Endlich Entlastung: Neue Hausarztpraxis für Steilshoop
Hamburg
Endlich! Dieser Hamburger Stadtteil soll neue Ärzte bekommen
Die medizinische Versorgung in Steilshoop beschäftigt Politik und Anwohner seit Jahren. Nun soll es einen Durchbruch geben. Wann und wo eine neue Praxis eröffnen könnte – und mit wie vielen Ärzten.
Lange Wege, volle Wartezimmer und kaum Alternativen prägten den Alltag vieler Patienten in Steilshoop. Jetzt gibt es eine konkrete Aussicht auf Entlastung: Grünes Licht für eine neue Hausarztpraxis im Stadtteil.
„Das ist eine Nachricht, auf die viele Menschen in Steilshoop lange gewartet haben“, schreibt der CDU-Abgeordnete Sandro Kappe am Mittwochabend auf Facebook. „Der Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung hat heute zwei zusätzliche Hausarztsitze für Steilshoop genehmigt. Damit ist ein wichtiger Schritt für eine bessere hausärztliche Versorgung gelungen.“
Steilshoop: Geringe Versorgung sorgt immer wieder für Unmut
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Demnach soll zum 1. Oktober eine neue Praxis mit drei Hausärzten und einem Assistenzarzt in den Schreyerring in Räume von Vonovia ziehen. Die bestehende Praxis am Fritz-Flinte-Ring soll mit einem Hausarzt erhalten bleiben. Damit sollen in Steilshoop ab Herbst insgesamt vier Hausärzte und ein Assistenzarzt in zwei Praxen arbeiten.
Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Der Zulassungsausschuss war für die MOPO nicht zu erreichen, die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg machte keine Angaben, da es sich um ein unabhängiges Gremium handelt und verwies zudem auf den Datenschutz. Theoretisch kann gegen Beschlüsse des Ausschusses Widerspruch eingelegt werden.
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Der Beschluss ist zunächst aber ein Lichtblick: Die medizinische Versorgung in Steilshoop ist seit Jahren Thema. Der Stadtteil gilt offiziell nicht als unterversorgt, da die Kassenärztliche Vereinigung nur die Landesebene betrachtet und Steilshooper auf Praxen in umliegende Stadtteile ausweichen können. Anwohner hatten jedoch immer wieder kritisiert, nicht ausreichend versorgt zu sein. Die Schließung der Miamedes-Praxis spitzte die Lage noch zu: Rund 20.000 Menschen leben im Stadtteil – zuletzt gab es aber nur noch eine Hausarztpraxis.
„Besonders belastend war die Situation für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen“, erläutert Kappe, der sich seit Jahren für eine bessere medizinische Versorgung in seinem Wahlkreis einsetzt. „Die verbliebene Hausarztpraxis war für viele nicht barrierefrei erreichbar.“
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CDU mahnt: Das darf nur der Anfang sein
Ein Problem für die Gründung einer neuen Praxis war die Suche nach den passenden Räumlichkeiten, da der Zustand des Einkaufszentrums eine Ansiedlung von Ärzten darin nicht zuließ.
Nun dankt Kappe den Beteiligten, doch mahnt zugleich: Die Entwicklung dürfe nur ein Anfang sein. „Früher gab es in Steilshoop zehn Hausärzte. Davon sind wir noch ein gutes Stück entfernt.“ Deshalb werde er sich weiterhin dafür einsetzen, Arztpraxen im Stadtteil anzusiedeln.
Zunächst aber überwiegt die Freude: „Wenn die Planungen wie vorgesehen umgesetzt werden, profitieren viele Menschen in Steilshoop künftig von kürzeren Wegen und einer deutlich besseren hausärztlichen Versorgung.“ (nf)