Frankenberger Geschäft Hykel zählt zu Hessens besten Dorfbuchhandlungen


Stand: 30.08.2026, 06:00 Uhr

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Schreiben von der Staatskanzlei: Mit einem persönlichen Anschreiben haben der hessische Ministerpräsident Boris Rhein und Lothar Wekel vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels dem Frankenberger Buchhändler Rüdiger Richter von der Buchhandlung Gernot Hykel im Rahmen der Auszeichnung „Hessens beste Dorfbuchhandlung“ ihre besondere Anerkennung ausgesprochen. Foto: mjx

Schreiben von der Staatskanzlei: Dem Frankenberger Rüdiger Richter von der Buchhandlung Hykel wurde als Teilnehmer des Wettbewerbs „Hessens beste Dorfbuchhandlung“ eine Anerkennung ausgesprochen. © Foto: Gerhard Meiser

Ministerpräsident Rhein und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sprechen der Frankenberger Buchhandlung Hykel ihre Anerkennung aus.

Frankenberg – „Ihre Buchhandlung gehört zu den besten Buchhandlungen im ländlichen Raum Hessens.“ Diese Anerkennung haben der hessische Ministerpräsident Boris Rhein und Lothar Wekel vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels dem Frankenberger Buchhändler Rüdiger Richter von der traditionsreichen Buchhandlung Gernot Hykel ausgesprochen, die am Wettbewerb „Hessens beste Dorfbuchhandlung“ teilgenommen hat. Sieger des Wettbewerbs ist die Buchhandlung „Bücherbank“ in Bad Camberg.

In einem Schreiben würdigen Rhein und Wekel das Engagement des Frankenberger Buchhändlers. „Sie gehören zu den Buchhandlungen, die mit ihrem Engagement Tag für Tag Geschichte schreiben und Gesellschaft ermöglichen.“ Die Buchhandlung Hykel sei weit mehr als ein Ort, an dem Bücher verkauft werden – sie sei ein Ort, „an dem sich das Leben entfaltet“. Gerade abseits der Metropolen hätten inhabergeführte und unabhängige Buchhandlungen eine besondere Bedeutung, betonen der Ministerpräsident und der Vertreter des Börsenvereins.

Buchhandlung Hykel schafft „Ort der Begegnung“

Solche Orte seien von ganz besonderer Bedeutung, weil sie der Gemeinschaft einen öffentlichen Raum böten, in dem Begegnung und Austausch möglich seien und Zusammengehörigkeit entstehe. „Ihre Buchhandlung ist genau solch ein Schauplatz des gesellschaftlichen Lebens“, gratulieren Rhein und Wekel dem Frankenberger Buchhändler.

Die Auszeichnung versteht sich damit nicht nur als Anerkennung für das Sortiment und die qualifizierte Arbeit der Buchhandlung, sondern auch als Würdigung ihres Beitrags zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Region. „Für unsere Buchhandlung wie auch für mich persönlich ist es eine wirklich schöne Würdigung der langjährigen Verbundenheit mit Frankenberg und den Menschen hier“, freut sich Rüdiger Richter. 

Buchhandlung Hykel 1932 gegründet

Die Buchhandlung Hykel hat eine lange Tradition. Sie wurde von Gernot Hykel am 1. März 1932 im nordmährischen Bärn im Sudetenland gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung baute sich die Familie mit ihren vier Töchtern in Nordhessen aus dem Nichts eine neue Existenz auf. Das Familienunternehmen entwickelte sich zu einer Buch-, Kunst-, Spielwaren- und Musikalienhandlung und ist seit Jahrzehnten aus dem Stadtbild Frankenbergs nicht wegzudenken. Nach dem Tod des Firmengründers führte dessen Ehefrau Elsa Hykel lange Jahre das Geschäft an zwei Standorten weiter, ehe ihr Enkel Rüdiger Richter nach Ausbildung und Studium im Jahr 1999 den Betrieb in dritter Generation übernahm. „Wir bemühen uns täglich mit Herzblut und aus voller Überzeugung, kleine und große Menschen für das Lesen zu begeistern“, sagt Rüdiger Richter, der seit seinem dritten Lebensjahr in der Buchhandlung „mitgearbeitet“ hat, wie er schmunzelnd ergänzt. (Gerhard Meiser)