Frauenverein kfd feiert 50 Jahre – mit einer Fahne vom Vorgängerverein


Stand: 22.08.2026, 12:00 Uhr

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Beim Kirchenzug durch Eittings Straßen trotzten die Teilnehmer den hochsommerlichen Temperaturen.

Beim Kirchenzug durch Eittings Straßen trotzten die Teilnehmer den hochsommerlichen Temperaturen. © Vereini

Die kfd Eitting-Reisen wurde 1976 von Theresia Scharl mit 80 Frauen gegründet. Die Vereinsfahne stammt noch aus der Zeit des früheren Müttervereins.

Eitting – „Von der Hitze lassen wir uns nicht abschrecken“, verkündet kfd-Vorsitzende Ingrid Maier stolz. Und tatsächlich: An Mariä Himmelfahrt folgten laut einer Pressemitteilung mehr als 100 Teilnehmer der Einladung zum 50-jährigen Gründungsfest des Frauenvereins. Trotz hochsommerlicher Temperaturen zogen sie feierlich durch die Straßen Eittings zur Pfarrkirche St. Georg.

Fesch rausgeputz zum Jubiläum haben sich (v.l.) Monika Strasser, Leni  Mayr, Gisela Klinger, Ingrid Maier, Ulrike Maierhofer, Gisela Sellmeier, Maria Kratzer und Margit Straßer mit den beiden Tafelträgerinnen Matilda und Josefine.

Fesch rausgeputzt zum Jubiläum haben sich (v.l.) Monika Strasser, Leni Mayr, Gisela Klinger, Ingrid Maier, Ulrike Maierhofer, Gisela Sellmeier, Maria Kratzer und Margit Straßer mit den beiden Tafelträgerinnen Matilda und Josefine. © Verein

Dort gratulierte Pater Thomas Mathew Valiyaparampil, der gemeinsam mit Gemeindereferentin Rosemarie Huber den Festgottesdienst zelebrierte, den Frauen zu einem halben Jahrhundert gelebter Gemeinschaft. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Eittinger Kirchenchor, Organist Hans Kern und Sängerin Tanja Beil.

Die Geschichte der kfd Eitting-Reisen begann laut der Mitteilung bereits 1976. Damals keimte bei Theresia Scharl der Gedanke, in Eitting einen kfd-Ortsverein ins Leben zu rufen. „Nach meiner Zeit bei der Landjugend suchte ich nach etwas Vergleichbarem, nach einer Möglichkeit, sich gemeinsam für den Glauben einzubringen“, erinnert sie sich. Gesagt, getan: Gemeinsam mit rund 80 Gleichgesinnten gründete die Landwirtin die kfd Eitting-Reisen.

Ganz neu war die Idee eines Frauenvereins in der beschaulichen Gemeinde im Erdinger Moos allerdings nicht. Bereits früher hatte es einen Mütterverein gegeben. Schriftliche Aufzeichnungen darüber sind jedoch keine erhalten, bedauert Ingrid Maier. Ein sichtbares Stück dieser Vorgeschichte gibt es dennoch: „Unsere heutige Fahne stammt tatsächlich noch von diesem Vorgängerverein.“

Bei der anschließenden Feier im Gasthaus Fischerbräu reihten sich die Gratulanten aneinander. Bürgermeister Reinhard Huber punktete beim fast ausschließlich weiblichen Publikum mit einem 500-Euro-Scheck.

Auch die Dekanatsvorsitzende Ursula Gröppmair hatte ein großzügiges Geschenk im Gepäck: „Für eure nächste Veranstaltung übernimmt der Diözesanverband die Kosten für eine Referentin oder einen Referenten.“

Gemeindereferentin Huber, die zugleich als Präses des Frauenvereins fungiert, verglich die kfd-Frauen in ihrer Gratulationsrede mit einer Sonnenblume: Jedes gelbe Blütenblatt sei auf seine eigene Art einzigartig – und doch ergebe erst das Zusammenspiel aller Blätter die ganze Blüte.

Vize-Vorsitzende Margit Straßer brachte es in einem persönlichen Rückblick auf den Punkt: „In 50 Jahren haben Generationen von Frauen ihre Spuren hinterlassen.“ Ein Satz, der treffend beschreibt, was die kfd Eitting-Reisen seit einem halben Jahrhundert ausmacht: Gemeinschaft, Engagement und viele Frauen, die das Vereinsleben mit Herz und Tatkraft geprägt haben.