Flick schlägt Terzic - Barca wieder an der Spitze
Sieg gegen Athletic Bilbao Flick schlägt Terzic - Barca wieder an der Spitze
Stand: 27.08.2026 • 23:48 Uhr
Hansi Flick hat das deutsche Trainerduell gegen Edin Terzic in La Liga gewonnen. Der FC Barcelona stürmte gegen Athletic Bilbao wieder an die Tabellenspitze.
Beim klar verdienten 2:0 (1:0)-Sieg von Barca leitete der Brasilianer Raphinha in der 38. Minute den Erfolg ein, acht Minuten vor dem Ende gelang Fermín Lopez der Treffer zum Endstand. Damit zog Barca in der Tabelle wieder an Real Madrid vorbei - die Königlichen hatten am Vorabend mit einem 4:1 gegen Real Sociedad San Sebastian vorübergehend Rang eins übernommen.
Flick setzt auf Gordon, Raphinha und Yamal
Es war nicht nur das Duell zweier spanischer Traditionsklubs, sondern auch das Aufeinandertreffen der deutschen Trainer: Meister-Coach Flick auf Seiten der Katalanen, Terzic hat zu Beginn dieser Saison die Basken übernommen.
Bei Barca war vor dem Anpfiff die Frage, wie Flick nach dem Abgang von Robert Lewandowski in die Major League Soccer seine Offensive besetzen würde. Der Trainer entschied sich für Raphinha auf der Mittelstürmer-Position, Lamine Yamal und Anthony Gordon besetzten die Außenbahnen. Ex-Terzic-Schützling Karim Adeyemi blieb die Jokerrolle, auch der Weltmeister-Zugang Rodri von Manchester City blieb zunächst auf der Bank.
Pedri mit brillantem Zuspiel
Die Idee mit Raphinha im Zentrum erwies sich als hervorragend. Sogar das Kopfballspiel hat der Brasilianer inzwischen in sein außergewöhnliches Repertoire aufgenommen, in der 24. Minute scheiterte er nach einer gut getimten Flanke am rechten Pfosten. Eine knappe Viertelstunde später durfte Raphinha dann aber jubeln. Sein erster Dank ging zu Recht an Pedri, der seinem Offensivkollegen mit einem perfekten Steilpass in die Tiefe das Eins-gegen-eins-Duell mit Spaniens WM-Keeper Unai Simon ermöglichte - Raphinha umkurvte den Torhüter und schob cool zur Führung ein.
Diese Führung war hochverdient. Bilbao spielte zwar über weite Strecken ordentlich mit, hatte auch immer wieder vielversprechende Angriffe über Nico und Inaki Williams. Doch dem Brüderpaar fehlte es an der letzten Präzision, Guruzeta in der zentralen Stürmerposition war hingegen überhaupt kein Faktor und bei Pau Cubarsi und Gerard Martin komplett abgemeldet.
Yamal manchmal zu eigensinnig
Barcelona machte allerdings den Fehler, nicht nachzulegen. Vor allem Lamine Yamal, der schon in der 19. Minute Unai Simon zu einer überragenden Parade gezwungen hatte, übertrieb es manchmal mit seinem Eigensinn. In der 41. Minute hätte er den Ball frei vor dem Tor nur noch auf Fermín Lopez querlegen müssen, stattdessen schoss er Unai Simon an, der dabei erneut ein geniales Stellungsspiel bewies.
Zu Beginn der zweiten Hälfte merkte man Barca an, dass der Meister das Spiel nun zügig entscheiden wollte. Doch der starke Gordon schoss aus kurzer Distanz über das Tor (47.), sechs Minuten später verhinderte die Latte das 2:0 nach einem Yamal-Schlenzer vom linken Strafraumeck.
Beinahe die Strafe durch Sancet
Barcelona blieb drückend überlegen, doch nach einer knappen Stunde wurden die klar herausgespielten Torchancen seltener. Flick brachte Rodri unter dem Jubel der Barca-Fans in der 63. Minute, auch Dani Olmo sollte nun für mehr Präzision in der Offensive sorgen.
Gefährlich für Unai Simon wurde es aber zunächst nicht mehr, stattdessen wäre die fehlende Konsequenz eine Viertelstunde vor Schluss beinahe bestraft worden: Bei einem der seltenen Athletic-Angriffe schloss Oihan Sancet aus 18 Metern aus dem Nichts an den linken Pfosten ab.
Adeyemi leitet die Entscheidung ein
Zehn Minuten vor dem Ende brachte Flick dann Adeyemi für Gordon - und der deutsche Nationalspieler leitete prompt die Entscheidung ein. Mit einem Solo über links riss der Ex-Dortmunder die Abwehr von Bilbao auf, seinen scharfen Pass ins Zentrum stolperte Bilbao-Innenverteidiger Aymeric Laporte unbeholfen am eigenen Keeper vorbei in den Lauf von Fermín Lopez, der den Ball dann nur noch ins leere Tor schieben musste.
Trotz des Sieges will Barcelona in der zenrtralen Spitze nochmal nachlegen. Die Hoffnung auf Wunschkandidat Julian Alvarez dürfte sich aber zerschlagen haben, weil dessen Klub Atlético Madrid am Abend eine Erklärung herausgab, dass man einen Transfer des Argentiniers erwägen würde - aber auf keinen Fall zum FC Barcelona.