Beim Spanien-Triumph schrieb er Geschichte: Final-Schiri sorgt kurz nach der WM für Paukenschlag
Final-Schiedsrichter beendet kurz nach WM-Endspiel seine Karriere
Stand: 27.07.2026, 17:34 Uhr
Beim WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien schrieb Slavko Vincic Fußballgeschichte. Kurz darauf zieht er seinen Karriere-Schlussstrich.
Maribor – Er war der zentrale Mann beim größten Spiel des Jahres: Slavko Vincic. Als erster Slowene, der als Schiedsrichter das Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft leiten durfte, schrieb er beim historischen Duell zwischen Spanien und Argentinien (1:0) ein Stückchen Geschichte. Für den 46-Jährigen war das Finale in New Jersey die Kulmination einer großen Karriere – und gleichzeitig ihr letzter großer Akt.

Denn: Acht Tage nach dem Finale gab der slowenische Fußballverband das Karriereende von Vincic bekannt, der seinem Ruf als exzellenter Schiedsrichter auf der größten Bühne auch bei seinem letzten Spiel gerecht wurde. Obwohl es zwischen Spanien und Argentinien extrem hitzig zuging, ließ Vincic sich nicht aus der Ruhe bringen. Selbst aufgeheizte Szenen wie die Rudelbildung nach dem Platzverweis gegen Enzo Fernandez managte der Unparteiische mit gewohnter Ruhe und Entschlossenheit.
WM-Final-Schiri beendet kurz nach Spanien-Triumph seine Karriere
Seine starken Leistungen wurden im Anschluss vom Internationalen Institut für Fußballgeschichte und -statistik anerkannt. Das Gremium zeichnete Vincic, der bei der Verkündung seines Einsatzes im WM-Finale durch Schiedsrichterchef Pierluigi Collina in Tränen ausgebrochen war, als besten Schiedsrichter des Turniers aus.
Vincic war bereits seit 2010 Teil der FIFA-Liste und leitete regelmäßig einige der größten Partien des Weltfußballs. Neben zahlreichen Partien bei Europa- und Weltmeisterschaften durfte er auch die Endspiele der Europa- und Champions League leiten. 2022 (beim EL-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen Glasgow Rangers) und 2024 (Niederlage des BVB gegen Real Madrid im CL-Finale) spielten deutsche Mannschaften eine besondere Rolle in seiner Karriere.
Für Aufsehen neben dem Platz hatte Vincic vor sechs Jahren eher unfreiwillig gesorgt, als er in Bosnien bei einer Razzia auf einer illegalen Party festgenommen wurde, bei der eine große Zahl von Drogen sichergestellt werden konnte. Vincic wurde nach einer Befragung durch die Polizei jedoch wieder freigelassen, weil keine Verbindungen zu den Tätern bestanden. (mbo)