Zugentgleisung in Frankreich: Ermittler vermuten Sabotage
Publiziert12. September 2026, 12:15
FrankreichEntgleister Zug: Ermittler vermuten Sabotage als Ursache
Ein Regionalzug mit rund 180 Passagieren entgleist – die Ermittler verfolgen inzwischen die Spur einer möglichen vorsätzlichen Tat. Ein Augenzeuge schildert die dramatischen Sekunden.



Darum gehts
- Ein Sabotageakt dürfte einen Regionalzug in der Normandie zum Entgleisen gebracht haben.
- Der Zug mit 186 Passagieren kollidierte am Freitagabend gegen 19.30 Uhr mit einem unbekannten Gegenstand – fünf Waggons sprangen aus den Schienen.
- 44 Personen wurden verletzt; mehr als 130 Feuerwehrleute und 50 Polizisten rückten zum Unfallort aus.
Nach dem Entgleisen eines Zugs in Nordfrankreich mit 44 Verletzten geht die Polizei von Sabotage als Ursache aus. Auf der Strecke sei ein Schienenteil gefunden worden, was auf eine vorsätzliche Tat hindeute, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Ermittlerkreisen. Der Regionalzug mit 186 Passagieren war am Freitagabend in der Normandie zwischen den Städten Rouen und Caen unterwegs gewesen, als er gegen 19.30 Uhr mit einem bislang unbekannten Gegenstand kollidierte und daraufhin entgleiste.
Fünf Waggons sprangen aus der Schiene und einer davon kippte um. Laut den Behörden ist unter den Verletzten eine 18-Jährige, die sich in einem «kritischen Zustand» befand. Der Lokführer wurde auf Drogen- und Alkoholkonsum überprüft; die Tests fielen negativ aus.

Plötzlich flogen Koffer durch die Luft
Ein Passagier schilderte dem Sender die dramatischen Sekunden vor und nach dem Unfall: Erst habe es sich angefühlt wie eine Notbremsung, dann sei der Zug durchgerüttelt worden, weil er nicht mehr auf dem Gleis fuhr, sondern über Schotter rumpelte.
«Unser Fenster ist geborsten, Qualm stieg auf und Koffer flogen umher», berichtete der Mann namens Vincent. «Dann haben wir den anderen Waggon an unserem Fenster vorbeirauschen sehen.» Nach dem Unfall waren die Passagiere nach seinen Worten zunächst auf sich allein gestellt und brachen eine Tür auf, da kein Zugpersonal zu sehen gewesen sei.
Die Rettungskräfte rückten mit einem Grossaufgebot zum Unfallort aus. Mehr als 130 Feuerwehrleute, 50 Polizisten und 80 Fahrzeuge seien im Einsatz gewesen, hiess es in französischen Medienberichten.
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.


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