Energiepreise steigen: Strom und Erdgas werden teurer


Stand: 05.10.2026, 08:00 Uhr

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Abgelaufen ist die Zeit für die von den Stadtwerken engagierte Firma zum Austausch der Zähler

Weil teilweise Messergebnisse fehlen, ist es für die Uelzener Stadtwerke schwierig, eine Abrechnung zu erstellen. © Sina Schuldt/dpa

Die Stadtwerke Hamm erhöhen die Energiepreise. Ein Durchschnittshaushalt muss beim Erdgas mit Mehrkosten von 560 Euro im Jahr rechnen, beim Strom sind es 140 Euro. Wer in einen Sondertarif wechselt, kann den Anstieg deutlich begrenzen.

Hamm – Der weltweite Preisanstieg für Erdgas und Erdöl macht sich in Hamm bemerkbar. Die Stadtwerke erhöhen zum 1. Januar die Bezugspreise für Erdgas und Strom. Der Aufsichtsrat hat bereits zugestimmt. Die Kunden sollen im November das obligatorische Schreiben bekommen.

Beim Erdgas wird in der Grundversorgung der Grundpreis um 29,75 Euro (brutto) pro Jahr erhöht, der Arbeitspreis steigt um 2,68 Cent pro Kilowattstunde (brutto). Bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden macht das für einen Durchschnitthaushalt Mehrkosten von 560 Euro im Jahr aus. Das entspricht einem Anstieg um 23,5 Prozent.

Stadtwerke raten zum Tarifwechsel

Wer sparen will, kann nach Stadtwerke-Angaben problemlos von der teuren Grundversorgung in einen günstigeren Spezialtarif wechseln. Mit „Fashion“-Tarif und Online-Bonus könne der Anstieg auf 148 Euro im Jahr (plus 6 Prozent) reduziert werden.

Strom wird ebenfalls teuer, hier fällt der Anstieg aber etwas moderater aus. Der Grundpreis in der Grundversorgung steigt um 23,80 Euro (brutto) im Jahr, der Arbeitspreis um um 3,87 Cent pro Kilowattstunde (brutto). Das macht für den Durchschnittshaushalt bei 3000 Kilowattstunden Verbrauch eine Mehrbelastung von 140 Euro im Jahr aus (plus 12,5 Prozent). Auch hier gilt: Mit den günstigeren Tarifen sinkt der Preisanstieg deutlich, und zwar auf 22 Euro im Jahr (plus 2 Prozent).

Einkaufspreise deutlich gestiegen

Die Stadtwerke beschaffen Strom und Gas nach eigenen Angaben über mehrere Jahre gestaffelt. Die Mengen für das kommende Jahr werden demnach seit 2024 beschafft. Die Einkaufspreise waren mit dem Irankrieg im März deutlich gestiegen; zuletzt lagen sie doppelt so hoch wie vor Kriegsbeginn. Man rechne nicht mehr damit, dass die Einkaufspreise in nächster Zeit nachgeben, sagte Geschäftsführer Reinhard Bartsch im Gespräch mit wa.de. Im Vergleich mit anderen Versorgern stehe man aber gut da und biete günstige Kundenpreise.

Geschäftsführerin Mileva Meißner wies darauf hin, dass die Stadtwerke die Preise zuletzt gesenkt hatten. Man liege auch noch deutlich unter dem Niveau von 2022. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine waren die Erdgaspreise in die Höhe geschossen. Aktuell sehen die Stadtwerke keinen Erdgasmangel, wohl aber ein hohes Preisniveau.