Fifa-Präsident : Infantino reist zur Amtseinführung von Kolumbiens rechtem Präsidenten


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Während die Krise im Verband schwelt, pflegt der Fifa-Präsident seine Kontakte zu rechten Politikern. In Kolumbien nahm er an der Amtseinführung des Präsidenten teil.

Quelle: DIE ZEIT, SID,

akm

Aktualisiert am 7. August 2026, 19:47 Uhr

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Gianni Infantino FIFA Kolumbien Abelardo de la Espriella
Gianni Infantino steht weiterhin in der Kritik wegen seines gescheiterten Versuchs, Anteile an der Fußball-WM an private Investoren zu verkaufen. Nun ist er nach Kolumbien gereist. © Jaime Saldarriaga/​AFP/​Getty Images

Fifa-Präsident Gianni Infantino ist inmitten der anhaltenden Krise rund um den Fußball-Weltverband nach Kolumbien geflogen, um der Amtseinführung des ultrarechten Präsidenten Abelardo de la Espriella beizuwohnen. Der Schweizer reiste gemeinsam mit Conmebol-Präsident Alejandro Domínguez, einem engen Verbündeten Infantinos in Südamerika, in die kolumbianische Stadt Cali.

Die Reise fällt in eine Phase heftiger Spannungen innerhalb der Fifa. Auslöser ist Infantinos gescheiterter Plan, Anteile an der Fußball-WM an private Investoren zu verkaufen. Vor allem die Uefa kritisiert das Vorhaben scharf und hält weiterhin einen Boykott der Weltmeisterschaft für möglich.

Infantino, der enge Kontakte zu Politikern aus dem rechten Spektrum, wie US-Präsident Donald Trump, pflegt, wollte in Kolumbien neben der Amtseinführung von Abelardo de la Espriella auch ein Kinderfußballfestival besuchen und dort einen Sportkomplex besichtigen.

Erst kurz zuvor hatte der norwegische Fußballverband um Präsidentin Lise Klaveness Infantinos sofortigen Rücktritt gefordert. »Wir haben beschlossen, dass wir Infantino nicht mehr vertrauen«, sagte Klaveness. Aktuell steht Europa geschlossen gegen Infantino und droht, Fifa-Wettbewerbe zu boykottieren. Die Nationalverbände England, Schweden, Wales und Serbien haben ihre Unterstützungsschreiben bereits zurückgezogen. Die Norweger hatten ein solches Schreiben nicht verfasst.