Verwirrter Messer-Mann bei Bamberg – Polizei setzt Schusswaffe ein
Stand: 12.09.2026, 12:15 Uhr
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Ein 38-Jähriger lief am Samstagmorgen bewaffnet durch Mürsbach bei Bamberg und bedrohte Polizisten. Pfefferspray und Warnschüsse zeigten keine Wirkung – schließlich fiel ein gezielter Schuss.
Mürsbach – Ein bewaffneter Mann hat am Samstagmorgen in Mürsbach (Landkreis Bamberg) einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der 38-Jährige war mit zwei Messern unterwegs und reagierte aggressiv auf die Einsatzkräfte.

Mann mit zwei Messern in Mürsbach: Polizei schießt auf 38-Jährigen und rückt mit Hubschrauber aus
Kurz nach 7.30 Uhr gingen bei den Bamberger Polizeidienststellen erste Hinweise ein, dass sich ein offenbar verwirrter Mann mit Messern vor einem Wohnhaus in Mürsbach aufhalte. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtete, folgten rasch weitere Meldungen von Zeugen. Die Beamten leiteten daraufhin sofort eine weiträumige Fahndung ein – auch ein Polizeihubschrauber war dabei im Einsatz.
Ein zusätzlicher Zeugenhinweis brachte die Einsatzkräfte schließlich an den Ortsrand von Mürsbach, wo sie den 38-jährigen Deutschen antrafen. Auf die Ansprache der Beamten reagierte der Mann laut Polizeiangaben mit Drohungen.
Pfefferspray und Warnschüsse zeigen keine Wirkung
Der Einsatz von Pfefferspray blieb wirkungslos, ebenso abgegebene Warnschüsse, wie die Polizei berichtete. Als der Mann sein bedrohliches Verhalten fortsetzte und auf die Beamten zulief, machten diese von ihren Dienstwaffen Gebrauch. Der 38-Jährige erlitt dabei eine Schussverletzung am Bein.
Auch nach dem Schuss ließ der Mann nicht von seinem Verhalten ab – er hielt die Messer weiter in den Händen und bedrohte die Einsatzkräfte, so die Polizei. Erst Kräfte der Zentralen Einsatzdienste aus Coburg konnten ihn schließlich mit dem Einsatz eines Tasers überwältigen und festnehmen.
38-Jähriger ins Krankenhaus gebracht
Der Festgenommene wurde umgehend medizinisch versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Verletzte habe es nicht gegeben, teilte die Polizei mit.
Die Hintergründe des Vorfalls sind laut Polizeipräsidium Oberfranken noch unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen. Wie nach jedem polizeilichen Schusswaffengebrauch üblich, überprüft das Bayerische Landeskriminalamt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Bamberg die Rechtmäßigkeit des Einsatzes. Nach dem polizeilichen Schuss auf einen 14-Jährigen im Münchner Stadtteil Schwabing sorgen zwei unterschiedliche Versionen des Ablaufs weiter für Wirbel. (Polizei Oberfranken) (jh)