Erweiterung auf Eis: Krankenhaus wartet auf Ministeriums-Entscheid
Stand: 30.08.2026, 06:00 Uhr
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Die geplante Erweiterung des Weilheimer Krankenhauses liegt vorerst auf Eis. Geschäftsführer Thomas Lippmann wartet ab, welche Leistungsgruppen das Bayerische Gesundheitsministerium dem Haus zuordnet.
Landkreis – Im vergangenen Herbst kündigte der Geschäftsführer der Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH, Thomas Lippmann, im Gespräch mit der Heimatzeitung an, dass man „gemeinsam mit einer Fachfirma in die Planung einer Erweiterung des Weilheimer Krankenhauses eingestiegen“ sei. Grund war eine Verschiebung der Planbettenzahl im Krankenhaus-Plan. Schongau hat seitdem nur noch 40 Planbetten, in Weilheim spiegeln sich die 250 Betten nun auch in den offiziellen Planungen wider.
Der Kreistag reagierte damals erwartungsgemäß gereizt, nachdem er Schulden beschlossen hatte, um das Defizit der Krankenhaus GmbH zu finanzieren und dann aus der Heimatzeitung von den Bauplänen erfuhr. Mittlerweile ruhen die Planungen, so Lippmann.
Zunächst soll abgewartet werden, welche der zwischenzeitlich beantragten Leistungsgruppen das Bayerische Gesundheitsministerium dem Weilheimer Krankenhaus tatsächlich zuordnet und was das regionale Strukturgutachten empfiehlt. „Wenn die Entscheidungen vorliegen, wissen wir, welche Behandlungen wir in welchem Umfang in Zukunft noch anbieten dürfen. Dann lässt sich klar ableiten, was wir brauchen“, so Lippmann.
Höre man sich derzeit in der Baubranche um, dann werde schnell klar, dass die Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH mit dieser Herangehensweise kein Einzelfall sei: „Derzeit ist der Krankenhausbau deutlich zurückgefahren, weil viele erst einmal abwarten, was sie in Zukunft noch machen dürfen“, so Lippmann. Ähnlich gehe es bei Investitionen in medizinische Großgeräte – abgesehen von dringend notwendigen Ersatzbeschaffungen. Kein Krankenhausträger würde jetzt ohne Not hohe Beträge für Bau und Technik ausgeben, nur um dann im Anschluss festzustellen, dass die Investitionen womöglich gar nicht mehr benötigt werden.
Lippmann rechnet nach den Entscheidungen von Ministerium und Regionalgutachtern, die noch heuer getroffen werden sollen, mit steigenden Preisen: „Dann rennen alle gleichzeitig los.“ Denn die einmal vergebenen Leistungsgruppen müssten auch mit allen Struktur- und Qualitätsauflagen gehalten werden, da vom medizinischen Dienst turnusmäßig überprüft werde, ob die Bedingungen noch erfüllt werden.