor Vincent Vermeij am Ball.

Überhaupt machte es die neuformierte Nürnberger Abwehrreihe gut gegen die eingespielte Offensive der Sachsen. Denn auch Alexios Kalogeropoulos, der zweite neue Innenverteidiger im Team, verteidigte souverän.

Zoma legt noch vor der Pause für FCN nach

Und dann hatte Zoma wieder seinen Auftritt. Erst setzte er seinen zweiten schönen Schuss kurz vor der Pause knapp am rechten Pfosten vorbei - doch dann schnürte er doch den Doppelpack. Julian Justvan traf bei einem Freistoß in der Nachspielzeit nur die Mauer, Tim Janisch knallte den Abpraller an die Latte und Zoma stand goldrichtig und staubte ab.

Das Schiedsrichterteam um Jarno Wienefeld entschied zunächst auf Abseits, nahm das nach VAR-Überprüfung aber wieder zurück. Mit 2:0 für Nürnberg ging es in die Pause. Dresden hatte zwar teilweise gut mitgespielt, doch es fehlten vorne die Durchschlagskraft und die letzte Konsequenz.

Dresdens Aufholjagd findet nicht statt

Das blieb auch im zweiten Durchgang so. Zu mehr als zu einigen Halbchancen kamen die Schwarz-Gelben nicht. Und Dynamo scheute sich, ins Risiko zu gehen. Die Angst vor dem dritten Gegentor war groß. Den Nürnbergern fiel es leicht, die Partie zu kontrollieren und mehr oder weniger zu verwalten. Das bedeutete aber auch, dass es kaum noch gute Strafraumszenen und Torchancen gab.

Ab der 65. Minute hatten die Dresdner dann eine kleine Drangphase, doch Christoph Daferner brachte den Ball nicht im Tor unter. Auf der anderen Seite hatten die Gäste Glück, dass die Nürnberger einen Konter nicht gut zu Ende spielten - Tobias Heß traf nur das Außensetz.

Zoma macht den Dreierpack

Die Entscheidung fiel dann in der 75. Minute. Simon Straudi hatte seinen Gegenspieler Rafael Lubach im Strafraum gefoult und Schiedsrichter Wienefeld auf Strafstoß entschieden. Zoma scheiterte erst an Torwart Tim Schreiber, brachte den Nachschuss dann aber im Tor unter - der Dreierpack und die Entscheidung.

Nürnberg in Fürth, Dresden gegen Darmstadt

So geht es weiter: Nürnberg kann am nächsten Spieltag am Samstagmittag mit viel Selbstbewusstsein im Frankenderby bei Greuther Fürth antreten (13 Uhr). Dresden empfängt am Sonntagmittag den SV Darmstadt 98 (13.30 Uhr).

Quelle: vdv