57 Kilo Koks: Jetzt steht Ismails mutmaßlicher Bunkerhalter vor Gericht


Gericht

Er soll Drogen für Boss Mansour Ismail gebunkert haben – für 1750 Euro pro Woche

Sichergestellte Kokain-Pakete (Symbolbild).
picture alliance/dpa/Zoll Hamburg

Ein 31-Jähriger soll Kokain für eine internationale Drogenbande gelagert und verteilt haben. Jetzt wird ihm der Prozess gemacht.

Zwei mutmaßliche Komplizen von Drogenboss Mansour Ismail müssen sich seit wenigen Wochen wegen Drogenhandels vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Jetzt kommt ein weiterer Mann hinzu. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 31-Jährigen vor, die internationale Drogenbande beim groß angelegten Kokainhandel unterstützt zu haben.

Laut Anklage soll der Mann zwischen April und August 2025 als sogenannter Bunkerhalter gearbeitet haben. Seine Aufgabe soll es gewesen sein, Kokain für die Gruppe zu lagern und anschließend an Abnehmer weiterzugeben. Dafür soll er 1750 Euro pro Woche bekommen haben.

Allein am 11. April 2025 soll er laut Anklage 20 Kilogramm Kokain von einem mutmaßlichen Kurier übernommen haben. Die Drogen soll er zunächst in einer sogenannten Bunkerwohnung an der Ahrensburger Straße versteckt haben. Später soll er sie auf Anweisung anderer Mitglieder der Gruppe an verschiedene Abnehmer verteilt haben.

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Auch danach soll der 31-Jährige weitere große Mengen entgegengenommen haben: Am 28. Mai 2025 sollen es 17 Kilogramm Kokain gewesen sein. Die Drogen soll ein mutmaßlicher Kurier zuvor in den Niederlanden abgeholt und nach Hamburg gebracht haben. Nur zwei Tage später soll er weitere 20 Kilogramm übernommen haben.

Prozess gegen mutmaßlichen Kokain-Bunkerhalter startet am Freitag

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Insgesamt geht es um sechs Fälle, in denen der Angeklagte die Bande beim Drogenhandel unterstützt und Kokain in erheblicher Menge besessen haben soll.

Ab Freitag wird ihm wegen bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln und unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge der Prozess gemacht.

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Mansour Ismail selbst hat sich bereits vor Jahren ins Ausland abgesetzt. Seitdem wird international nach ihm gefahndet. Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass er sich nach Ägypten abgesetzt hat. Ismail wurde 1995 in Ägypten geboren und soll die ägyptische Staatsbürgerschaft besitzen. Zudem steht er auf der Europol-Liste der meistgesuchten Verbrecher.

Zwei mutmaßliche Komplizen von Ismail stehen derzeit ebenfalls vor Gericht: Kadir D. (31), vermutlich die rechte Hand des Drogenbosses, soll am Vertrieb von rund 2,4 Tonnen Kokain beteiligt gewesen sein. Ein anderer Komplize (44) soll in drei Monaten rund 380 Kilo Kokain ins Land gebracht haben.